WordPress 500 Internal Server Error — so findest du die Ursache.
„500 Internal Server Error“ ist die unhöflichste Fehlermeldung im Web: Der Server sagt nur, dass etwas schiefgegangen ist, aber nicht was. Die gute Nachricht: Bei WordPress sind es fast immer dieselben fünf Ursachen. Hier steht, wie du sie in der richtigen Reihenfolge prüfst.
Ein Fehler 500 bedeutet: Der Server konnte die Anfrage nicht verarbeiten. Bei WordPress sind die häufigsten Ursachen eine fehlerhafte .htaccess, ein PHP-Fehler in Plugin oder Theme, ein erschöpftes Speicherlimit, eine unpassende PHP-Version oder falsche Dateirechte. Der schnellste Weg zur Ursache ist das Fehlerprotokoll des Servers.
Was der Fehler bedeutet.
Statuscodes ab 500 heißen: Das Problem liegt beim Server, nicht beim Besucher. Die 500 ist die allgemeinste Variante. Der Webserver hat versucht, WordPress auszuführen, und ist dabei gescheitert — weil eine Konfigurationsdatei fehlerhaft ist, ein Skript abgestürzt ist oder eine Grenze erreicht wurde. Die eigentliche Ursache steht nicht auf dem Bildschirm, sondern im Fehlerprotokoll. Genau deshalb ist das Protokoll der erste Schritt.
500, weiße Seite oder kritischer Fehler?
| Anzeige | Was passiert | Ratgeber |
|---|---|---|
| „500 Internal Server Error“ | Server bricht ab, oft schon vor WordPress (z. B. .htaccess) | diese Seite |
| „Es gab einen kritischen Fehler auf dieser Website“ | WordPress fängt einen PHP-Fehler selbst ab | Kritischer Fehler |
| Komplett weiße Seite | PHP-Fehler, Anzeige unterdrückt | Weiße Seite |
| „Fehler beim Aufbau der Datenbankverbindung“ | Datenbank nicht erreichbar | Datenbankfehler |
| 503 Service Unavailable | Überlastung, Wartungsmodus | Wartungsmodus |
Schritt 1: das Fehlerprotokoll.
Jeder Hoster führt ein Fehlerprotokoll, meist im Kundenmenü unter „Logs“, „Fehlerprotokoll“ oder „Error-Log“, manchmal als Datei im Hauptverzeichnis. Suche die Einträge zur Uhrzeit des Fehlers. Typische Zeilen und ihre Bedeutung:
Invalid commandoderRewriteRule: bad flag— Fehler in der .htaccess.PHP Fatal error ... in /wp-content/plugins/NAME/— das Plugin NAME ist schuld.Allowed memory size of ... bytes exhausted— Speicherlimit erreicht.Call to undefined functionnach PHP-Umstellung — Code ist nicht kompatibel mit der PHP-Version.Permission denied— Dateirechte stimmen nicht.
Findest du kein Protokoll, schalte das WordPress-Protokoll ein. Es fängt allerdings nur Fehler ab, die innerhalb von WordPress entstehen, nicht die der .htaccess.
// Vor der Zeile /* That's all, stop editing! */ einfügen
define( 'WP_DEBUG', true );
define( 'WP_DEBUG_LOG', true ); // schreibt nach wp-content/debug.log
define( 'WP_DEBUG_DISPLAY', false ); // Besucher sehen keine Fehlermeldungen
@ini_set( 'display_errors', 0 );Nach der Fehlersuche WP_DEBUG wieder auf false setzen und debug.log löschen. Das Protokoll kann Pfade und Daten enthalten, die niemand sehen soll.
Schritt 2: .htaccess prüfen.
Die .htaccess im Hauptverzeichnis steuert Weiterleitungen und Permalinks. Ein Tippfehler, eine Regel eines Sicherheits- oder Cache-Plugins oder ein Befehl, den der Server nicht kennt, führt sofort zu einer 500 auf allen Seiten. Test: Per FTP die Datei in .htaccess-alt umbenennen und die Seite neu laden. Läuft sie wieder, lag es daran. Dann unter Einstellungen → Permalinks einmal „Speichern“ klicken, damit WordPress eine saubere Standard-Datei schreibt, und eigene Regeln einzeln wieder ergänzen. Die Standardfassung steht im Ratgeber zu 404 auf Unterseiten.
Schritt 3: Plugins und Theme.
Nennt das Protokoll ein Plugin, benenne per FTP genau dessen Ordner unter wp-content/plugins/ um. WordPress deaktiviert es dann automatisch. Ist unklar, welches Plugin es ist: den ganzen Ordner plugins umbenennen, prüfen, ob die Seite lädt, zurückbenennen und die Plugins im Backend einzeln aktivieren. Beim Theme genauso: Theme-Ordner umbenennen, WordPress fällt auf ein Standard-Theme zurück, sofern eines installiert ist. Die ausführliche Anleitung mit allen Schritten steht unter WordPress-Fehler beheben.
Schritt 4: Speicherlimit.
Braucht ein Skript mehr Arbeitsspeicher als erlaubt, bricht PHP ab. Bei aufwendigen Seiten, großen Shops, Page-Buildern und Importen passiert das häufiger. Die Meldung „Allowed memory size exhausted“ im Protokoll ist eindeutig. Wie du das Limit erhöhst und warum das allein oft nicht reicht: Speicherlimit erhöhen.
