Manuel Killert
Ratgeber · Mehrsprachigkeit · KI

WordPress mit KI übersetzen — gut genug, wenn man weiß, wo die Grenze liegt.

Eine zweite Sprache war lange eine Budgetfrage: pro Seite ein Angebot, pro Änderung ein neues. Mit KI kostet die Rohübersetzung fast nichts. Die Frage ist nicht mehr, ob man übersetzt, sondern wo man einen Menschen drüberschauen lässt.

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Kurz gesagt

Für Standardinhalte ist maschinelle Übersetzung heute gut genug, wenn drei Dinge stimmen: ein Glossar für die eigenen Fachbegriffe, eine festgelegte Ansprache und ein menschlicher Blick auf die Seiten, an denen Geld oder Recht hängen. Technisch bleibt es beim gewohnten Aufbau: Ein Übersetzungs-Plugin verwaltet die Sprachversionen, die KI liefert die Rohfassung.

Wie gut ist es wirklich.

Für die gängigen europäischen Sprachpaare liefern aktuelle Modelle Texte, die flüssig und in der Sache richtig sind. Der Unterschied zu einer professionellen Übersetzung liegt weniger in der Korrektheit als im Ton: Marketingtexte werden blass, Wortspiele gehen verloren, und Fachbegriffe werden mal so, mal anders übersetzt, wenn man es nicht vorgibt. Dazu kommt ein typischer Fehler, der auffällt: Höflichkeitsform und Ansprache schwanken innerhalb einer Website, wenn sie nicht festgelegt sind.

Gegenüber älteren maschinellen Übersetzungen ist ein großer Vorteil, dass sich Kontext mitgeben lässt — etwa dass es sich um einen Onlineshop für Metallbau handelt und die Leser Handwerker sind. Das verändert Wortwahl und Fachlichkeit deutlich.

Welche Inhalte wie behandeln.

InhaltVorgehen
Ratgeber, Blog, FAQMaschinell, Stichprobe genügt
ProduktbeschreibungenMaschinell mit Glossar
Leistungs- und StartseiteMaschinell, danach von einem Muttersprachler überarbeiten
Werbetexte, SlogansNeu schreiben statt übersetzen
RechtstexteVom Fachanbieter, nicht maschinell
Formulare und FehlermeldungenMaschinell, aber unbedingt testen
Navigation und KnöpfeKurz, prüfen — Platzprobleme im Layout

Die wirtschaftlich sinnvollste Aufteilung: alles maschinell übersetzen, aber die zehn wichtigsten Seiten von einem Muttersprachler überarbeiten lassen. Das kostet einen Bruchteil einer Vollübersetzung und deckt die Seiten ab, auf denen Entscheidungen fallen.

Glossar und Ansprache.

Zwei Vorgaben machen den Unterschied zwischen brauchbar und peinlich. Das Glossar legt fest, wie deine Fachbegriffe, Produktnamen und Markenbezeichnungen in der Zielsprache heißen — und welche gar nicht übersetzt werden. Ohne das heißt dasselbe Bauteil auf drei Seiten unterschiedlich. Die Ansprache legt fest, ob geduzt oder gesiezt wird und wie förmlich der Ton ist; im Englischen entfällt das, im Französischen, Spanischen oder Niederländischen ist es entscheidend.

Beides wird einmal festgelegt und bei jeder Übersetzung mitgegeben. Der Aufwand dafür sind ein paar Stunden, die Wirkung hält über hunderte Seiten.

Zusammenspiel mit dem Plugin.

Die KI ersetzt nicht das Übersetzungs-Plugin, sondern arbeitet damit. Das Plugin verwaltet weiterhin die Sprachversionen, die Verknüpfung zwischen ihnen, den Sprachumschalter und die Adressstruktur. Die KI füllt die Zielsprache mit Inhalt. Viele gängige Plugins bringen inzwischen eine eigene Anbindung mit; alternativ läuft die Übersetzung über eine eigene Anbindung, was bei großen Beständen günstiger sein kann. Grundlagen und Auswahl des Plugins stehen in WordPress mehrsprachig machen.

SEO-Fallen.

  • Sprachauszeichnung fehlt: Ohne die Angabe, welche Seite zu welcher Sprachversion gehört, konkurrieren die Fassungen miteinander.
  • Adressen nicht übersetzt: Eine englische Seite unter einer deutschen Adresse wirkt unsauber.
  • Titel und Beschreibung vergessen: Sie werden oft nicht mitübersetzt und bleiben deutsch.
  • Automatische Weiterleitung nach Standort: Sperrt Besucher aus und behindert die Indexierung.
  • Unvollständige Übersetzung: Halb übersetzte Seiten sind schlechter als gar keine zweite Sprache.
  • Wörtlich übersetzte Suchbegriffe: Wonach in der Zielsprache gesucht wird, ist oft ein anderer Begriff als die direkte Übersetzung.

Der letzte Punkt ist der teuerste: Eine perfekt übersetzte Seite, die den falschen Begriff verwendet, wird nicht gefunden. Für die wichtigsten Seiten lohnt deshalb eine kurze Recherche in der Zielsprache, bevor übersetzt wird.

Pflege bei Änderungen.

Der eigentliche Aufwand kommt nach dem Start. Änderst du einen deutschen Text, muss die Übersetzung nachziehen — sonst driften die Sprachversionen auseinander, und irgendwann steht in der englischen Fassung ein Preis von vorletztem Jahr. Sinnvoll ist ein Ablauf, der bei jeder Änderung die betroffene Übersetzung als veraltet markiert und neu erzeugt, mit Freigabe durch einen Menschen. Ohne diesen Mechanismus verfallen mehrsprachige Websites erfahrungsgemäß innerhalb eines Jahres.

