Manuel Killert
Ratgeber · Kosten · Plugin-Entwicklung

Was kostet ein WordPress-Plugin?

Von „ein paar hundert Euro“ bis „fünfstellig“ ist alles realistisch — je nachdem, ob es um einen Shortcode oder eine Plattform geht. Hier steht, was den Preis bestimmt, wie du Angebote vergleichst und wann sich eine Entwicklung gegenüber einer Lizenz rechnet.

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Kurz gesagt

Als Orientierung: kleine Erweiterungen ab etwa 800 €, eigene Plugins mit Backend-Einstellungen und eigener Logik meist 2.000–6.000 €, komplexe Plugins mit Schnittstellen, Zahlungen oder Mitgliederbereichen ab etwa 6.000 €. Die größten Kostentreiber sind Schnittstellen, Benutzerrollen, Datenmengen und unklare Anforderungen.

Preisbereiche.

Kleine Erweiterungab ~800 €

Zusatzfunktion, Anpassung eines bestehenden Plugins, kleiner Rechner oder Shortcode.

Eigenes Pluginmeist 2.000–6.000 €

Eigene Inhaltstypen, Einstellungen im Backend, Formulare, Logik, Dokumentation.

Komplexes Pluginab ~6.000 €

Schnittstellen zu CRM, ERP oder Zahlungsdiensten, Mitgliederbereiche, Lernplattformen.

Orientierungswerte, keine Fixpreise — nach einem kurzen Gespräch bekommst du ein Festpreisangebot.

Typische Beispiele.

VorhabenEinordnungWarum
Zusätzliches Feld im Checkout, das in der Bestellung erscheintKleine ErweiterungWenige Hooks, klare Logik
Shortcode, der Daten aus einer Tabelle hübsch ausgibtKleine ErweiterungÜberschaubare Ausgabe
Rechner mit mehreren Schritten, Ergebnis und Anfrage per E-MailEigenes PluginOberfläche, Validierung, E-Mail, Einstellungen
Eigener Inhaltstyp „Projekte“ mit Filtern und KarteEigenes PluginDatenstruktur, Backend, Frontend, Filter
B2B-Preise pro Kundengruppe in WooCommerceEigenes bis komplexPreislogik, Rollen, Tests aller Shop-Wege
Synchronisation mit Warenwirtschaft oder CRMKomplexFremde API, Fehlerbehandlung, Protokolle
Lernplattform mit Lektionen, Fortschritt und ZugängenKomplexRollen, Fortschritt, Bezahlung, viele Inhalte

Was den Preis treibt.

  • Schnittstellen: Fremde APIs bringen Authentifizierung, Fehlerfälle, Limits und Dokumentationslücken mit.
  • Benutzerrollen: Wer darf was sehen und ändern? Jede Rolle vervielfacht Testfälle.
  • Oberflächen: Ein durchdachtes Backend für Redakteure kostet mehr als eine Einstellungsseite mit drei Feldern.
  • Datenmengen: Tausende Einträge brauchen eigene Tabellen, Paginierung und Performance-Arbeit.
  • Kompatibilität: Zusammenspiel mit Page-Buildern, Mehrsprachigkeits- und Caching-Plugins.
  • Zahlungen und Recht: Alles, was Geld oder personenbezogene Daten berührt, braucht besondere Sorgfalt.
  • Unklare Anforderungen: Der teuerste Faktor — was während der Entwicklung erst entdeckt wird, kostet ein Vielfaches.

Festpreis oder Stundensatz?

FestpreisNach Aufwand
Passt beiKlar beschriebenen AnforderungenOffenen, sich entwickelnden Vorhaben
Vorteil für dichPlanungssicherheitDu zahlst nur, was tatsächlich anfällt
RisikoÄnderungen kosten extraBudget kann wachsen
TippLeistungsumfang schriftlich fixierenBudgetgrenze und regelmäßige Zwischenstände vereinbaren

Für die meisten Plugin-Projekte biete ich einen Festpreis an, nachdem die Anforderungen geklärt sind. Für laufende Weiterentwicklung ist Abrechnung nach Aufwand oft fairer.

Laufende Kosten.

  • Keine Lizenzgebühren für das eigene Plugin.
  • Kompatibilitätstests bei größeren WordPress-, PHP- oder WooCommerce-Updates — meist wenig Aufwand, bei sauberem Code selten Änderungen.
  • Externe Dienste: Nutzt das Plugin eine kostenpflichtige API, etwa eine KI-Schnittstelle, fallen deren Gebühren an.
  • Weiterentwicklung nach Bedarf.

Eigenes Plugin vs. Lizenz über drei Jahre.

Ein vereinfachtes Beispiel mit angenommenen Werten: Ein Premium-Plugin plus zwei Add-ons kostet zusammen 300 € pro Jahr, deckt die Anforderung aber nur mit Umwegen ab, die zusätzlich angepasst werden müssen.

