Manuel Killert
Ratgeber · Redaktion · KI

Inhalte mit KI erstellen — Werkzeug, kein Ersatz.

Man erkennt KI-Texte sofort: glatte Sätze ohne Aussage, drei Adjektive wo eines reicht, und am Ende ein Fazit, das nichts zusammenfasst. Das liegt nicht an der Technik, sondern daran, wie sie benutzt wird. Richtig eingesetzt spart KI im Redaktionsalltag echte Stunden.

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Kurz gesagt

KI ist stark bei Zuarbeit: Gliederungen, Rohfassungen, Umformulierungen, Meta-Beschreibungen, Zusammenfassungen, Ideen für Zwischenüberschriften. Sie ist schwach bei allem, was eigenes Wissen braucht — deine Projekte, deine Preise, deine Erfahrung. Der beste Arbeitsablauf ist deshalb: Mensch bestimmt Inhalt und Struktur, KI liefert Material, Mensch schreibt und prüft.

Wofür KI taugt.

  • Gliederung entwerfen: Zu einem Thema in Minuten eine Struktur, die man danach umbaut.
  • Rohfassung aus deinen Stichpunkten — du gibst den Inhalt, die KI die Form.
  • Umformulieren: Verständlicher, kürzer, in anderer Ansprache.
  • Meta-Beschreibungen und Titel in mehreren Varianten.
  • Zusammenfassungen langer Texte für Einleitungen oder Newsletter.
  • Fragen sammeln, die Leser zu einem Thema haben könnten.
  • Korrektur: Rechtschreibung, Grammatik, uneinheitliche Begriffe.

Wofür nicht.

Alles, was Substanz braucht. Ein Sprachmodell weiß nicht, wie dein letztes Projekt lief, was du für eine Leistung nimmst und warum du dich gegen eine bestimmte Lösung entschieden hast. Genau das ist aber der Teil, der einen Text wertvoll macht — und der Teil, den Leser und Suchmaschinen honorieren. Ebenfalls heikel: Zahlen, Rechtsangaben und Fristen. Modelle geben sie mit größter Überzeugung falsch wieder. Was nicht aus einer Quelle stammt, die du geprüft hast, kommt nicht in den Text.

Und ein Sonderfall: Inhalte in Masse erzeugen, um Seiten zu füllen. Das erzeugt Arbeit ohne Wirkung und schwächt die guten Seiten, weil sich die Website selbst Konkurrenz macht.

Ein Arbeitsablauf, der funktioniert.

  1. Thema und Suchabsicht klären: Wer sucht das, und was will diese Person wissen?
  2. Eigene Stichpunkte sammeln — fünf Minuten, ohne KI. Was weißt nur du?
  3. Gliederung mit KI entwerfen und selbst umsortieren.
  4. Abschnittsweise schreiben, nicht den ganzen Text auf einmal. Kurze Abschnitte werden deutlich besser.
  5. Eigenes Material einarbeiten: Beispiele, Zahlen, Erfahrungen.
  6. Selbst überarbeiten: Füllwörter raus, Sätze kürzen, konkret werden.
  7. Fakten prüfen, jede Zahl und jede Behauptung.
  8. Zum Schluss: Titel, Meta-Beschreibung, interne Links, Bilder mit Beschreibung (Alt-Texte).

Der entscheidende Schritt ist Nummer fünf. Fehlt er, entsteht genau der austauschbare Text, den man am Tonfall erkennt.

Bessere Anweisungen.

StattBesser
„Schreibe einen Text über Dachsanierung“Rolle, Zielgruppe, Länge, Tonfall und Stichpunkte mitgeben
Alles auf einmal verlangenAbschnitt für Abschnitt arbeiten
Keine Beispiele gebenZwei eigene Absätze als Stilvorlage mitschicken
Keine Verbote nennenAusdrücklich sagen, was nicht vorkommen soll
Erste Antwort übernehmenNachfassen: kürzer, konkreter, weniger Adjektive

Besonders wirksam ist die Stilvorlage: Zwei Absätze, die du selbst geschrieben hast, verändern den Ton einer Rohfassung mehr als jede Beschreibung. Sammle dir deshalb eine kleine Sammlung eigener Musterabsätze — sie ist auf Dauer mehr wert als jede Formulierungshilfe.

Was Google dazu sagt.

Google bewertet nicht, wie ein Text entstanden ist, sondern ob er Menschen hilft. Automatisch erzeugte Inhalte, die nur für Suchmaschinen gemacht sind, verstoßen gegen die Richtlinien — KI-gestützte Inhalte mit echtem Mehrwert nicht. In der Praxis heißt das: Ein Text mit eigenem Wissen, klarer Struktur und belegten Aussagen funktioniert, egal ob ein Modell beim Formulieren geholfen hat. Ein Text ohne Substanz funktioniert nicht, auch wenn ihn ein Mensch getippt hat. Was das für die Auffindbarkeit bedeutet, steht in Seite wird nicht bei Google gefunden.

Kennzeichnung und Recht.

