Manuel Killert
Ratgeber · Software · Entscheidung

Eigene Software oder Standard — was sich wirklich lohnt.

Als Entwickler verdiene ich an Individualsoftware. Trotzdem rate ich öfter davon ab, als ich sie empfehle. Ein gutes Standardprodukt ist fast immer günstiger, schneller verfügbar und besser gepflegt. Es gibt aber Fälle, in denen eigene Software die klar bessere Wahl ist.

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Kurz gesagt

Ein Standardprodukt lohnt sich, wenn es die Anforderungen zum größten Teil erfüllt und du deine Abläufe leicht anpassen kannst. Eigene Software lohnt sich, wenn deine Abläufe ein echter Wettbewerbsvorteil sind, kein Produkt passt, oder Anpassungen am Standardprodukt so groß würden, dass es nicht mehr aktualisierbar ist. Häufig ist eine Mischform am besten: Standard für das Übliche, eigener Code für das Besondere.

Sofort-Hilfe

Website down oder gehackt? Schreib mir per WhatsApp oder E-Mail mit Domain und kurzer Beschreibung — ich melde mich in der Regel innerhalb weniger Stunden, auch am Wochenende, wenn es brennt. Zugangsdaten bitte nie in der ersten Nachricht, sondern erst nach Absprache über einen sicheren Weg.

Die eigentliche Frage.

Die Frage ist nicht „Was kann die Software?“, sondern: Sind meine Abläufe so besonders, dass sie eine eigene Software rechtfertigen — oder sind sie üblich, und ich sollte mich einem bewährten Produkt anpassen?

Viele Abläufe fühlen sich besonders an, weil sie über Jahre gewachsen sind. Bei genauerem Hinsehen sind sie oft Gewohnheit, nicht Notwendigkeit. Ein Standardprodukt zwingt dann zu einer Vereinfachung, die sich als Gewinn herausstellt.

Was für Standard spricht.

  • Sofort verfügbar.
  • Gepflegt vom Hersteller — Updates, Sicherheit, neue Funktionen.
  • Erprobte Abläufe, oft mit Erfahrung vieler Kunden.
  • Planbare Kosten, meist als Abo oder Lizenz.
  • Dokumentation, Schulung, Unterstützung.

Was für Eigenes spricht.

  • Abläufe sind ein Wettbewerbsvorteil und sollen es bleiben.
  • Kein Produkt passt — nicht einmal annähernd.
  • Mehrere Produkte müssten aufwendig verbunden werden.
  • Datenhoheit ist zwingend.
  • Lizenzkosten wachsen mit der Nutzerzahl über das Vertretbare hinaus.

Eine Faustregel.

Standardprodukt erfülltEmpfehlung
Fast allesStandard, Abläufe anpassen
Das meiste, Rest ist wichtigStandard plus eigene Erweiterung
Das meiste, Rest ist GewohnheitStandard, Gewohnheit ändern
Nur einen TeilEigene Software prüfen
Kaum etwasEigene Software

Die mittleren Zeilen sind die häufigsten — und dort entscheidet die ehrliche Frage, ob der fehlende Teil wirklich wichtig ist.

Die Anpassungsfalle.

Ein häufiger Weg in Schwierigkeiten: Ein Standardprodukt oder Plugin wird gewählt und dann so weit angepasst, dass es kaum noch dem Original entspricht. Jedes Update des Herstellers wird zum Risiko, weil es die Anpassungen überschreibt oder bricht.

Am Ende hat man die Nachteile beider Welten: die Grenzen des Standardprodukts und den Pflegeaufwand einer Eigenentwicklung. Wer merkt, dass ein Produkt massiv angepasst werden müsste, sollte ernsthaft über eine eigene Lösung oder ein anderes Produkt nachdenken (Plugin anpassen).

Mischformen.

Die häufigste gute Lösung: ein Standardprodukt für das Übliche, ergänzt um eigenen Code an definierten Stellen. Etwa ein Shopsystem mit einer eigenen Erweiterung für einen besonderen Konfigurator, oder eine Buchhaltung mit einer eigenen Schnittstelle zum Shop.

Wichtig ist, dass die Erweiterung über offizielle Schnittstellen arbeitet — nicht durch Eingriffe in den Code des Produkts. Dann bleiben Updates möglich (Eigene Schnittstelle, WooCommerce-Erweiterung).

Auch Automatisierung zwischen Standardprodukten ist eine Mischform: Statt eine eigene Software zu bauen, werden vorhandene Produkte verbunden (Prozessautomatisierung).

Kosten über die Laufzeit.

Standardprodukte kosten laufend Lizenzen, oft pro Benutzer. Eigene Software kostet einmalig in der Entwicklung und laufend in Pflege und Weiterentwicklung.

