Manuel Killert
Ratgeber · Automatisierung · Vertrieb

Angebote automatisieren — schneller antworten, nichts vergessen.

Wer zuerst ein gutes Angebot schickt, hat oft den Auftrag. Gleichzeitig ist das Angebotschreiben in vielen Betrieben Handarbeit: Daten aus der Anfrage übertragen, Vorlage öffnen, Positionen einsetzen, PDF erzeugen, Mail schreiben, und dann das Nachfassen nicht vergessen.

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Kurz gesagt

Automatisieren lässt sich fast alles rund um das Angebot: Daten übernehmen, Dokument aus Vorlage erzeugen, Freigabe einholen, versenden, Nachfassen nach festen Fristen, und bei Zusage die Übergabe an Auftrag und Rechnung. Was beim Menschen bleibt: Preis, Umfang und das Urteil, ob das Angebot passt.

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Der Ablauf im Überblick.

SchrittHeute oftAutomatisiert
Anfrage erfassenAbtippen aus MailAus Formular ins CRM
Angebot erstellenVorlage kopieren, ausfüllenDokument aus Daten erzeugt
PrüfenNebenbeiFreigabe mit einem Klick
VersendenMail schreibenMail mit Anhang aus Vorlage
NachfassenWenn man daran denktErinnerung nach Frist
ZusageAuftrag von Hand anlegenÜbergabe an Auftrag und Rechnung

Daten übernehmen.

Der Angebotsprozess beginnt mit der Anfrage. Wenn diese bereits automatisch im CRM landet, sind Kontaktdaten und Anliegen schon strukturiert vorhanden — die Grundlage für alles Weitere (Formular ins CRM).

Je mehr das Anfrageformular abfragt, desto mehr lässt sich automatisch vorbereiten. Bei Betrieben mit standardisierten Leistungen kann ein gutes Formular schon fast alle Angaben für ein Angebot liefern: Leistung, Umfang, Termin, besondere Wünsche (Online-Rechner).

Angebot aus Vorlage.

Das Angebotsdokument wird aus einer Vorlage erzeugt, in die die Daten eingesetzt werden: Anschrift, Datum, Angebotsnummer, Positionen, Summen, Gültigkeit.

Wege dafür gibt es mehrere: Das Buchhaltungs- oder Warenwirtschaftsprogramm erzeugt das Angebot über seine Schnittstelle — das ist der beste Weg, wenn es eines gibt, weil Nummernkreise und Dokumente dann am richtigen Ort liegen. Alternativ wird ein Dokument aus einer eigenen Vorlage erzeugt und als PDF abgelegt.

Wichtig: fortlaufende Angebotsnummern, einheitliche Gestaltung und eine Ablage, in der jedes Angebot wiederzufinden ist (Nummernkreise).

Positionen und Preise.

Bei standardisierten Leistungen lassen sich Positionen aus einer Preisliste übernehmen und nach Regeln berechnen. Bei individuellen Leistungen bleibt die Kalkulation Handarbeit — aber das Drumherum nicht.

Ein guter Mittelweg: Das System erzeugt einen Entwurf mit den Standardpositionen, der Mensch ergänzt und passt an. So geht die Zeit in die Kalkulation, nicht in das Formatieren.

KI kann helfen, aus einer Freitext-Anfrage passende Positionen vorzuschlagen. Die Entscheidung über Preise und Umfang bleibt beim Menschen.

Freigabe.

Bevor ein Angebot hinausgeht, sieht es jemand an. Das lässt sich als eigener Schritt einbauen: Der Entwurf wird erzeugt, die zuständige Person bekommt eine Nachricht mit Vorschau und gibt mit einem Klick frei oder öffnet ihn zur Bearbeitung.

Das ist schneller als jeder Handprozess und stellt trotzdem sicher, dass kein Angebot ungeprüft versendet wird.

Versand.

Nach der Freigabe geht das Angebot mit einer persönlichen Mail hinaus — aus einer Vorlage, aber mit Namen, Bezug zur Anfrage und Ansprechperson. Die Mail wird im CRM am Vorgang abgelegt, der Status auf „Angebot versendet“ gesetzt.

Ein kleiner, wirkungsvoller Zusatz: ein Link, über den der Kunde direkt zusagen oder einen Termin vereinbaren kann. Je einfacher die Zusage, desto höher die Quote.

Nachfassen.

Hier liegt der größte Hebel, und er wird am häufigsten vergessen. Viele Angebote werden nicht abgelehnt, sondern einfach nicht beantwortet — und nie nachgefasst.

Automatisiert heißt das: Nach einer festen Frist ohne Antwort bekommt die zuständige Person eine Erinnerung oder der Kunde eine freundliche Nachfrage. Nach einer weiteren Frist eine zweite. Danach wird der Vorgang als offen markiert.

