TYPO3-Agentur wechseln — auch ohne deren Mitwirkung.
Die Agentur meldet sich nicht mehr, reagiert nur noch auf Mahnungen oder hat TYPO3 aufgegeben. Du kommst an deine eigene Website nicht ran. Das ist unangenehm, aber lösbar — und du brauchst dafür weniger Kooperation, als du denkst.
Entscheidend sind vier Zugänge: Domain, Hosting, TYPO3-Backend und bei Composer-Installationen das Code-Repository. Wer Domain und Hosting kontrolliert, kontrolliert die Website — alles andere lässt sich daraus wiederherstellen. Fehlt der Backend-Zugang, ist das mit Serverzugriff lösbar. Fehlt der Serverzugriff, wird es aufwendig, aber nicht aussichtslos.
Website down oder gehackt? Schreib mir per WhatsApp oder E-Mail mit Domain und kurzer Beschreibung — ich melde mich in der Regel innerhalb weniger Stunden, auch am Wochenende, wenn es brennt. Zugangsdaten bitte nie in der ersten Nachricht, sondern erst nach Absprache über einen sicheren Weg.
Typische Anlässe.
- Keine Reaktion mehr auf Anfragen, oder erst nach Wochen.
- Die Agentur hat TYPO3 aufgegeben und setzt nur noch auf andere Systeme.
- Der zuständige Entwickler ist weg, niemand kennt das Projekt mehr.
- Preise ohne nachvollziehbare Leistung, besonders bei Wartungspauschalen.
- Die Agentur existiert nicht mehr.
- Das Upgrade steht an und es gibt kein Angebot, oder nur ein unverständliches.
In allen Fällen gilt: Je früher du handelst, desto einfacher. Eine Agentur, die gerade noch erreichbar ist, kann Zugänge herausgeben. Eine, die insolvent ist, nicht mehr.
Die vier Zugänge.
| Zugang | Warum er zählt | Wenn er fehlt |
|---|---|---|
| Domain | Wer die Domain hat, hat die Adresse | Über den Registrar, als Inhaber nachweisbar |
| Hosting | Dateien, Datenbank, Mail | Über den Hoster, wenn du Vertragspartner bist |
| TYPO3-Backend | Inhalte pflegen | Mit Serverzugriff neu anlegbar |
| Code-Repository | Bei Composer-Installationen die Quelle | Kann rekonstruiert werden, aber aufwendig |
Die wichtigste Frage lautet: Auf wen laufen die Verträge? Stehst du als Inhaber im Domain-Eintrag und als Vertragspartner beim Hoster, bist du in einer starken Position — dann brauchst du von der Agentur im Zweifel gar nichts. Laufen die Verträge auf die Agentur, wird es komplizierter, aber auch dann gibt es Wege.
Ohne Mitwirkung der alten Agentur.
- Domain prüfen: Eine öffentliche Abfrage zeigt, wer eingetragen ist. Bist du es, kannst du beim Registrar einen Wechsel einleiten.
- Hosting prüfen: Beim Hoster anfragen, auf wen der Vertrag läuft. Als Vertragspartner bekommst du Zugangsdaten zurückgesetzt.
- Mit Serverzugang lässt sich ein neuer Backend-Administrator anlegen — über die Kommandozeile oder das Install-Tool (Backend-Login).
- Vollständige Sicherung ziehen, Dateien und Datenbank. Das ist der wichtigste Schritt überhaupt.
- Umzug prüfen: Liegt die Website beim Hoster der Agentur, ist ein Wechsel oft der sauberste Schnitt.
Punkt vier zuerst, wenn irgendetwas unsicher ist: Eine Sicherung in deiner Hand verändert die Lage grundlegend. Danach kannst du in Ruhe entscheiden.
Eine geordnete Übergabe.
