Was lohnt sich zu automatisieren — und was nicht?
Die meisten Unternehmen haben mehr automatisierbare Abläufe, als sie denken — und sie fangen oft mit dem falschen an. Der beste erste Ablauf ist nicht der spektakulärste, sondern der, der jeden Tag nervt und klare Regeln hat.
Gute Kandidaten sind Abläufe, die häufig vorkommen, klaren Regeln folgen, Daten zwischen mehreren Programmen übertragen und bei Handarbeit fehleranfällig sind. Schlechte Kandidaten sind seltene Sonderfälle, Abläufe mit vielen Ausnahmen und alles, wo menschliches Urteil den Wert ausmacht. Fang mit einem kleinen, häufigen Ablauf an.
Website down oder gehackt? Schreib mir per WhatsApp oder E-Mail mit Domain und kurzer Beschreibung — ich melde mich in der Regel innerhalb weniger Stunden, auch am Wochenende, wenn es brennt. Zugangsdaten bitte nie in der ersten Nachricht, sondern erst nach Absprache über einen sicheren Weg.
Die Kriterien.
| Kriterium | Spricht für Automatisierung, wenn … |
|---|---|
| Häufigkeit | der Ablauf täglich oder wöchentlich vorkommt |
| Regeln | sich die Schritte klar beschreiben lassen |
| Systembrüche | Daten von einem Programm ins andere getippt werden |
| Fehleranfälligkeit | beim Abtippen regelmäßig Fehler passieren |
| Wartezeit | Kunden oder Kollegen auf den Schritt warten |
| Stabilität | sich der Ablauf selten ändert |
Je mehr Zeilen zutreffen, desto besser der Kandidat. Ein Ablauf, der nur einmal im Quartal vorkommt, lohnt die Automatisierung selten — selbst wenn er lästig ist.
Die einfache Rechnung.
Eine grobe Abschätzung hilft: Wie oft kommt der Ablauf vor, wie lange dauert er von Hand, und wie lange hält die Automatisierung voraussichtlich, bevor sie angepasst werden muss?
Ein Ablauf, der täglich zehn Minuten kostet, summiert sich über ein Jahr auf mehrere Arbeitstage. Ein Ablauf, der einmal im Monat fünf Minuten kostet, kaum. Dazu kommt, was sich schlecht in Minuten fassen lässt: weniger Fehler, schnellere Reaktion auf Anfragen, weniger Unterbrechungen (Kosten und Nutzen).
Ich nenne hier bewusst keine pauschalen Einsparquoten. Wie viel eine Automatisierung bringt, hängt vollständig von deinem Ablauf ab — und lässt sich vorher für deinen konkreten Fall abschätzen.
Typische Kandidaten.
- Anfragen aus dem Website-Formular ins CRM übertragen, Bestätigung schicken, zuständige Person informieren (Formular ins CRM).
- Angebote aus Vorlagen erzeugen und nachfassen (Angebotsprozess).
- Shop-Bestellungen an Buchhaltung und Versand übergeben (Shop-Buchhaltung).
- Eingangsrechnungen sammeln, auslesen und weiterleiten (Dokumentenverarbeitung).
- Termine aus Buchungen in Kalender und CRM übernehmen.
- Newsletter-Anmeldungen mit Bestätigung und Übertragung.
- Interne Benachrichtigungen bei bestimmten Ereignissen.
- Berichte aus mehreren Quellen regelmäßig zusammenstellen.
Gemeinsam ist allen: Daten kommen irgendwo an und müssen woanders hin, nach festen Regeln. Das ist die Art Arbeit, die Menschen ermüdet und Maschinen nicht.
Was besser von Hand bleibt.
- Seltene Abläufe — die Einrichtung kostet mehr, als sie spart.
- Abläufe mit vielen Ausnahmen — jede Ausnahme ist eine Verzweigung, die gepflegt werden muss.
- Entscheidungen mit Ermessen — etwa Kulanz, Preisverhandlung, heikle Kundengespräche.
- Abläufe, die sich ständig ändern — die Automatisierung läuft dauernd hinterher.
- Persönlicher Kontakt, wo er den Wert ausmacht.
Ein gutes Muster ist die halbe Automatisierung: Die Maschine bereitet vor, der Mensch entscheidet. Etwa ein Entwurf für eine Antwort, der vor dem Versand geprüft wird.
Abläufe finden.
Die besten Kandidaten kennen die Menschen, die die Arbeit machen. Eine einfache Methode: eine Woche lang notieren, welche Tätigkeiten sich wiederholen, wie lange sie dauern und welche Programme beteiligt sind.
Besonders aufschlussreich sind Sätze wie „Das muss ich dann noch in … eintragen“ oder „Ich kopiere das immer von … nach …“. Jeder dieser Sätze beschreibt einen Systembruch — und damit einen Kandidaten.
Der erste Ablauf.
Mein Rat für den Einstieg: einen kleinen, häufigen Ablauf mit klaren Regeln wählen, der jeden Tag ein bisschen nervt. Nicht den komplexesten, nicht den spektakulärsten.
Der Grund: Der erste Ablauf ist auch ein Lernprojekt. Man versteht, wie Automatisierung funktioniert, wo die Tücken liegen, und das Team gewinnt Vertrauen. Ein gescheitertes Großprojekt am Anfang verdirbt das Thema für Jahre.