Mein Rat: die erste Nachfrage vom Menschen schicken lassen, mit einem Entwurf, den das System vorbereitet. Automatisch versendete Nachfragen wirken schnell unpersönlich.

Bei Zusage.

Sagt der Kunde zu, beginnt der nächste Ablauf: Auftrag anlegen, Auftragsbestätigung versenden, intern informieren, Termine planen, bei Anzahlungen eine Rechnung erzeugen. Alles Schritte, die heute oft von Hand passieren.

Die Verbindung zur Buchhaltung ist dabei der wertvollste Teil: Wenn Auftrag und Rechnung aus denselben Daten entstehen wie das Angebot, wird nichts doppelt erfasst (Buchhaltungs-Schnittstelle).

Welche Werkzeuge.

Der Ablauf lässt sich mit einem Automatisierungswerkzeug wie n8n oder Make bauen, das CRM, Buchhaltung und Mail verbindet (n8n, Make oder Zapier). Manche CRM-Systeme bringen Angebotsfunktionen mit — dann wird nur ergänzt, was fehlt.

Für meine eigenen Angebote nutze ich einen solchen Ablauf: strukturierte Angaben, daraus ein einheitlich gestaltetes PDF, Ablage und Versand. Das spart nicht nur Zeit, sondern sorgt dafür, dass jedes Angebot vollständig und gleich aufgebaut ist.

Wo der Mensch bleibt.

  • Preis und Umfang bei individuellen Leistungen.
  • Freigabe vor dem Versand.
  • Persönliche Nachfrage — vorbereitet, aber vom Menschen geschickt.
  • Verhandlung und Sonderfälle.
  • Das Urteil, ob ein Auftrag überhaupt passt.

Automatisierung im Vertrieb soll Zeit für genau diese Dinge schaffen, nicht sie ersetzen.

Wenn du nicht weiterkommst.

Wenn dein Angebotsprozess heute viel Handarbeit ist und Nachfassen regelmäßig untergeht. Ich prüfe den Ablauf, baue ihn sauber auf und erkläre dir, was er tut. Die Übersicht aller Themen findest du unter Prozessautomatisierung, für Abläufe mit KI-Anteil unter KI-Automatisierung.

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Wer hilft.

Ich bin Manuel Killert, Webentwickler aus Quakenbrück. Prozessautomatisierung und Schnittstellen sind ein Kern meiner Arbeit — ich baue Abläufe mit n8n, Make und eigenem Code, verbinde Websites, Shops, CRM- und Buchhaltungssysteme und unterrichte das Thema als Dozent. Meinen eigenen Betrieb lasse ich mit genau diesen Werkzeugen laufen.

Der Unterschied zu einem reinen Werkzeug-Einrichter: Ich verstehe die Systeme an beiden Enden der Verbindung. Wenn ein Ablauf scheitert, liegt es selten an der Automatisierung, sondern an einer Schnittstelle, einem Datenformat oder einer Annahme über den Prozess. Genau dort setze ich an.

Was du bekommst: eine ehrliche Einschätzung, was sich lohnt, einen Ablauf, der auch dann noch läuft, wenn etwas Unerwartetes passiert, und eine Dokumentation, mit der du ihn verstehst — auch wenn die Antwort lautet, dass sich etwas nicht zu automatisieren lohnt.

Häufige Fragen

FAQ — Angebotsprozess.

Lässt sich der Angebotsprozess vollständig automatisieren?

Das Drumherum fast vollständig: Daten übernehmen, Dokument erzeugen, versenden, nachfassen, Auftrag anlegen. Preis, Umfang und Freigabe bleiben beim Menschen.

Wie wird das Angebotsdokument erzeugt?

Am besten über die Schnittstelle des Buchhaltungs- oder Warenwirtschaftsprogramms, damit Nummernkreise und Ablage stimmen. Alternativ aus einer eigenen Vorlage als PDF.

Wo liegt der größte Nutzen?

Beim Nachfassen. Viele Angebote werden nicht abgelehnt, sondern nie beantwortet und nie nachgefasst. Eine Erinnerung nach fester Frist ändert das.

Sollen Nachfragen automatisch verschickt werden?

Besser vorbereitet und vom Menschen geschickt. Automatisch versendete Nachfragen wirken schnell unpersönlich.

Was passiert bei einer Zusage?

Ein Folgeablauf legt den Auftrag an, schickt eine Auftragsbestätigung, informiert intern und erzeugt bei Bedarf eine Anzahlungsrechnung.

Brauche ich dafür ein bestimmtes CRM?

Nein. Ein Automatisierungswerkzeug verbindet die vorhandenen Systeme. Bringt das CRM schon Angebotsfunktionen mit, wird nur ergänzt, was fehlt.

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Beschreib mir in ein paar Sätzen, was heute von Hand passiert, wie oft und mit welchen Programmen. Daraus sage ich dir, ob und wie sich das automatisieren lässt.

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