  • Keine allgemeine Pflicht, einen redaktionellen Text als KI-gestützt zu kennzeichnen. Transparenzpflichten greifen dort, wo Menschen direkt mit einem KI-System interagieren — etwa im Chat.
  • Urheberrecht: Rein maschinell erzeugte Texte genießen keinen eigenen Schutz. Für eigene Inhalte ist der menschliche Anteil also auch rechtlich relevant.
  • Fremde Inhalte: Ein Modell kann Formulierungen aus Quellen übernehmen. Bei längeren Passagen lohnt eine Prüfung.
  • Bilder: Für KI-Bilder gelten eigene Regeln je nach Anbieter und Einsatzzweck — die Nutzungsbedingungen lesen.
  • Verantwortung: Für alles, was auf deiner Website steht, haftest du. Auch für den Satz, den die KI erfunden hat.

Qualität sichern.

Drei Fragen vor dem Veröffentlichen, die zuverlässig aussortieren: Steht in dem Text etwas, das nicht in zehn anderen Texten steht? Würde ich diesen Absatz einem Kunden am Telefon so sagen? Kann ich jede Zahl belegen? Dreimal Ja, dann kann der Text raus. Sinnvoll ist außerdem eine feste Regel im Team, wer freigibt — bei KI-gestützten Texten rutscht sonst leicht etwas durch, weil sie so fertig aussehen.

Typische Fehler.

  • Zu viel auf einmal: Ganze Beiträge in einem Rutsch werden flach.
  • Keine eigene Stimme: Ohne Stilvorlage klingt alles gleich.
  • Erfundene Belege: Studien und Zahlen, die es nicht gibt.
  • Keine internen Links, weil das Modell deine Website nicht kennt.
  • Immer dieselbe Struktur: Einleitung, fünf Punkte, Fazit — bei zwanzig Beiträgen fällt das auf.
  • Menge statt Klasse: Vier gute Seiten schlagen vierzig mittelmäßige.

Umsetzung in WordPress.

Für den Redaktionsalltag gibt es zwei Wege. Entweder du arbeitest außerhalb und fügst die fertigen Texte ein — unkompliziert und ohne Technik. Oder du baust die Funktionen dort ein, wo gearbeitet wird: ein Knopf in der Seitenleiste des Editors für Meta-Beschreibung und Zusammenfassung, Vorschläge für interne Links beim Speichern, Bildbeschreibungen in der Mediathek. Das spart bei jedem Beitrag Wege und ist der häufigste Anlass für ein eigenes Plugin (KI-Plugin entwickeln lassen).

Wie ich helfen kann.

Wenn du KI im Redaktionsalltag einsetzen willst, ohne dass die Texte beliebig werden, richte ich dir den Ablauf und die passenden Werkzeuge ein. Den Überblick über alle Themen gibt die Seite KI-Integration für Unternehmen, Preisrahmen stehen unter Kosten einer KI-Integration. Für Unternehmen im Raum Osnabrück: KI-Beratung Osnabrück.

Wer dahinter steht.

Ich bin Manuel Killert, Web- und KI-Entwickler aus Quakenbrück. Ich verbinde Sprachmodelle wie die von OpenAI und Anthropic mit Websites, WordPress, Shops und bestehender Software — über Schnittstellen, eigene Plugins und Automatisierungen mit Werkzeugen wie n8n. Für Unternehmen im Raum Osnabrück bin ich auch vor Ort erreichbar, alle anderen Projekte laufen remote. Ich sage dir ehrlich, wenn eine Aufgabe ohne KI besser gelöst ist.

Häufige Fragen

FAQ — Inhalte mit KI erstellen.

Erkennt Google KI-Texte und straft sie ab?

Google bewertet nicht, wie ein Text entstanden ist, sondern ob er Menschen hilft. Inhalte ohne Mehrwert, die nur für Suchmaschinen gemacht sind, verstoßen gegen die Richtlinien — KI-gestützte Texte mit echtem Nutzen nicht.

Muss ich KI-generierte Texte kennzeichnen?

Für redaktionelle Texte gibt es keine allgemeine Kennzeichnungspflicht. Transparenzpflichten greifen dort, wo Menschen direkt mit einem KI-System interagieren, etwa in einem Chat.

Warum klingen KI-Texte immer gleich?

Weil sie in einem Rutsch und ohne Stilvorlage entstehen. Abschnittsweise arbeiten und zwei selbst geschriebene Absätze als Muster mitgeben verändert den Ton deutlich.

Wofür sollte ich KI beim Schreiben nicht nutzen?

Für alles, was eigenes Wissen braucht: deine Projekte, Preise, Erfahrungen. Auch Zahlen, Rechtsangaben und Fristen gehören geprüft, weil Modelle sie überzeugend falsch wiedergeben.

Wie sieht ein guter Arbeitsablauf aus?

Thema und Suchabsicht klären, eigene Stichpunkte sammeln, Gliederung mit KI entwerfen, abschnittsweise schreiben, eigenes Material einarbeiten, selbst überarbeiten und alle Fakten prüfen.

Lohnt es sich, viele Seiten mit KI zu erzeugen?

Nein. Masse ohne Substanz wirkt nicht und schwächt die guten Seiten, weil sich die Website selbst Konkurrenz macht. Vier gute Seiten schlagen vierzig mittelmäßige.

Manuel Killert (rechts im Bild) mit einem FreundDas bin ich – rechts im Bild
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Erzähl mir, was die KI in deiner Website erledigen soll.

Beschreib kurz, welche Aufgabe dich in WordPress oder im Shop Zeit kostet — du bekommst eine ehrliche Einschätzung, ob KI hilft und was es kostet.

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