Webdesigner oder Baukasten?
Wix, Jimdo, Squarespace und Co. versprechen eine Website in einer Stunde. Webdesigner versprechen eine Website, die Kunden bringt. Beides kann stimmen — für unterschiedliche Situationen. Hier ist der ehrliche Vergleich, auch mit den Punkten, bei denen der Baukasten gewinnt.
Ein Baukasten passt, wenn das Budget sehr knapp ist, du Zeit und Freude am Selbermachen hast und die Website eher Visitenkarte als Vertriebskanal ist. Ein Webdesigner lohnt sich, wenn die Website Anfragen bringen, bei Google gefunden werden und langfristig dir gehören soll. Viele starten mit dem Baukasten und wechseln, wenn das Geschäft wächst.
Was ein Baukasten ist.
Website-Baukästen sind Online-Dienste, bei denen du eine Vorlage wählst und Texte, Bilder und Bereiche per Drag-and-drop anpasst. Hosting, Sicherheit und Updates übernimmt der Anbieter. Bezahlt wird ein monatliches oder jährliches Abo. Bekannte Anbieter sind Wix, Jimdo, Squarespace, IONOS oder Webflow — letzteres eher für Designer gedacht.
Ein Webdesigner baut dagegen eine Website nach deinen Anforderungen, meist mit einem offenen System wie WordPress, das auf einem Hosting deiner Wahl läuft.
Wo der Baukasten gewinnt.
- Startkosten: Keine Investition vorab, nur das Abo.
- Tempo: Eine einfache Seite kann an einem Wochenende online sein.
- Technik: Kein Kümmern um Updates, Hosting oder Sicherheit.
- Selbstständigkeit: Du änderst alles sofort selbst.
- Ideal zum Testen: Für eine Geschäftsidee, die sich erst bewähren muss.
Das sind echte Vorteile. Wer eine Visitenkarte im Netz braucht und Freude an der Gestaltung hat, macht mit einem Baukasten nichts falsch.
Wo der Baukasten an Grenzen stößt.
- Abhängigkeit: Die Website existiert nur, solange du zahlst. Ein Umzug zu einem anderen Anbieter ist in der Regel nur durch Neuaufbau möglich.
- Vorlagen-Look: Tausende Websites nutzen dieselben Vorlagen. Eigenständigkeit kostet viel Arbeit.
- SEO-Tiefe: Grundlagen sind möglich. Feinsteuerung von Struktur, Ladezeit, strukturierten Daten oder vielen Leistungsseiten ist oft eingeschränkt oder mühsam.
- Ladezeit: Baukästen laden viel Code für Funktionen, die du nicht nutzt.
- Funktionen: Was der Anbieter nicht vorsieht, geht nicht oder nur mit Umwegen.
- Datenschutz: Server und eingebundene Dienste liegen beim Anbieter, teilweise außerhalb der EU. Das muss in der Datenschutzerklärung stehen.
- Planung fehlt: Das Werkzeug ersetzt nicht die Frage, welche Seiten, Texte und Suchbegriffe du brauchst.
Der Vergleich.
| Baukasten | Webdesigner mit WordPress | |
|---|---|---|
| Startkosten | Keine | Einmalig ab ~1.500 € |
| Laufende Kosten | Abo, dauerhaft | Hosting und Domain, optional Wartung |
| Eigentum | Beim Anbieter gebunden | Website und Daten gehören dir |
| Design | Vorlagenbasiert | Individuell |
| SEO | Grundlagen | Volle Kontrolle |
| Funktionen | Was der Anbieter bietet | Nahezu beliebig erweiterbar |
| Technik | Übernimmt der Anbieter | Updates nötig, selbst oder per Wartung |
| Dein Zeitaufwand | Hoch | Gering bis mittel |
| Beratung | Keine | Inklusive |
Kosten über fünf Jahre.
Der Baukasten wirkt günstiger, weil er keine Startkosten hat. Rechne aber immer über mehrere Jahre. Ein vereinfachtes Beispiel mit angenommenen Werten:
| Baukasten | Webdesigner | |
|---|---|---|
| Start | 0 € | z. B. 4.000 € für eine Unternehmenswebsite |
| Pro Monat | z. B. 25 € Business-Tarif | z. B. 15 € Hosting und Domain |
| Nach 5 Jahren | ca. 1.500 € — plus deine Arbeitszeit | ca. 4.900 € |
Rein rechnerisch bleibt der Baukasten günstiger. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht der Preis, sondern der Unterschied im Ergebnis: Bringt die professionelle Website pro Jahr ein oder zwei zusätzliche Aufträge, ist die Differenz schnell ausgeglichen. Bringt sie das nicht, war der Baukasten die richtige Wahl. Preise im Detail: Website-Kosten.