Im Shop.

Bei WooCommerce kommt einiges dazu: Produktnamen, Beschreibungen, Attribute, Kategorien, Versandarten, E-Mail-Vorlagen und die Texte im Bestellablauf. Gerade die Kasse wird oft vergessen und bleibt halb deutsch — was Käufe kostet. Prüfe nach der Übersetzung unbedingt einen kompletten Testkauf in der Zielsprache, inklusive der Bestätigungsmails (Shop-Mails). Produkttexte lassen sich direkt mehrsprachig erzeugen statt übersetzen (Produktbeschreibungen mit KI).

Rechtstexte.

Impressum, Datenschutzerklärung, Widerrufsbelehrung und AGB gehören nicht maschinell übersetzt. Sie sind nicht nur Sprache, sondern hängen an der Rechtsordnung des Zielmarkts — eine wörtliche Übersetzung deutscher Texte kann schlicht falsch sein. Dafür gibt es Anbieter, die Rechtstexte für bestimmte Märkte mit Aktualisierung liefern. Das ist eine der wenigen Stellen, an denen Sparen teuer wird.

Kosten.

Prototypab ~2.500 €

Ein abgegrenzter Anwendungsfall mit echten Daten, um zu prüfen, ob die KI die Aufgabe zuverlässig löst.

Produktive Integration~6.000–15.000 €

Eingebunden in Website oder Software, mit Rechten, Protokollierung, Fehlerbehandlung und Oberfläche.

Tiefe Integrationab ~15.000 €

Anbindung an mehrere Systeme wie ERP, CRM oder Warenwirtschaft, Agenten mit mehreren Schritten.

Orientierungswerte, keine Fixpreise. Dazu kommen laufende Kosten für die Nutzung der KI-Modelle, die nach Verbrauch abgerechnet werden. Nach einem kurzen Gespräch bekommst du ein Festpreisangebot.

Die reinen Übersetzungskosten sind gering und richten sich nach Textmenge — für eine Firmenwebsite mit fünfzig Seiten meist ein einstelliger Betrag je Sprache. Der Aufwand steckt im Aufsetzen: Glossar, Ansprache, Anbindung an das Plugin, Prüfung der wichtigsten Seiten und der Ablauf für Änderungen.

Wie ich helfen kann.

Wenn du eine zweite Sprache willst, ohne dass sie nach einem Jahr veraltet ist, richte ich den Ablauf so ein, dass Änderungen automatisch nachziehen. Den Überblick über alle Themen gibt die Seite KI-Integration für Unternehmen, Preisrahmen stehen unter Kosten einer KI-Integration. Für Unternehmen im Raum Osnabrück: KI-Beratung Osnabrück.

Wer dahinter steht.

Ich bin Manuel Killert, Web- und KI-Entwickler aus Quakenbrück. Ich verbinde Sprachmodelle wie die von OpenAI und Anthropic mit Websites, WordPress, Shops und bestehender Software — über Schnittstellen, eigene Plugins und Automatisierungen mit Werkzeugen wie n8n. Für Unternehmen im Raum Osnabrück bin ich auch vor Ort erreichbar, alle anderen Projekte laufen remote. Ich sage dir ehrlich, wenn eine Aufgabe ohne KI besser gelöst ist.

Häufige Fragen

FAQ — KI-Übersetzung in WordPress.

Ist KI-Übersetzung für eine Firmenwebsite gut genug?

Für Standardinhalte ja, wenn ein Glossar für Fachbegriffe, eine festgelegte Ansprache und ein menschlicher Blick auf die wichtigsten Seiten dazukommen. Werbetexte und Slogans schreibt man besser neu.

Brauche ich trotzdem ein Übersetzungs-Plugin?

Ja. Das Plugin verwaltet Sprachversionen, Verknüpfungen, Umschalter und Adressstruktur, die KI liefert nur den Inhalt der Zielsprache.

Wozu ein Glossar?

Damit Fachbegriffe, Produktnamen und Markenbezeichnungen überall gleich übersetzt werden — oder bewusst unübersetzt bleiben. Ohne Glossar heißt dasselbe Bauteil auf drei Seiten unterschiedlich.

Dürfen Rechtstexte maschinell übersetzt werden?

Nein. Impressum, Datenschutzerklärung, Widerruf und AGB hängen an der Rechtsordnung des Zielmarkts. Eine wörtliche Übersetzung kann inhaltlich falsch sein.

Was ist die größte SEO-Falle bei übersetzten Seiten?

Wörtlich übersetzte Suchbegriffe. Wonach in der Zielsprache tatsächlich gesucht wird, ist oft ein anderer Begriff. Eine perfekt übersetzte Seite mit dem falschen Begriff wird nicht gefunden.

Wie halte ich die Übersetzungen aktuell?

Über einen Ablauf, der bei jeder Änderung am Ausgangstext die betroffene Übersetzung als veraltet markiert und neu erzeugt. Ohne diesen Mechanismus driften die Sprachversionen binnen eines Jahres auseinander.

Manuel Killert (rechts im Bild) mit einem FreundDas bin ich – rechts im Bild
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Beschreib kurz, welche Aufgabe dich in WordPress oder im Shop Zeit kostet — du bekommst eine ehrliche Einschätzung, ob KI hilft und was es kostet.

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