Von Elementor zu Gutenberg wechseln — leichter, schneller, ohne Inhalte zu verlieren.
Die Seite ist langsam, jede Änderung dauert, Updates brechen Layouts, und die Lizenzen laufen jedes Jahr weiter? Viele wechseln vom Page-Builder zum Block-Editor. Das ist ein echtes Projekt — aber ein planbares, wenn man weiß, was mit den Inhalten passiert und was nicht.
Elementor-Inhalte werden nicht automatisch zu Blöcken — Texte und Bilder bleiben erhalten, Layouts müssen im Block-Editor neu aufgebaut werden. Deshalb ist der Wechsel ein Relaunch light: erst Block-Vorlagen für die wiederkehrenden Seitentypen bauen, dann Seite für Seite übertragen, dabei Adressen behalten. Lohnt sich bei Performance-Problemen, hohen Lizenzkosten oder wenn Redakteure ohnehin nur Texte pflegen.
Wann sich der Wechsel lohnt.
- Performance: Der Builder lädt auf jeder Seite hunderte KB CSS und JavaScript; der Block-Editor liefert schlankes HTML.
- Lizenzen: Elementor Pro plus Add-ons kosten jährlich — der Block-Editor ist Teil von WordPress.
- Stabilität: Weniger Abhängigkeiten, weniger Update-Brüche.
- Zukunft: WordPress entwickelt Block-Editor und Website-Editor weiter; Block-Themes und Vorlagen sind der Standardweg.
- Redaktion: Wenn Mitarbeiter ohnehin nur Texte und Bilder tauschen, ist der Block-Editor einfacher als ein Builder mit hundert Optionen.
Wann nicht.
Wenn das Team täglich frei gestaltete Landingpages baut und den visuellen Builder schätzt, wenn die Seite gut läuft und die Lizenz nicht stört, oder wenn das Budget für den Neuaufbau fehlt. Ein Page-Builder ist kein Fehler — er ist ein Werkzeug mit Preis. Oft lassen sich Performance-Probleme auch innerhalb von Elementor deutlich mildern (Elementor-Ratgeber).
Was mit den Inhalten passiert.
| Inhalt | Nach Deaktivierung von Elementor | Beim Wechsel |
|---|---|---|
| Texte und Bilder | Bleiben als Rohtext ohne Layout erhalten | In Blöcke übertragen |
| Layouts, Spalten, Abstände | Weg | Mit Block-Vorlagen neu aufbauen |
| Header, Footer aus Theme-Builder | Weg — Theme-Standard greift | Im Website-Editor oder Theme neu |
| Formulare (Elementor Forms) | Weg | Formular-Plugin oder Block-Formular |
| Pop-ups | Weg | Eigenes Plugin oder verzichten |
| Globale Farben und Schriften | Weg | Theme-Einstellungen / theme.json |
| Beiträge (Blog) | Meist unberührt, wenn im Standard-Editor geschrieben | — |
| SEO-Daten, Adressen | Bleiben | Beibehalten |
Vorgehen Schritt für Schritt.
- Bestandsaufnahme: Welche Seiten gibt es, welche Seitentypen wiederholen sich (Leistungsseite, Referenz, Landingpage), welche Elementor-Funktionen werden genutzt?
- Theme entscheiden: Block-Theme mit Website-Editor oder klassisches Theme mit Block-Editor. Oft ist ein schlankes Block-Theme mit eigenen Farben und Schriften die beste Basis.
- Design-System: Farben, Schriften, Abstände, Buttons einmal definieren (theme.json) — damit alle Seiten einheitlich werden.
- Block-Vorlagen bauen: Für jeden Seitentyp eine Vorlage aus Blöcken und Block-Mustern. Das ist der Kern der Arbeit — danach geht das Übertragen schnell.
- Staging: Alles auf einer Kopie, Elementor bleibt dort zunächst aktiv als Referenz.
- Seite für Seite übertragen: Texte und Bilder in die neue Vorlage, Adresse beibehalten, SEO-Titel prüfen.
- Sonderfälle lösen (nächster Abschnitt).
- Abnahme, Livegang, Elementor deinstallieren — und Datenbankreste bereinigen.
Formulare, Pop-ups, Vorlagen, Theme-Builder.
- Formulare: Elementor Forms auf ein Formular-Plugin umziehen; Empfänger, Bestätigungen, Spamschutz und Einträge prüfen.
- Header und Footer: Im Website-Editor als Template-Parts oder im klassischen Theme neu aufbauen.
- Pop-ups und Slider: Prüfen, ob sie überhaupt gebraucht werden — oft nicht. Sonst leichtgewichtige Plugins.
- Dynamische Inhalte (Referenzen, Team aus Custom Post Types): Query-Loop-Block oder eigene Blöcke (Custom Post Types).
- Animationen: Sparsam neu, per CSS oder kleinem Skript.