Premium-PluginsEigenes Plugin
StartEinrichtung und Anpassung, z. B. 1.000 €Entwicklung, z. B. 3.000 €
Pro JahrLizenzen 300 € plus Pflege der AnpassungenTests bei Updates
Nach 3 Jahrenca. 1.900 € plus Anpassungsaufwandca. 3.000 € plus Tests
PassgenauigkeitKompromisseGenau passend
AbhängigkeitVom HerstellerKeine

Die Rechnung zeigt: Rein über Lizenzen gewinnt oft das fertige Plugin. Das eigene Plugin gewinnt, wenn die Anpassungen an fertigen Lösungen aufwendig werden, mehrere Lizenzen zusammenkommen oder Kompromisse Umsatz und Zeit kosten. Mehr: Eigenes oder fertiges Plugin?.

Ein Angebot richtig lesen.

  • Sind alle Funktionen konkret beschrieben — inklusive Backend und Fehlerfällen?
  • Ist klar, mit welchen WordPress-, PHP- und Plugin-Versionen getestet wird?
  • Gehören Quellcode und Nutzungsrechte dir?
  • Ist Dokumentation enthalten?
  • Wie viele Korrekturschleifen, und was kostet eine spätere Änderung?
  • Gibt es eine Gewährleistung für Fehler nach dem Livegang?

Kosten senken, ohne Qualität zu verlieren.

  1. Anforderungen aufschreiben: Beispiele, Skizzen, Sonderfälle — jede geklärte Frage spart Stunden.
  2. In Stufen denken: Erst die Kernfunktion, Komfort später.
  3. Bestehendes erweitern: Wo ein gutes Plugin 90 % abdeckt, gezielt ergänzen statt neu bauen.
  4. Testdaten bereitstellen: Echte Beispiele finden Fehler früh.
  5. Einen Ansprechpartner auf deiner Seite festlegen.

Wer die Plugins entwickelt.

Ich bin Manuel Killert, WordPress-Entwickler aus Quakenbrück. Seit 2020 baue ich WordPress-Websites, seit einigen Jahren auch eigene Plugins: einen Bürgergeldrechner und einen Mietprüfer für das Jobcenter Cloppenburg, das Lernplattform-Plugin hinter spanisch-lernen.com mit über 300 Lektionen, KI-Generatoren für Content-Plattformen und 3D-Konfiguratoren als WordPress-Plugins. Als Dozent an der KW Design Akademie unterrichte ich unter anderem Plugin-Entwicklung. Du sprichst direkt mit der Person, die den Code schreibt.

Referenzen

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Eigene Plugins und individuelle Funktionen aus meinen Projekten.

Häufige Fragen

FAQ — WordPress-Plugin: Kosten.

Was kostet ein individuelles WordPress-Plugin?

Als Orientierung beginnen kleine Erweiterungen bei etwa 800 Euro, eigene Plugins mit Backend-Einstellungen und eigener Logik liegen meist zwischen 2.000 und 6.000 Euro, komplexe Plugins mit Schnittstellen, Zahlungen oder Mitgliederbereichen beginnen bei etwa 6.000 Euro.

Was macht die Plugin-Entwicklung teuer?

Die größten Kostentreiber sind Schnittstellen zu fremden Systemen, viele Benutzerrollen, aufwendige Backend-Oberflächen, große Datenmengen, Kompatibilität mit anderen Plugins, Zahlungs- und Datenschutzthemen sowie unklare Anforderungen, die erst während der Entwicklung auffallen.

Festpreis oder Abrechnung nach Stunden?

Bei klar beschriebenen Anforderungen bietet ein Festpreis Planungssicherheit. Für offene oder sich entwickelnde Vorhaben ist eine Abrechnung nach Aufwand oft fairer, idealerweise mit Budgetgrenze und regelmäßigen Zwischenständen.

Hat ein eigenes Plugin laufende Kosten?

Es fallen keine Lizenzgebühren an. Laufende Kosten entstehen durch Kompatibilitätstests bei größeren Updates von WordPress, PHP oder WooCommerce, durch Gebühren genutzter externer Dienste und durch Weiterentwicklung nach Bedarf.

Ist ein Premium-Plugin günstiger als eine Eigenentwicklung?

Rein über Lizenzgebühren meist ja. Die Eigenentwicklung rechnet sich, wenn fertige Plugins aufwendig angepasst werden müssen, mehrere Lizenzen zusammenkommen, Kompromisse Umsatz oder Zeit kosten oder Abhängigkeit von einem Hersteller vermieden werden soll.

Wie kann ich die Kosten für ein Plugin senken?

Anforderungen mit Beispielen und Sonderfällen aufschreiben, in Stufen mit der Kernfunktion starten, bestehende gute Plugins gezielt erweitern statt neu zu bauen, echte Testdaten bereitstellen und einen festen Ansprechpartner benennen.

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