Manuel Killert
Ratgeber · TYPO3 · Versionen

Deine TYPO3-Version bekommt keine Updates mehr — und jetzt?

Eine Installation ohne Sicherheitsupdates ist kein Schönheitsfehler. Bekannt gewordene Lücken bleiben offen, und sie sind öffentlich dokumentiert. Die gute Nachricht: Es gibt vier Wege, und drei davon sind planbar.

Referenzen ansehen →Projekt anfragen
Der Stand im Oktober 2026

Der freie Support für TYPO3 v12 LTS endete am 30. April 2026. v13 LTS erhält Sicherheitsupdates bis Ende Dezember 2027. v14 LTS erschien am 21. April 2026 und wird mit Sicherheitsupdates bis Ende Juni 2029 versorgt, mit erweitertem Support darüber hinaus. Für v12 gibt es kostenpflichtigen erweiterten Support, der bis Ende April 2029 läuft.

Was „kein Support“ bedeutet.

Die Website läuft weiter — daran ändert sich nichts, und genau das verleitet zum Abwarten. Was wegfällt, sind Sicherheitsupdates: Werden Lücken im Kern oder in Systemextensions gefunden, werden sie für diese Version nicht mehr geschlossen. Gleichzeitig werden solche Lücken veröffentlicht, damit Betreiber unterstützter Versionen reagieren können. Für dich bedeutet das: Die Schwachstelle ist bekannt, dokumentiert und bleibt offen.

Dazu kommt Praktisches: Neue Extensions werden für alte Versionen nicht mehr gebaut, neuere PHP-Versionen werden nicht mehr unterstützt — und wenn der Hoster umstellt, steht die Website. Das ist der häufigste Weg, auf dem ein aufgeschobenes Update plötzlich zum Notfall wird (TYPO3-Update-Fehler).

Welche Version läuft bei dir.

Im Backend steht die Versionsnummer unten links oder im Systemmodul unter der Übersicht. Ohne Backend-Zugang lässt sie sich auf dem Server ermitteln — in der Konfiguration des Kerns oder über die Kommandozeile mit einer Versionsabfrage.

VersionLage im Oktober 2026
v14 LTSAktuell, Sicherheitsupdates bis Mitte 2029
v13 LTSUnterstützt, Sicherheitsupdates bis Ende 2027
v12 LTSFreier Support seit 30.04.2026 beendet
v11 und älterLange ohne freien Support, dringend

Wenn du nicht weißt, welche Version läuft, ist das selbst schon ein Befund: Dann kümmert sich vermutlich seit Längerem niemand um die Installation.

Das konkrete Risiko.

Angriffe auf veraltete Systeme laufen automatisiert. Es sucht niemand gezielt nach deiner Website — es werden Adressbereiche nach bekannten Lücken abgeklopft. Was dann passiert, reicht von eingeschleusten Werbeseiten über Weiterleitungen und Spamversand bis zum Zugriff auf Daten. Bei einer Website mit Formularen oder Nutzerkonten geht es dabei auch um personenbezogene Daten — mit allen Folgen, die daran hängen.

Dazu kommt ein Punkt, der oft übersehen wird: Wer weiß, dass seine Installation ungepatcht ist, und nichts unternimmt, steht bei einem Vorfall deutlich schlechter da als jemand, der nachweislich gehandelt hat. Dokumentiere deshalb, was du wann entschieden hast (Wenn doch etwas passiert).

Die vier Wege.

WegWann sinnvollCharakter
Erweiterter SupportZeit kaufen, Upgrade späterKostenpflichtig, befristet
Upgrade auf aktuelle VersionInstallation ist gepflegtProjekt, planbar
Neuaufbau in TYPO3Alte Installation, viel AltlastGrößeres Projekt
Wechsel des SystemsTYPO3 passt nicht mehr zum BedarfProjekt mit Grundsatzentscheidung

Alle vier sind legitim. Welcher passt, hängt weniger von der Technik ab als davon, wie die Website genutzt wird, wer sie pflegt und was in den nächsten Jahren damit passieren soll.

Erweiterter Support.

