Manuel Killert
Ratgeber · Anbieter wählen · Three.js

Three.js Agentur oder Freelancer?

Beide können die richtige Wahl sein — es hängt vom Projekt ab, nicht vom Etikett. Diese Seite zeigt ehrlich, wann eine Agentur sinnvoll ist, wann ein Freelancer, woran du gute Anbieter erkennst und was in jeden Vertrag gehört.

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Kurz gesagt

Eine Agentur lohnt sich, wenn ein Projekt viele Disziplinen gleichzeitig braucht — Strategie, Design, 3D, Backend, Kampagne — oder wenn Ausfallsicherheit wichtiger ist als Budget. Ein Freelancer lohnt sich, wenn das 3D-Vorhaben klar umrissen ist, ein direkter Ansprechpartner zählt und das Budget effizient in die Umsetzung fließen soll.

Offenlegung: Ich bin Freelancer. Ich schreibe diesen Vergleich trotzdem so, dass er auch hilft, wenn am Ende eine Agentur besser zu dir passt.

Die Lage am Markt.

Three.js-Entwicklung ist eine Nische. Viele Webagenturen bieten „3D“ an, setzen es aber selten selbst um — sie vergeben es an spezialisierte Entwickler oder nutzen fertige Viewer. Umgekehrt gibt es 3D-Artists, die beeindruckende Modelle bauen, aber wenig Erfahrung mit Ladezeit, Suchmaschinen und Content-Management-Systemen haben.

Das heißt für dich: Die Frage „Agentur oder Freelancer?“ ist oft weniger wichtig als die Frage „Wer schreibt den Three.js-Code tatsächlich, und hat diese Person das schon mehrfach auf echten Websites gemacht?“

Der Vergleich.

AgenturFreelancer
AnsprechpartnerProjektleitung, Umsetzung im TeamDie Person, die auch den Code schreibt
KostenHöher — Projektleitung, Vertrieb, Büro eingepreistMeist niedriger bei gleichem Umfang
DisziplinenViele unter einem DachSpezialisiert, Rest über Partner
AusfallrisikoGering — Vertretung im TeamHöher — muss abgesichert werden
AbstimmungswegeLängerKurz
KapazitätMehrere Projekte parallelBegrenzt, dafür fokussiert
Passt zuGroße, mehrmonatige VorhabenKlar umrissene Anwendungen und Module

Wann eine Agentur passt.

  • Das 3D-Erlebnis ist Teil einer großen Kampagne mit Film, Social Media, Messeauftritt und Markenrelaunch.
  • Es braucht über viele Monate mehrere Spezialisten gleichzeitig — Konzept, UX, 3D-Artists, Backend, Projektmanagement.
  • Deine Einkaufsrichtlinien verlangen einen Anbieter mit festem Team, Vertretungsregel und bestimmter Unternehmensgröße.
  • Du willst einen einzigen Vertragspartner für alles und intern möglichst wenig koordinieren.

Wann ein Freelancer passt.

  • Das Vorhaben ist klar: ein Konfigurator, eine Explosionsansicht, eine Scroll-Story, ein Produkt-Viewer.
  • Du willst direkt mit der Person sprechen, die das baut — ohne stille Post.
  • Die Website existiert bereits, und 3D soll hineinkommen, etwa in WordPress.
  • Du bist selbst Agentur und brauchst Three.js-Umsetzung im Hintergrund.

Mischformen.

In der Praxis sind die Grenzen fließend. Häufige Konstellationen:

  • Agentur plus spezialisierter Freelancer: Die Agentur behält Kundenkontakt, Design und Kampagne, der Three.js-Teil wird als White-Label-Leistung umgesetzt. Für den Endkunden unsichtbar, für die Agentur planbar.
  • Freelancer-Netzwerk: Ein Entwickler koordiniert eingespielte Partner für Design, Texte oder Fotografie. Weniger Overhead als eine Agentur, mehr Breite als eine Einzelperson.
  • Inhouse-Team plus Spezialist: Die eigene IT oder Marketingabteilung betreut die Website, ein Spezialist baut das 3D-Modul und übergibt es dokumentiert.

Anbieter prüfen: sieben Fragen.