Schritt 5: PHP-Version.
Hat der Hoster die PHP-Version umgestellt oder hast du es selbst getan, können ältere Plugins und Themes mit Fehlern abbrechen. Test: im Kundenmenü des Hosters die vorherige Version wählen. Läuft die Seite wieder, ist das die Ursache. Das ist aber nur eine Übergangslösung, denn alte PHP-Versionen bekommen keine Sicherheitsupdates mehr. Wie der Umstieg sauber gelingt: PHP-Version aktualisieren.
Schritt 6: Dateirechte.
Nach einem Umzug oder einem Upload mit falschen Einstellungen stimmen manchmal die Rechte nicht. Üblich sind 755 für Ordner und 644 für Dateien, für die wp-config.php auch 640 oder 600. Rechte wie 777 sind nie eine Lösung, sondern ein Sicherheitsrisiko, und manche Server liefern bei zu offenen Rechten sogar selbst eine 500.
# Ordner auf 755, Dateien auf 644 setzen
find . -type d -exec chmod 755 {} \;
find . -type f -exec chmod 644 {} \;
# wp-config.php etwas strenger
chmod 640 wp-config.phpNur ausführen, wenn du SSH-Zugang hast und im richtigen Verzeichnis bist. Manche Hoster verlangen andere Werte. Im Zweifel beim Hoster nachfragen.
Wenn es am Server liegt.
Tritt der Fehler nur zeitweise auf, besonders bei vielen Besuchern, kann es eine Grenze beim Hoster sein: zu wenige PHP-Prozesse, eine Zeitbegrenzung oder eine Firewall-Regel, die bestimmte Anfragen abbricht. Schreib dem Support die genaue Uhrzeit und Adresse. Mit dieser Angabe findet er den Eintrag in seinen Protokollen. Häufen sich solche Fälle, ist das Hosting für die Website vermutlich zu klein. Hat der Hoster die Seite komplett abgeschaltet, steht meist ein Hinweis dabei: Website vom Hoster gesperrt.
Wenn du nicht weiterkommst.
Ein Fehler 500 mit leerem Protokoll oder einer Meldung, die du nicht zuordnen kannst, ist ein typischer Fall für den Entwickler. Ich finde die Ursache, behebe sie und erkläre dir, was passiert ist: WordPress-Hilfe, bei einem Totalausfall der Notfall-Support. Damit es gar nicht erst so weit kommt: WordPress-Wartung.
Wer hilft.
Ich bin Manuel Killert, WordPress-Entwickler aus Quakenbrück. Seit 2020 baue und betreue ich WordPress-Websites — für Handwerksbetriebe, Industrie, Gastronomie, Start-ups und Vereine —, entwickle eigene Plugins und unterrichte WordPress als Dozent an der KW Design Akademie. Das heißt: Ich kenne die typischen Fehler nicht nur aus Foren, sondern aus eigenen Projekten, und ich kann sie so erklären, dass du sie beim nächsten Mal selbst erkennst. Du erreichst mich direkt, ohne Ticketsystem.
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Was bedeutet 500 Internal Server Error bei WordPress?
Der Server konnte die Anfrage nicht verarbeiten. Die häufigsten Ursachen sind eine fehlerhafte .htaccess, ein PHP-Fehler in einem Plugin oder Theme, ein erschöpftes Speicherlimit, eine unpassende PHP-Version oder falsche Dateirechte.
Wo finde ich die Ursache für den Fehler 500?
Im Fehlerprotokoll des Servers, das die meisten Hoster im Kundenmenü unter Logs anbieten. Zusätzlich kann das WordPress-Protokoll mit WP_DEBUG_LOG aktiviert werden, das Fehler in die Datei wp-content/debug.log schreibt.
Wie teste ich, ob die .htaccess schuld ist?
Die Datei per FTP umbenennen und die Seite neu laden. Läuft sie wieder, lag es an der .htaccess. Danach unter Einstellungen, Permalinks einmal speichern, damit WordPress eine saubere Datei schreibt.
Kann ein Plugin einen Fehler 500 auslösen?
Ja. Wenn ein Plugin einen schweren PHP-Fehler verursacht, bricht der Server ab. Im Protokoll steht meist der Pfad des Plugins. Umbenennen des Plugin-Ordners per FTP deaktiviert es.
Hilft es, die Dateirechte auf 777 zu setzen?
Nein. 777 ist ein Sicherheitsrisiko, und manche Server liefern bei zu offenen Rechten sogar selbst einen Fehler 500. Üblich sind 755 für Ordner und 644 für Dateien.
Was, wenn der Fehler nur manchmal auftritt?
Dann liegt es oft an Grenzen des Hostings wie zu wenigen PHP-Prozessen oder Zeitbegrenzungen bei hoher Last. Der Hoster-Support kann das mit Uhrzeit und Adresse in seinen Protokollen nachvollziehen.
Das bin ich – rechts im BildErzähl mir, was nicht funktioniert.
Domain und eine kurze Beschreibung reichen — du bekommst eine ehrliche Einschätzung, was los ist und was die Behebung kostet.
Antwort meist innerhalb von 24 Stunden · hallo@manuelkillert.de