Block-Kasse oder klassisch — umstellen, aber nicht blind.
WooCommerce hat die Kasse neu gebaut. Die neue Variante ist schneller und besser bedienbar, aber sie versteht nicht alles, was die alte konnte. Wer umstellt, ohne vorher zu prüfen, verliert im schlimmsten Fall Felder, die jede Bestellung braucht.
Es gibt zwei Varianten: die klassische Kasse, die über einen Kurzcode auf der Seite liegt, und die Block-Kasse, die aus Blöcken im Editor aufgebaut ist. Die Block-Kasse lädt schneller und ist auf dem Handy deutlich besser. Der Haken: Erweiterungen, die nur die klassische Kasse kennen, zeigen ihre Felder dort nicht an — und das fällt oft erst auf, wenn Bestellungen ohne wichtige Angaben eingehen.
Welche Variante ist aktiv?
Öffne die Kassenseite im Editor. Siehst du einen einzelnen Baustein mit einem Kurzcode in eckigen Klammern, läuft die klassische Kasse. Siehst du mehrere Blöcke mit Feldern, Zahlungsarten und Bestellübersicht, ist es die Block-Kasse. Welche Seite überhaupt als Kasse gilt, steht in den WooCommerce-Einstellungen unter Erweitert.
Zweiter Hinweis: Neue Shops werden seit einiger Zeit mit der Block-Kasse eingerichtet, bestehende behalten ihre Variante. Wenn du nie etwas umgestellt hast und dein Shop älter ist, läuft fast sicher die klassische.
Was sich unterscheidet.
| Klassische Kasse | Block-Kasse | |
|---|---|---|
| Aufbau | Ein Kurzcode | Einzelne Blöcke im Editor |
| Tempo | Lädt bei jeder Änderung neu | Reagiert ohne Neuladen |
| Mobil | Brauchbar | Deutlich besser |
| Gestaltung | Über Theme-Vorlagen | Direkt im Editor, mit Optionen |
| Erweiterungen | Jahrelang gewachsene Unterstützung | Nur, wenn ausdrücklich unterstützt |
| Eigene Felder | Über Theme-Code üblich | Eigene Schnittstelle nötig |
| Lokale Zahlarten | Fast alle verfügbar | Die gängigen, nicht jede Nische |
Warum die Block-Kasse besser ist.
Drei Dinge zählen im Alltag. Erstens das Tempo: Felder und Beträge aktualisieren sich, ohne dass die Seite neu lädt — das senkt Abbrüche spürbar. Zweitens die Bedienung auf dem Handy, wo der Großteil der Bestellungen entsteht. Drittens die Gestaltung: Reihenfolge, Pflichtfelder und Beschriftungen lassen sich im Editor ändern, ohne dafür Theme-Dateien anzufassen — was früher bei jedem Theme-Update erneut Arbeit machte.
Dazu kommt die Richtung: WooCommerce entwickelt die Block-Kasse weiter, die klassische wird gepflegt, aber nicht ausgebaut. Wer heute neu baut, baut auf der neuen Variante.
Das eigentliche Risiko.
Nicht der Umbau selbst ist gefährlich, sondern das, was still verschwindet. Typische Fälle aus der Praxis: ein Pflichtfeld für die Lieferzeitpräferenz, das ersatzlos fehlt; ein Hinweis zur Altersprüfung, der nicht mehr erscheint; eine Verpackungsoption, die nicht mehr wählbar ist; ein Zusatzfeld für die Kundennummer bei Geschäftskunden. Der Shop funktioniert weiter, aber jede Bestellung ist unvollständig — und das merkt man erst, wenn die Ware raus soll.
Deshalb lautet die Regel: Vor der Umstellung einmal aufschreiben, welche Angaben an der Kasse abgefragt werden und welche davon man wirklich braucht. Dieser Zettel ist später die Prüfliste.
Vor der Umstellung prüfen.
- Alle Felder notieren, die die aktuelle Kasse zeigt — auch die, die erst bei bestimmten Zahlungsarten erscheinen.