Der unterschätzte Posten: deine Zeit.
Eine gute Website mit einem Baukasten zu bauen, dauert nicht eine Stunde, sondern eher Tage: Struktur überlegen, Texte schreiben, Bilder aussuchen und zuschneiden, mobile Ansicht prüfen, Rechtstexte einbinden, bei Google anmelden. Bewerte diese Stunden mit deinem Stundensatz — und frag dich, ob du sie lieber in dein Geschäft steckst.
Später wechseln.
Viele beginnen mit einem Baukasten und wechseln, wenn die Website wichtiger wird. Das ist ein vernünftiger Weg. Beim Wechsel sollte beachtet werden:
- Inhalte lassen sich meist nicht automatisch übernehmen — Texte und Bilder vorher sichern.
- Die Domain sollte von Anfang an auf dich registriert sein, damit sie mitgenommen werden kann.
- Bestehende Seiten, die bei Google ranken, müssen per Weiterleitung auf die neuen Adressen zeigen — sonst gehen Rankings verloren. Mehr: Website-Relaunch.
Entscheidungshilfe.
Nimm einen Baukasten, wenn …
- das Budget für eine Investition gerade nicht da ist,
- die Website vor allem eine Visitenkarte ist und kaum Anfragen bringen muss,
- du Zeit und Freude am Selbermachen hast,
- du eine Idee testen willst.
Nimm einen Webdesigner, wenn …
- deine Website neue Kunden bringen soll,
- du bei Google für mehrere Leistungen und Orte gefunden werden willst,
- du dich von Wettbewerbern sichtbar abheben willst,
- die Website dir gehören und langfristig wachsen soll,
- deine Zeit im Kerngeschäft mehr wert ist.
Eine dritte Option: Website mit KI erstellen — was damit heute geht und was nicht.
Echte Projekte — live ansehen.
Eine Auswahl aus meinen Website-Projekten, umgesetzt mit WordPress.

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Professioneller Auftritt für einen Bodenleger — Vorher-Nachher-Slider und regionale SEO.
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Potassco Solutions
Klare Website für ein KI-Unternehmen, die komplexe Technologie verständlich macht.
Website ansehen ↗FAQ — Webdesigner oder Baukasten?.
Ist ein Website-Baukasten wie Wix oder Jimdo gut genug?
Für eine einfache Visitenkarte, ein Hobbyprojekt oder das Testen einer Geschäftsidee oft ja. Grenzen zeigen sich bei individueller Gestaltung, tiefergehender Suchmaschinenoptimierung, Ladezeit, besonderen Funktionen und der Abhängigkeit vom Anbieter.
Was ist günstiger: Baukasten oder Webdesigner?
Rein rechnerisch ist ein Baukasten über mehrere Jahre meist günstiger, weil keine Startkosten anfallen. Nicht eingerechnet sind dabei die eigene Arbeitszeit und der Unterschied im Ergebnis. Bringt eine professionelle Website zusätzliche Aufträge, gleicht sich die Differenz schnell aus.
Kann man mit einem Baukasten bei Google ranken?
Grundsätzlich ja, die SEO-Grundlagen sind bei gängigen Baukästen möglich. Bei Feinsteuerung von Seitenstruktur, Ladezeit, strukturierten Daten und vielen Leistungsseiten sind offene Systeme wie WordPress flexibler.
Gehört mir eine Baukasten-Website?
Die Inhalte gehören dir, die Website selbst läuft aber nur beim Anbieter und nur, solange das Abo besteht. Ein Umzug zu einem anderen System bedeutet in der Regel einen Neuaufbau. Die Domain sollte deshalb immer auf den eigenen Namen registriert sein.
Kann ich später vom Baukasten zu WordPress wechseln?
Ja. Inhalte müssen meist manuell übernommen werden, die Domain lässt sich mitnehmen, wenn sie auf den eigenen Namen läuft, und bestehende Seiten, die bei Google ranken, sollten per Weiterleitung auf die neuen Adressen zeigen, damit Rankings erhalten bleiben.
Wie viel Zeit kostet eine Website mit Baukasten?
Für eine gute Unternehmenswebsite eher mehrere Tage als eine Stunde: Struktur planen, Texte schreiben, Bilder auswählen, mobile Ansicht prüfen, Rechtstexte einbinden und bei Google anmelden. Diese Zeit sollte man mit dem eigenen Stundensatz bewerten.
Das bin ich – rechts im BildErzähl mir von deiner neuen Website.
Beschreib kurz, was du vorhast — du bekommst eine ehrliche Einschätzung zu Umfang, Zeit und Kosten.
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