Wenn die Agentur kooperiert — und das ist der Normalfall —, läuft es anders und einfacher. Dann bittest du schriftlich um Übergabe und benennst konkret, was du brauchst: Zugangsdaten für Domain, Hosting, Backend und Repository, eine aktuelle Sicherung, Dokumentation zu Eigenentwicklungen, Lizenzen für kostenpflichtige Extensions und Themes sowie Kontakte zu Dritten wie Hoster oder Zahlungsdienstleister.
Setz eine Frist und biete an, dass der neue Dienstleister die technische Abwicklung übernimmt — das reduziert den Aufwand auf beiden Seiten und macht es für die alte Agentur leichter, zuzustimmen. Ein kurzes Übergabegespräch zwischen altem und neuem Dienstleister spart erfahrungsgemäß mehr Zeit, als es kostet.
Welche Unterlagen du brauchst.
- Zugangsdaten zu allen vier Zugängen.
- Aktuelle Sicherung von Dateien und Datenbank.
- Liste der Extensions, besonders der kostenpflichtigen mit Lizenzschlüsseln.
- Dokumentation zu Eigenentwicklungen — oder die ehrliche Auskunft, dass es keine gibt.
- Angaben zur Serverumgebung: PHP-Version, Datenbank, Besonderheiten.
- Wo liegen Backups, und wie weit reichen sie zurück?
- Laufende Verträge und Kündigungsfristen.
Der vorletzte Punkt wird oft vergessen und ist kritisch: Wenn die Backups beim alten Dienstleister liegen, sind sie nach dem Wechsel weg.
Rechtliche Punkte.
Drei Dinge, die regelmäßig für Streit sorgen und die du vorher klären solltest. Erstens die Nutzungsrechte an individuell entwickeltem Code und Design — was im Vertrag steht, entscheidet, ob du damit weiterarbeiten darfst. Zweitens Lizenzen: Kostenpflichtige Extensions und Themes sind oft auf die Agentur lizenziert und müssen umgeschrieben oder neu gekauft werden. Drittens die Auftragsverarbeitung: Verarbeitet die Agentur personenbezogene Daten, braucht es eine Vereinbarung — und beim Wechsel eine Regelung, was mit den Daten passiert.
Bei unklarer Vertragslage oder wenn es unschön wird, lohnt eine Stunde anwaltlicher Beratung, bevor eskaliert wird. Das ist günstiger als ein Streit über Zugangsdaten, der die Website wochenlang blockiert.
Bestandsaufnahme danach.
Nach dem Wechsel beginnt die eigentliche Arbeit: herausfinden, was man übernommen hat. Dazu gehören die TYPO3-Version und ihr Supportstatus, die Liste der Extensions mit ihrem Pflegezustand, die Frage nach Eigenentwicklungen und deren Dokumentation, der Zustand von Backups und geplanten Vorgängen sowie die Serverumgebung.
Dieser Schritt ist unspektakulär und entscheidend: Erst danach lässt sich sagen, was die Website laufend braucht und was ansteht. Häufig ist das erste Ergebnis, dass die Version keinen Support mehr hat — und dann steht diese Entscheidung als Erstes an (Version ohne Support, TYPO3-Fehler beheben).
Fallstricke.
- Kündigen, bevor die Zugänge da sind. Erst übernehmen, dann kündigen.
- Domain beim alten Dienstleister lassen — damit bleibt die Abhängigkeit bestehen.
- Keine eigene Sicherung, weil „die haben ja Backups“.
- Lizenzen übersehen, bis ein Theme die Updates verweigert.
- E-Mail vergessen: Liegt der Mailservice beim selben Anbieter, hängt er mit am Wechsel.
- Zu spät handeln, wenn eine Insolvenz im Raum steht.
Damit es nicht wieder passiert.
Drei Regeln, die jede künftige Übergabe einfach machen: Domain und Hosting laufen auf dich, nicht auf den Dienstleister. Du hast jederzeit eigenen Zugang zu Backend und Sicherungen. Und es gibt eine kurze Dokumentation, die aktuell gehalten wird — welche Extensions, welche Eigenentwicklungen, welche Besonderheiten.