Für Versionen nach Ende des freien Supports gibt es kostenpflichtigen erweiterten Support, der weiterhin Sicherheitsupdates liefert. Für v12 läuft dieses Angebot bis Ende April 2029. Das ist die richtige Wahl, wenn ein Upgrade in Arbeit ist, aber Zeit braucht — etwa weil Extensions angepasst werden müssen oder gerade keine Kapazität da ist.

Als Dauerlösung taugt es nicht: Es kostet jährlich, und das eigentliche Problem — eine Installation, die den Anschluss verliert — wird nur verschoben. Rechne die Kosten für zwei bis drei Jahre erweiterten Support gegen die Kosten eines Upgrades; oft liegt die Entscheidung dann auf der Hand.

Upgrade auf eine aktuelle Version.

Der naheliegende Weg, wenn die Installation in den letzten Jahren gepflegt wurde: Extensions aktuell, Design in Ordnung, Struktur passt. Der Aufwand hängt fast vollständig an den Extensions — wie viele gibt es, wie viele davon gibt es für die Zielversion, und wie viele sind Eigenentwicklungen?

Diese Bestandsaufnahme sollte am Anfang stehen, nicht im Verlauf. Sie beantwortet in wenigen Stunden, ob das Upgrade ein überschaubares Vorhaben oder ein größeres Projekt ist. Der technische Ablauf steht in TYPO3-Update-Fehler.

Neuaufbau.

Ab einem gewissen Alter — grob gesagt mehrere Versionssprünge Rückstand, viele verwaiste Extensions, ein Design aus einer anderen Zeit — ist der Neuaufbau günstiger als das Upgrade. Die Inhalte werden übernommen, der Rest entsteht neu. Das hat einen angenehmen Nebeneffekt: Man schleppt nichts mit, das niemand mehr versteht.

Der ehrliche Haken: Ein Neuaufbau ist ein Projekt mit Konzept, Design und Abnahme — kein technischer Vorgang. Wer nur „die Website soll wieder sicher sein“ will, ist mit Upgrade oder erweitertem Support besser bedient.

Systemwechsel.

Die vierte Möglichkeit, und sie gehört ehrlich auf den Tisch: Für viele Websites, die heute in TYPO3 laufen, wäre ein anderes System die passendere Grundlage. Typische Anzeichen dafür sind, dass niemand im Haus das Backend sicher bedient, dass jede Kleinigkeit extern bestellt werden muss, dass die Agentur von damals nicht mehr erreichbar ist und dass die Website einen Bruchteil dessen nutzt, wofür TYPO3 gebaut ist.

Genauso ehrlich gehört die Gegenseite dazu: Bei großen Redaktionssystemen mit vielen Inhaltstypen, mehreren Mandanten, komplexen Rechten und einem Team, das damit arbeitet, ist TYPO3 richtig — und ein Wechsel wäre ein Rückschritt. Was ein Wechsel bedeutet, steht in TYPO3 zu WordPress; die Entscheidung gehört vor das Angebot, nicht danach.

Sachlich entscheiden.

  1. Version und PHP-Version feststellen.
  2. Extensions auflisten und markieren, welche tatsächlich genutzt werden.
  3. Prüfen, welche davon es für eine aktuelle Version gibt.
  4. Fragen, wer die Website pflegt — heute und in zwei Jahren.
  5. Nutzung ansehen: Welche Funktionen werden wirklich gebraucht?
  6. Drei Angebote vergleichen: erweiterter Support, Upgrade, Neuaufbau beziehungsweise Wechsel.

Diese sechs Punkte kosten einen halben Tag und verhindern die teuerste aller Varianten: monatelang nichts zu tun und dann unter Druck zu entscheiden.

Was du sofort tun kannst.

Unabhängig vom gewählten Weg, und zwar heute: ein vollständiges Backup von Dateien und Datenbank, abgelegt außerhalb des Servers, und einmal die Wiederherstellung testen. Dann den Backend-Zugang absichern — starke Passwörter, Zwei-Faktor-Anmeldung, nicht mehr benötigte Konten entfernen. Und prüfen, ob eine Schutzschicht vor der Website sinnvoll ist, die bekannte Angriffsmuster abfängt; das ersetzt keine Updates, senkt aber das Risiko in der Übergangszeit spürbar.

