Manuel Killert
Ratgeber · Kosten · Website

Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen?

Von 500 bis 50.000 Euro findet man alles — und beides kann für das jeweilige Projekt angemessen sein. Hier steht, wofür du bezahlst, wie sich Preise zusammensetzen, welche laufenden Kosten dazukommen und woran du ein faires Angebot erkennst.

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Kurz gesagt

Als Orientierung: Ein One-Pager beginnt bei etwa 1.500 €, eine Unternehmenswebsite mit 5–15 Seiten liegt meist bei 3.000–7.000 €, ein Online-Shop beginnt bei etwa 3.500 €. Dazu kommen laufende Kosten für Hosting und Domain von grob 10–30 € im Monat, optional Wartung. Den größten Einfluss haben Seitenanzahl, Texte, Funktionen und wie viel Inhalt schon vorhanden ist.

Warum die Preise so stark schwanken.

„Eine Website“ kann eine Visitenkarte mit Telefonnummer sein oder eine Plattform mit Mitgliederbereich, Shop und Schnittstellen. Dazu kommen sehr unterschiedliche Anbieter: Baukasten-Abos, Freelancer aus dem Ausland, regionale Webdesigner, Agenturen mit Team. Und sehr unterschiedliche Leistungen hinter demselben Wort: Wird ein fertiges Theme mit deinen Texten befüllt, oder wird die Seite geplant, gestaltet, für Suchmaschinen aufgebaut und auf Anfragen optimiert?

Deshalb ist ein Preisvergleich nur sinnvoll, wenn der Leistungsumfang vergleichbar ist.

Preisbereiche.

One-Pagerab ~1.500 €

Eine Seite mit allen Kerninfos, Kontakt, Rechtstexten — ideal für den Start.

Unternehmenswebsitemeist 3.000–7.000 €

5–15 Seiten, individuelles Design, SEO-Grundlagen, pflegbar in WordPress.

Online-Shopab ~3.500 €

WooCommerce mit Zahlungsarten, Versand und Rechtstexten.

Umfangreich / individuellab ~8.000 €

Viele Seiten, Mehrsprachigkeit, Schnittstellen, eigene Funktionen.

Orientierungswerte, keine Fixpreise — nach einem kurzen Gespräch bekommst du ein Festpreisangebot.

AnbieterTypische SpanneWas man meist bekommt
Baukasten selbst gemachtca. 10–40 € pro MonatVorlage, eigene Arbeit, an den Anbieter gebunden
Sehr günstige Paketewenige hundert EuroTheme mit ausgetauschten Texten, wenig Beratung
Freelancer / Webdesignerca. 1.500–10.000 €Individuelle Planung und Umsetzung, direkter Kontakt
Agenturca. 8.000–50.000 € und mehrTeam, Strategie, oft zusätzlich Kampagnen und Content

Die Tabelle zeigt grobe Marktspannen zur Einordnung, keine Garantie für einzelne Anbieter.

Woraus sich der Preis zusammensetzt.

PostenAnteil am AufwandAnmerkung
Beratung und Konzeptgering bis mittelSpart später viel Zeit und Korrekturen
DesignmittelIndividuell kostet mehr als eine Vorlage, wirkt aber eigenständiger
UmsetzunghochSeitenanzahl, Vorlagen, mobile Anpassung
Textegering bis hochStark abhängig davon, was vorhanden ist
SEO-Grundlagengering bis mittelStruktur, Metadaten, Ladezeit, strukturierte Daten
Funktionengering bis sehr hochFormular ist Standard, Buchungssystem oder Shop nicht
Recht und DatenschutzgeringEinbindung von Rechtstexten und Cookie-Einwilligung
Livegang und EinweisunggeringWeiterleitungen, Search Console, Schulung

Was den Preis treibt.

  • Seitenanzahl: Jede Leistung mit eigener Seite ist gut für Google, aber mehr Arbeit.
  • Texte: Wenn für 15 Seiten alles neu geschrieben werden muss, ist das oft der größte Einzelposten.
  • Individuelle Funktionen: Terminbuchung, Mitgliederbereich, Konfigurator, Rechner, Schnittstellen zu CRM oder Warenwirtschaft.
  • Online-Shop: Produkte, Varianten, Zahlungsarten, Versandregeln, Rechtssicherheit.
  • Mehrsprachigkeit: Jede Sprache vervielfacht Inhalte und Pflege.
  • Relaunch mit Altlasten: Viele alte Seiten, die sauber weitergeleitet werden müssen, damit Rankings erhalten bleiben (Relaunch).
  • Abstimmungsaufwand: Viele Entscheider, viele Feedbackrunden, späte Richtungswechsel.

Laufende Kosten.

PostenGrobe GrößenordnungPflicht?
Domainca. 1–2 € pro Monat für .deJa
Hostingca. 5–25 € pro MonatJa
E-Mail-Postfächeroft im Hosting enthaltenMeist ja
Premium-Plugins und Lizenzen0 bis einige Euro pro MonatNur bei Bedarf
Wartung (Updates, Backups, Sicherheit)nach UmfangNein, aber sinnvoll
Rechtstexte-Serviceeinige Euro pro MonatOptional
Weiterentwicklung und SEOnach AufwandOptional

Es sind Richtwerte zur Planung; konkrete Preise hängen vom Anbieter und Tarif ab. Wichtig: Domain und Hosting sollten auf deinen Namen laufen.

Beispielrechnung.