Ein klassischer erster Ablauf ist die Übertragung von Website-Anfragen ins CRM mit Benachrichtigung — überschaubar, sofort spürbar, und Fehler fallen schnell auf.
Erst den Prozess klären.
Ein schlechter Prozess wird durch Automatisierung nicht besser, nur schneller schlecht. Bevor etwas automatisiert wird, lohnt die Frage: Ist dieser Ablauf überhaupt sinnvoll so? Gibt es Schritte, die niemand braucht? Gibt es Zuständigkeiten, die unklar sind?
Oft ist das Aufschreiben des Ablaufs für die Automatisierung schon die halbe Verbesserung — weil dabei auffällt, was überflüssig ist.
Wo KI dazukommt.
Klassische Automatisierung braucht strukturierte Daten und feste Regeln. KI erweitert das auf unstrukturierte Eingaben: Freitext in E-Mails einordnen, Daten aus PDFs lesen, Antworten entwerfen.
Das öffnet Abläufe, die vorher nicht automatisierbar waren. Gleichzeitig bringt es eine neue Unsicherheit: KI macht Fehler, die anders aussehen als Programmfehler. Für alles mit Außenwirkung gehört deshalb ein Mensch in die Prüfung (KI-Automatisierung).
Die Menschen mitnehmen.
Automatisierung verändert Arbeit. Wer bisher einen Ablauf von Hand gemacht hat, sollte bei der Automatisierung beteiligt sein — er kennt die Ausnahmen und Tücken, die in keiner Beschreibung stehen.
Und es lohnt sich, offen zu sagen, wofür die gewonnene Zeit gedacht ist. Automatisierung wird besser angenommen, wenn klar ist, dass sie lästige Arbeit abnimmt und nicht Menschen ersetzt.
Wenn du nicht weiterkommst.
Wenn du wissen willst, welche deiner Abläufe sich lohnen und womit du anfangen solltest. Ich prüfe den Ablauf, baue ihn sauber auf und erkläre dir, was er tut. Die Übersicht aller Themen findest du unter Prozessautomatisierung, für Abläufe mit KI-Anteil unter KI-Automatisierung.
Ursache finden, Website wieder zum Laufen bringen, kurzer Bericht — meist am selben Tag.
Für Anpassungen, Fehlerbehebung und Beratung nach Aufwand, abgerechnet in 15-Minuten-Schritten.
Updates, Backups, Sicherheitscheck, Monitoring — Kleinigkeiten inklusive.
Orientierungswerte, keine Fixpreise — nach einem kurzen Gespräch bekommst du ein Festpreisangebot.
Wer hilft.
Ich bin Manuel Killert, Webentwickler aus Quakenbrück. Prozessautomatisierung und Schnittstellen sind ein Kern meiner Arbeit — ich baue Abläufe mit n8n, Make und eigenem Code, verbinde Websites, Shops, CRM- und Buchhaltungssysteme und unterrichte das Thema als Dozent. Meinen eigenen Betrieb lasse ich mit genau diesen Werkzeugen laufen.
Der Unterschied zu einem reinen Werkzeug-Einrichter: Ich verstehe die Systeme an beiden Enden der Verbindung. Wenn ein Ablauf scheitert, liegt es selten an der Automatisierung, sondern an einer Schnittstelle, einem Datenformat oder einer Annahme über den Prozess. Genau dort setze ich an.
Was du bekommst: eine ehrliche Einschätzung, was sich lohnt, einen Ablauf, der auch dann noch läuft, wenn etwas Unerwartetes passiert, und eine Dokumentation, mit der du ihn verstehst — auch wenn die Antwort lautet, dass sich etwas nicht zu automatisieren lohnt.
Echte Projekte — live ansehen.
WordPress-Websites, die ich gebaut habe oder laufend betreue.

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Website ansehen ↗FAQ — Was automatisieren?.
Welche Prozesse eignen sich für Automatisierung?
Häufige Abläufe mit klaren Regeln, bei denen Daten zwischen mehreren Programmen übertragen werden und Handarbeit fehleranfällig ist.
Was sollte nicht automatisiert werden?
Seltene Abläufe, Abläufe mit vielen Ausnahmen, Entscheidungen mit Ermessen und Abläufe, die sich ständig ändern.
Womit sollte ich anfangen?
Mit einem kleinen, häufigen Ablauf mit klaren Regeln — etwa Website-Anfragen ins CRM übertragen. Nicht mit dem komplexesten Projekt.
Wie finde ich automatisierbare Abläufe?
Eine Woche lang wiederkehrende Tätigkeiten notieren. Sätze wie 'Ich kopiere das immer von A nach B' beschreiben gute Kandidaten.
Was ändert KI an der Automatisierung?
KI kann unstrukturierte Eingaben wie Freitext oder PDFs verarbeiten. Dafür macht sie andere Fehler — bei Außenwirkung gehört ein Mensch in die Prüfung.
Muss ich vorher den Prozess verbessern?
Ja. Ein schlechter Prozess wird durch Automatisierung nur schneller schlecht. Das Aufschreiben des Ablaufs zeigt oft schon, was überflüssig ist.
Das bin ich – rechts im BildErzähl mir, welcher Ablauf dich Zeit kostet.
Beschreib mir in ein paar Sätzen, was heute von Hand passiert, wie oft und mit welchen Programmen. Daraus sage ich dir, ob und wie sich das automatisieren lässt.
Antwort meist innerhalb von 24 Stunden · hallo@manuelkillert.de