  1. Kann ich eine Demo live öffnen? Im eigenen Browser, auf dem eigenen Handy — nicht als Video oder Screenshot.
  2. Wie läuft das auf einem Mittelklasse-Smartphone? Wer das nicht routinemäßig testet, testet es mit deinem Geld.
  3. Wer schreibt den Code? Eigenes Team, Unterauftrag, fertige Plattform?
  4. Bekomme ich Quellcode und Modelldateien? Und in welchem Zustand — dokumentiert oder als Rohdatei?
  5. Wie wird die Seite gefunden? Eine 3D-Szene ohne Textfundament ist für Google fast leer.
  6. Was passiert bei Ausfall? Krankheit, Urlaub, Kapazitätsengpass.
  7. Was kostet der Betrieb danach? Hosting, Lizenzen, Wartung, Änderungen.

Warnsignale.

  • Nur Videos und Renderings, keine live bedienbaren Beispiele.
  • Keine Aussage zu Ladezeit und Smartphones, oder die Antwort „läuft überall“ ohne Einschränkung.
  • Pauschalpreise ohne Rückfragen zu Produkt, Daten und Optionen.
  • Laufende Lizenzgebühren, die erst im Kleingedruckten auftauchen.
  • Kein Wort dazu, ob sich 3D für dein Vorhaben überhaupt lohnt.
  • Proprietäre Eigenbau-Systeme, die nur der Anbieter selbst warten kann.

Was in den Vertrag gehört.

  • Leistungsumfang: Optionen, Regeln, Geräte, Browser, Einbindung, Anzahl der Korrekturschleifen.
  • Nutzungsrechte an Code, Modellen und Texturen — ausdrücklich und ohne zeitliche Befristung.
  • Übergabe: Quellcode, Modelldateien, Dokumentation, Einweisung.
  • Abnahmekriterien: etwa flüssige Bedienung auf einem benannten Referenzgerät.
  • Betrieb: Wer hostet, wer aktualisiert, was kostet Wartung.
  • Datenschutz: Welche Dienste werden eingebunden, wo liegen Daten.
Zum Ausfallrisiko bei mir

Das ist der berechtigteste Einwand gegen Freelancer. Meine Antwort: Code nach verbreiteten Standards statt Eigenbau, vollständige Übergabe von Quellcode und Modellen, Dokumentation. Jeder erfahrene Three.js-Entwickler kann weitermachen.

Transparenz zu den Demos

Die gezeigten Demos stammen aus meiner eigenen Arbeit. Die Markennamen sind überwiegend erfundene Showcases — die Technik ist echt und läuft live im Browser.

Häufige Fragen

FAQ — Three.js Agentur oder Freelancer?.

Ist eine Three.js-Agentur teurer als ein Freelancer?

In der Regel ja, bei vergleichbarem Umfang. In den Preis einer Agentur fließen Projektleitung, Vertrieb und Büro ein. Dafür bekommt man mehrere Disziplinen und eine Vertretung im Team. Ob sich das lohnt, hängt davon ab, wie viele verschiedene Leistungen das Projekt braucht.

Was ist das größte Risiko bei einem Freelancer?

Der Ausfall der einen Person, etwa durch Krankheit oder Überlastung. Absichern lässt sich das durch Code nach verbreiteten Standards, die vollständige Übergabe von Quellcode und Modelldateien sowie Dokumentation, sodass ein anderer Entwickler übernehmen kann.

Woran erkenne ich einen guten Three.js-Anbieter?

An Demos, die man selbst im Browser und auf dem eigenen Smartphone öffnen kann, an klaren Antworten zur Leistung auf schwächeren Geräten, zur Übergabe von Code und Modellen und dazu, wie die Seite trotz 3D bei Google gefunden wird. Ein guter Anbieter sagt auch, wenn sich 3D nicht lohnt.

Setzen Agenturen 3D selbst um?

Nicht immer. Viele Webagenturen vergeben Three.js-Entwicklung an spezialisierte Entwickler oder nutzen fertige Viewer-Lösungen. Es lohnt sich deshalb, gezielt zu fragen, wer den Code tatsächlich schreibt.

Arbeitest du als Freelancer auch für Agenturen?

Ja, als White-Label-Umsetzer. Die Agentur behält Kundenkontakt und Branding, ich liefere die Three.js-Umsetzung im Hintergrund.

Was sollte in einem Vertrag für ein 3D-Projekt stehen?

Leistungsumfang mit Optionen und Zielgeräten, ausdrückliche und unbefristete Nutzungsrechte an Code und Modellen, die Übergabe von Quellcode, Modelldateien und Dokumentation, Abnahmekriterien etwa auf einem Referenzgerät sowie Regelungen zu Hosting, Wartung und Datenschutz.

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Ich sage dir ehrlich, ob sich 3D für dein Vorhaben lohnt — und wenn nicht, was stattdessen mehr bringt.

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