Ein Handwerksbetrieb mit fünf Leistungen, Referenzen, Karriere- und Kontaktseite — also rund zehn Seiten:

  • Konzept mit Seitenstruktur und Suchbegriffen
  • Individuelles Design für Startseite, Leistungsseite, Referenzen
  • Umsetzung aller Seiten in WordPress, mobil optimiert
  • Überarbeitung vorhandener Texte, Neutexte für die fünf Leistungsseiten
  • Kontaktformular, WhatsApp-Button, Google-Maps-Einbindung mit Einwilligung
  • SEO-Grundlagen, Rechtstexte-Einbindung, Livegang, Einweisung

Ein solches Projekt liegt typischerweise im Bereich einer Unternehmenswebsite, also meist bei 3.000–7.000 €. Fotos vom Fotografen und laufende Kosten kommen hinzu. Speziell für Betriebe: Website für Handwerker.

Sinnvoll sparen.

  • Klein starten: Mit den wichtigsten Seiten live gehen und später ausbauen.
  • Inhalte vorbereiten: Texte, Fotos, Referenzen — jede Stunde Suchen kostet.
  • Feedback bündeln: Eine Person entscheidet, Rückmeldungen gesammelt statt tröpfchenweise.
  • Standardfunktionen nutzen: Bewährte Plugins statt Eigenentwicklung, wo es passt.
  • Selbst pflegen: Nach der Einweisung Kleinigkeiten selbst ändern.

Nicht sparen solltest du an Konzept, Ladezeit, Rechtstexten und daran, dass dir Domain und Zugänge gehören.

Warnsignale bei sehr günstigen Angeboten.

  • Die Domain oder das Hosting läuft auf den Anbieter, nicht auf dich.
  • Verpflichtende Monatsgebühr mit langer Laufzeit, ohne dass klar ist, wofür.
  • Keine Fragen zu deinen Kunden und Zielen — nur zu Farben und Logo.
  • „Garantiert Platz 1 bei Google“.
  • Keine Aussage zu Rechtstexten, Cookie-Einwilligung und Datenschutz.
  • Keine echten, aufrufbaren Referenzen.

Mehr zur Anbieterauswahl: Webdesigner finden.

Förderung.

Für Digitalisierungsprojekte kleiner und mittlerer Unternehmen gibt es je nach Bundesland immer wieder Förderprogramme, zum Teil auch für Websites und Online-Shops. Bedingungen, Fristen und Budgets ändern sich häufig. Prüfe vor der Beauftragung bei deiner Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer oder Wirtschaftsförderung, was aktuell gilt — viele Programme verlangen den Antrag vor dem Auftrag.

Rechnet sich das?

Die bessere Frage als „Was kostet eine Website?“ ist: „Was bringt mir ein Kunde?“ Bringt ein Auftrag im Schnitt 2.000 Euro Deckungsbeitrag, hat sich eine Website für 5.000 Euro nach drei zusätzlichen Aufträgen bezahlt gemacht — und arbeitet danach jahrelang weiter. Eine Website, die keine Anfragen bringt, ist dagegen immer zu teuer, egal wie günstig sie war.

Häufige Fragen

FAQ — Website erstellen lassen: Kosten.

Was kostet eine Website für ein kleines Unternehmen?

Als Orientierung beginnt ein One-Pager bei etwa 1.500 Euro. Eine Unternehmenswebsite mit 5 bis 15 Seiten, individuellem Design und SEO-Grundlagen liegt meist zwischen 3.000 und 7.000 Euro. Seitenanzahl, Texte und besondere Funktionen bestimmen den genauen Preis.

Welche laufenden Kosten hat eine Website?

Pflicht sind Domain und Hosting, zusammen grob 10 bis 30 Euro im Monat. Optional kommen Premium-Plugins, ein Rechtstexte-Service, Wartung für Updates und Backups sowie Weiterentwicklung und SEO hinzu.

Warum sind Websites bei Agenturen teurer?

Agenturen arbeiten mit Teams aus Projektleitung, Design, Entwicklung und Content und haben höhere Fixkosten. Dafür bieten sie oft zusätzliche Leistungen wie Strategie, Kampagnen und Video. Für viele kleine und mittlere Unternehmen ist ein Freelancer mit direktem Kontakt die wirtschaftlichere Wahl.

Woran erkenne ich ein unseriös günstiges Angebot?

Warnsignale sind Domain oder Hosting auf den Namen des Anbieters, lange verpflichtende Monatsgebühren, keine Fragen zu Kunden und Zielen, Ranking-Garantien, fehlende Aussagen zu Rechtstexten und Datenschutz sowie keine echten, aufrufbaren Referenzen.

Kann ich bei den Website-Kosten sparen?

Ja, sinnvoll ist es, klein zu starten und später auszubauen, Texte und Fotos gut vorzubereiten, Feedback zu bündeln, bewährte Standardfunktionen zu nutzen und Kleinigkeiten nach einer Einweisung selbst zu pflegen. Nicht sparen sollte man an Konzept, Ladezeit, Rechtstexten und eigenen Zugängen.

Gibt es Förderung für eine neue Website?

Je nach Bundesland gibt es immer wieder Digitalisierungsprogramme für kleine und mittlere Unternehmen, teilweise auch für Websites und Shops. Bedingungen ändern sich häufig, und oft muss der Antrag vor der Beauftragung gestellt werden. Auskunft geben Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer und Wirtschaftsförderung.

Ist ein Festpreis besser als Abrechnung nach Stunden?

Für klar umrissene Website-Projekte bietet ein Festpreis Planungssicherheit. Voraussetzung ist ein genau beschriebener Leistungsumfang. Für offene Weiterentwicklungen oder laufende Betreuung ist eine Abrechnung nach Aufwand oft fairer.

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