Das ist kein Misstrauen, sondern Normalbetrieb. Ein guter Dienstleister hat damit kein Problem; wer sich dagegen sperrt, sagt damit etwas aus (TYPO3-Wartung).
Wenn du nicht weiterkommst.
Wenn du an deine eigene Website nicht mehr rankommst oder einen sauberen Schnitt brauchst, übernehme ich die Übergabe und die Bestandsaufnahme. Schreib mir mit Domain, TYPO3-Version und einer kurzen Beschreibung — du bekommst eine ehrliche Einschätzung, ob ich der Richtige bin. Den Überblick über alle Themen gibt TYPO3-Fehler beheben. Wenn sich am Ende herausstellt, dass ein Wechsel die bessere Lösung ist: TYPO3 zu WordPress.
Ursache finden, Website wieder zum Laufen bringen, kurzer Bericht — meist am selben Tag.
Für Anpassungen, Fehlerbehebung und Beratung nach Aufwand, abgerechnet in 15-Minuten-Schritten.
Updates, Backups, Sicherheitscheck, Monitoring — Kleinigkeiten inklusive.
Orientierungswerte, keine Fixpreise — nach einem kurzen Gespräch bekommst du ein Festpreisangebot.
Wer hilft.
Ich bin Manuel Killert, Web-Entwickler aus Quakenbrück. Mein Schwerpunkt liegt auf WordPress — an TYPO3-Installationen arbeite ich dort, wo es um Betrieb und Fehlersuche geht: Ausfälle, Serverthemen, Datenbank, Mailversand, Updates und die Frage, wie es mit einer alten Installation weitergehen soll. Das sind die Probleme, bei denen die Ursache meist nicht im System selbst liegt, sondern darunter. Geht es um tiefe Entwicklung in TYPO3 — eigene Extensions, komplexe Mehrsprachigkeit, große Redaktionssysteme —, sage ich dir das offen und empfehle jemanden, der genau das macht. Ehrlich beraten heißt für mich auch, eine Anfrage abzugeben.
FAQ — Agentur wechseln.
Welche Zugänge brauche ich beim Wechsel der TYPO3-Agentur?
Vier: Domain, Hosting, TYPO3-Backend und bei Composer-Installationen das Code-Repository. Wer Domain und Hosting kontrolliert, kontrolliert die Website.
Geht ein Wechsel auch ohne Mitwirkung der alten Agentur?
Ja, wenn du als Domain-Inhaber und Vertragspartner beim Hoster eingetragen bist. Mit Serverzugang lässt sich auch ein neuer Backend-Administrator anlegen.
Was ist der wichtigste erste Schritt?
Eine vollständige eigene Sicherung von Dateien und Datenbank. Sie verändert die Lage grundlegend — danach kannst du in Ruhe entscheiden.
Worauf muss ich bei Lizenzen achten?
Kostenpflichtige Extensions und Themes sind oft auf die Agentur lizenziert. Sie müssen umgeschrieben oder neu gekauft werden, sonst bleiben Updates aus.
Sollte ich erst kündigen oder erst übernehmen?
Erst übernehmen. Eine Kündigung vor der Übergabe der Zugänge bringt dich in eine schlechte Position, besonders wenn Domain oder Hosting beim Dienstleister liegen.
Wie verhindere ich, dass sich das wiederholt?
Domain und Hosting laufen auf dich, du hast jederzeit eigenen Zugang zu Backend und Sicherungen, und es gibt eine kurze, aktuell gehaltene Dokumentation.
Das bin ich – rechts im BildErzähl mir, was an deinem TYPO3 klemmt.
Beschreib kurz das Problem und nenn mir die TYPO3-Version — du bekommst eine ehrliche Einschätzung, woran es liegt und was es kostet.
Antwort meist innerhalb von 24 Stunden · hallo@manuelkillert.de