Ein Vergleich über fünf Jahre ist aussagekräftiger als der Blick auf den Einstieg. Dabei gehören bei eigener Software Updates, Sicherheit, Hosting und Weiterentwicklung in die Rechnung — nicht nur die erste Fassung (Updates).

Abhängigkeiten.

Bei Standardprodukten bist du vom Hersteller abhängig: Preise, Funktionen, Fortbestand. Bei eigener Software vom Entwickler — es sei denn, der Code ist sauber, dokumentiert und folgt verbreiteten Konventionen, sodass jeder andere Entwickler übernehmen kann.

Deshalb baue ich eigene Software auf verbreiteten Grundlagen wie Laravel, mit Code und Zugängen bei dir (Laravel).

So prüfst du.

  1. Abläufe aufschreiben, die die Software abbilden soll.
  2. Markieren, was wirklich besonders ist und was Gewohnheit.
  3. Drei Standardprodukte gegen die Liste prüfen, mit Testzugang.
  4. Lücken bewerten: Lassen sie sich über Erweiterungen oder Schnittstellen schließen?
  5. Kosten über fünf Jahre vergleichen.

Wenn du nicht weiterkommst.

Wenn du vor der Frage stehst, ob du eine eigene Software brauchst oder ein Standardprodukt reicht. Ich sehe mir den Code an, sage dir, wo die Risiken liegen, und setze um, was nötig ist. Die Übersicht findest du unter PHP und Laravel; wenn es eilt, hilft der Notfall-Support.

Fehleranalyse & Erste Hilfeab ~150 €

Ursache finden, Website wieder zum Laufen bringen, kurzer Bericht — meist am selben Tag.

Stundensatz~95 €

Für Anpassungen, Fehlerbehebung und Beratung nach Aufwand, abgerechnet in 15-Minuten-Schritten.

Wartungab ~49 €/Monat

Updates, Backups, Sicherheitscheck, Monitoring — Kleinigkeiten inklusive.

Orientierungswerte, keine Fixpreise — nach einem kurzen Gespräch bekommst du ein Festpreisangebot.

Wer hilft.

Ich bin Manuel Killert, Webentwickler aus Quakenbrück. PHP ist die Sprache, in der ich seit Jahren am meisten Code schreibe — in WordPress-Plugins, Shop-Erweiterungen, Schnittstellen und eigenständigen Anwendungen mit Laravel. Ich unterrichte Webentwicklung als Dozent und kenne PHP vom alten prozeduralen Skript bis zur modernen, typisierten Anwendung mit Tests.

Gerade bei bestehenden Anwendungen zählt das: Ich lese fremden Code schnell, erkenne, wo er gegen die Sprache arbeitet, und sehe, was sich mit vertretbarem Aufwand retten lässt. Viele PHP-Projekte, die als hoffnungslos gelten, sind es nicht — sie wurden nur lange nicht gepflegt.

Was du bekommst: eine ehrliche Einschätzung, ob sich modernisieren oder neu bauen lohnt, sauberen Code, den auch andere Entwickler verstehen, und eine Dokumentation — auch wenn die Antwort lautet, dass die Anwendung so bleiben kann.

Häufige Fragen

FAQ — Individuell oder Standard.

Wann lohnt sich eigene Software?

Wenn deine Abläufe ein echter Wettbewerbsvorteil sind, kein Produkt annähernd passt oder ein Standardprodukt so stark angepasst werden müsste, dass es nicht mehr aktualisierbar ist.

Wann ist ein Standardprodukt besser?

Wenn es die Anforderungen zum größten Teil erfüllt und die fehlenden Punkte eher Gewohnheit als Notwendigkeit sind.

Was ist die Anpassungsfalle?

Ein Standardprodukt wird so weit angepasst, dass jedes Update zum Risiko wird. Dann hat man die Nachteile beider Welten.

Gibt es Mischformen?

Ja, und sie sind oft die beste Lösung: Standardprodukt für das Übliche, eigene Erweiterung über offizielle Schnittstellen für das Besondere.

Wie vergleiche ich die Kosten?

Über fünf Jahre: Lizenzen beim Standardprodukt, Entwicklung plus Pflege, Updates und Hosting bei eigener Software.

Bin ich bei eigener Software vom Entwickler abhängig?

Nur wenn der Code unsauber und undokumentiert ist. Auf verbreiteten Grundlagen wie Laravel kann jeder andere Entwickler übernehmen.

Manuel Killert (rechts im Bild) mit einem FreundDas bin ich – rechts im Bild
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Erzähl mir, was deine Anwendung tun soll.

Schreib mir, um welche Anwendung es geht, auf welcher PHP- und Framework-Version sie läuft und was gerade das Problem ist. Wenn sie gerade nicht läuft, schreib das in die erste Zeile.

Antwort meist innerhalb von 24 Stunden · hallo@manuelkillert.de