- Elementor-spezifische Shortcodes und Widgets von Add-ons: jeweils Ersatz suchen oder streichen.
SEO und Adressen sichern.
Wenn URLs, Titel, Beschreibungen und Überschriftenstruktur gleich bleiben, verändert der Wechsel die Rankings kaum — meist verbessert die bessere Ladezeit sie sogar. Trotzdem: Vorher alle URLs erfassen, nachher prüfen, Weiterleitungen für alles, was sich doch ändert, Sitemap neu einreichen. Ablauf wie beim Relaunch.
Aufwand und Kosten.
Der Aufwand hängt von der Zahl der Seitentypen, nicht der Seiten ab: Fünf Vorlagen für 40 Seiten sind schneller als 15 individuell gebaute Seiten. Für eine typische Unternehmenswebsite mit 10–20 Seiten liegt ein Wechsel meist im Bereich 2.000 bis 5.000 Euro — inklusive Design-System, Vorlagen, Übertragung, Formular-Umzug und Test. Umfangreiche Seiten mit Theme-Builder, Shop und vielen Landingpages entsprechend mehr. Orientierung: Website-Kosten.
Andere Page-Builder.
Für WPBakery, Divi, Beaver Builder oder Oxygen gilt dasselbe Prinzip — mit einem Unterschied: WPBakery und Divi hinterlassen bei Deaktivierung Shortcode-Salat im Text, der bereinigt werden muss; Oxygen speichert Layouts komplett getrennt vom Inhalt. In jedem Fall gilt: Inhalte sichern, Vorlagen bauen, übertragen. Wenn du den Wechsel begleiten lassen willst — von der Einschätzung bis zum Livegang: WordPress-Hilfe oder als Projekt über WordPress-Website erstellen lassen.
Wer hilft.
Ich bin Manuel Killert, WordPress-Entwickler aus Quakenbrück. Seit 2020 baue und betreue ich WordPress-Websites — für Handwerksbetriebe, Industrie, Gastronomie, Start-ups und Vereine —, entwickle eigene Plugins und unterrichte WordPress als Dozent an der KW Design Akademie. Das heißt: Ich kenne die typischen Fehler nicht nur aus Foren, sondern aus eigenen Projekten, und ich kann sie so erklären, dass du sie beim nächsten Mal selbst erkennst. Du erreichst mich direkt, ohne Ticketsystem.
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WordPress-Websites, die ich gebaut habe oder laufend betreue.

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Website ansehen ↗FAQ — Von Elementor zu Gutenberg wechseln.
Kann ich Elementor-Seiten automatisch in Gutenberg umwandeln?
Nein. Texte und Bilder bleiben beim Deaktivieren von Elementor als Rohtext erhalten, Layouts, Spalten, Header, Footer, Formulare und Pop-ups gehen verloren. Die Seiten werden im Block-Editor mit vorbereiteten Vorlagen neu aufgebaut.
Wann lohnt sich der Wechsel von Elementor zu Gutenberg?
Bei Performance-Problemen durch den Builder, bei jährlichen Lizenzkosten, bei häufigen Update-Brüchen, wenn Redakteure ohnehin nur Texte pflegen und für eine zukunftssichere Basis mit Block-Themes und Website-Editor. Nicht, wenn das Team den visuellen Builder täglich braucht und die Seite gut läuft.
Verliere ich beim Page-Builder-Wechsel Rankings?
Nicht, wenn URLs, Titel, Beschreibungen und Überschriftenstruktur erhalten bleiben. Die bessere Ladezeit wirkt sich oft positiv aus. Vorher alle URLs erfassen, nachher prüfen und Weiterleitungen für Änderungen anlegen.
Was passiert mit Elementor-Formularen und Pop-ups?
Sie sind nach dem Wechsel nicht mehr vorhanden. Formulare werden auf ein Formular-Plugin oder Block-Formulare umgezogen, inklusive Empfänger, Bestätigungen und Spamschutz. Pop-ups werden oft gestrichen oder mit leichtgewichtigen Plugins ersetzt.
Was kostet der Wechsel von Elementor zu Gutenberg?
Für eine typische Unternehmenswebsite mit 10 bis 20 Seiten meist zwischen 2.000 und 5.000 Euro, inklusive Design-System, Block-Vorlagen, Übertragung, Formular-Umzug und Test. Umfangreiche Seiten mit Theme-Builder und Shop liegen darüber.
Gilt das auch für Divi, WPBakery oder Oxygen?
Ja, das Prinzip ist gleich: Inhalte sichern, Vorlagen bauen, Seite für Seite übertragen. WPBakery und Divi hinterlassen beim Deaktivieren Shortcodes im Text, die bereinigt werden müssen, Oxygen speichert Layouts getrennt vom Inhalt.
Das bin ich – rechts im BildErzähl mir von deiner neuen Website.
Beschreib kurz, was du vorhast — du bekommst eine ehrliche Einschätzung zu Umfang, Zeit und Kosten.
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