Wenn du nicht weiterkommst.

Wenn du nicht weißt, auf welcher Version du stehst und was die sinnvollste Entscheidung ist, mache ich die Bestandsaufnahme. Schreib mir mit Domain, TYPO3-Version und einer kurzen Beschreibung — du bekommst eine ehrliche Einschätzung, ob ich der Richtige bin. Den Überblick über alle Themen gibt TYPO3-Fehler beheben. Wenn sich am Ende herausstellt, dass ein Wechsel die bessere Lösung ist: TYPO3 zu WordPress.

Fehleranalyse & Erste Hilfeab ~150 €

Ursache finden, Website wieder zum Laufen bringen, kurzer Bericht — meist am selben Tag.

Stundensatz~95 €

Für Anpassungen, Fehlerbehebung und Beratung nach Aufwand, abgerechnet in 15-Minuten-Schritten.

Wartungab ~49 €/Monat

Updates, Backups, Sicherheitscheck, Monitoring — Kleinigkeiten inklusive.

Orientierungswerte, keine Fixpreise — nach einem kurzen Gespräch bekommst du ein Festpreisangebot.

Wer hilft.

Ich bin Manuel Killert, Web-Entwickler aus Quakenbrück. Mein Schwerpunkt liegt auf WordPress — an TYPO3-Installationen arbeite ich dort, wo es um Betrieb und Fehlersuche geht: Ausfälle, Serverthemen, Datenbank, Mailversand, Updates und die Frage, wie es mit einer alten Installation weitergehen soll. Das sind die Probleme, bei denen die Ursache meist nicht im System selbst liegt, sondern darunter. Geht es um tiefe Entwicklung in TYPO3 — eigene Extensions, komplexe Mehrsprachigkeit, große Redaktionssysteme —, sage ich dir das offen und empfehle jemanden, der genau das macht. Ehrlich beraten heißt für mich auch, eine Anfrage abzugeben.

Häufige Fragen

FAQ — Version ohne Support.

Wann endete der Support für TYPO3 v12 LTS?

Der freie Support endete am 30. April 2026. Seitdem gibt es für diese Version keine kostenlosen Sicherheitsupdates mehr, nur noch kostenpflichtigen erweiterten Support bis Ende April 2029.

Welche TYPO3-Versionen werden aktuell unterstützt?

v13 LTS mit Sicherheitsupdates bis Ende Dezember 2027 und v14 LTS, erschienen im April 2026, mit Sicherheitsupdates bis Ende Juni 2029.

Was passiert, wenn ich nichts tue?

Die Website läuft weiter, aber bekannt gewordene Sicherheitslücken werden nicht mehr geschlossen und sind öffentlich dokumentiert. Angriffe auf veraltete Systeme laufen automatisiert.

Lohnt sich der kostenpflichtige erweiterte Support?

Als Überbrückung ja, wenn ein Upgrade in Arbeit ist und Zeit braucht. Als Dauerlösung nicht — rechne die Kosten für zwei bis drei Jahre gegen die Kosten eines Upgrades.

Wann ist ein Neuaufbau besser als ein Upgrade?

Bei mehreren Versionssprüngen Rückstand, vielen verwaisten Extensions und einem Design, das ohnehin erneuert werden soll. Dann ist der Neuaufbau mit Inhaltsübernahme meist günstiger.

Was kann ich sofort tun?

Ein vollständiges Backup außerhalb des Servers anlegen und die Wiederherstellung testen, den Backend-Zugang mit starken Passwörtern und Zwei-Faktor-Anmeldung absichern und nicht genutzte Konten entfernen.

Manuel Killert (rechts im Bild) mit einem FreundDas bin ich – rechts im Bild
Kontakt

Erzähl mir, was an deinem TYPO3 klemmt.

Beschreib kurz das Problem und nenn mir die TYPO3-Version — du bekommst eine ehrliche Einschätzung, woran es liegt und was es kostet.

Antwort meist innerhalb von 24 Stunden · hallo@manuelkillert.de