- Erweiterungen auflisten, die in die Kasse eingreifen: Zahlung, Versand, Steuern, Zusatzfelder, Rechtstexte, Gutscheine.
- Für jede prüfen, ob der Hersteller die Block-Kasse unterstützt — das steht meist in der Beschreibung oder im Änderungsprotokoll.
- Rechtstexte-Plugin besonders ansehen: Widerrufshinweis, AGB-Kästchen und Pflichtangaben müssen weiterhin erscheinen.
- Kopie der Website anlegen und dort umstellen (Staging einrichten).
Sauber umstellen.
In der Kopie legst du eine neue Seite an, fügst den Kassenblock ein und richtest ihn ein. Danach wird diese Seite in den Einstellungen als Kasse hinterlegt. Die alte Seite bleibt bestehen — damit hast du jederzeit den Rückweg. Anschließend wird vollständig getestet:
- Bestellung als Gast und als angemeldeter Kunde.
- Jede Zahlungsart einmal durch, mit echter Zahlung im kleinen Betrag.
- Jede Versandart, inklusive kostenlosem Versand und Sonderzonen (Versandkosten falsch).
- Gutschein einlösen (Gutschein funktioniert nicht).
- Abweichende Lieferadresse, Firmenkunde mit Umsatzsteuer-Identifikationsnummer.
- Alle Mails und die Rechnung prüfen.
- Auf dem Handy durchspielen, nicht nur am Bildschirm.
Erst wenn diese Liste durch ist, wird live umgestellt — außerhalb der Hauptverkaufszeiten und mit Blick auf die ersten echten Bestellungen danach.
Zurück zur klassischen.
Falls etwas Wichtiges fehlt, ist die Rückkehr unkompliziert: In den Einstellungen wieder die alte Kassenseite hinterlegen. Deshalb sollte sie nicht gelöscht werden. Wichtig ist, diesen Rückweg vorher einmal durchzuspielen, damit er im Ernstfall keine Überraschung ist. Eine Bestellung, die mitten in der Umstellung entsteht, bleibt gültig — der Vorgang ist abgeschlossen, bevor die Seite wechselt.
Anpassungen und eigene Felder.
Was früher über Theme-Code gelöst wurde, läuft in der Block-Kasse anders: Es gibt eine eigene Schnittstelle, über die Felder ergänzt werden. Das ist zunächst mehr Aufwand, hat aber einen großen Vorteil — die Anpassung hängt nicht mehr am Theme und überlebt dessen Updates. Für einfache Fälle wie zusätzliche Pflichtfelder oder Auswahllisten reichen mittlerweile Plugins, die das ohne Code abbilden.
Prüfe bei dieser Gelegenheit, ob alle Felder wirklich nötig sind. Jedes zusätzliche Pflichtfeld kostet Bestellungen. Die Kasse ist der Ort, an dem Kürzen den meisten Umsatz bringt (Checkout funktioniert nicht).
Wann du besser wartest.
Drei Situationen sprechen fürs Abwarten: wenn eine geschäftskritische Erweiterung die Block-Kasse nicht unterstützt und es keinen Ersatz gibt; wenn deine Kasse stark angepasst ist und niemand mehr weiß, was dort warum eingebaut wurde; und wenn gerade Hauptsaison ist. In allen drei Fällen ist die klassische Kasse eine tragfähige Zwischenlösung — sie wird weiter gepflegt. Nur dauerhaft darauf sitzen zu bleiben, verschiebt das Thema, bis es unter Zeitdruck erledigt werden muss.
Wenn du nicht weiterkommst.
Wenn du umstellen willst, ohne etwas zu verlieren, prüfe ich deine Erweiterungen und mache die Umstellung in einer Kopie. Ich finde die Ursache, behebe sie und erkläre dir, was passiert ist: WooCommerce-Support, bei einem Ausfall im laufenden Verkauf der Notfall-Support. Damit es gar nicht erst so weit kommt: WooCommerce-Wartung.
Ursache finden, Website wieder zum Laufen bringen, kurzer Bericht — meist am selben Tag.
Für Anpassungen, Fehlerbehebung und Beratung nach Aufwand, abgerechnet in 15-Minuten-Schritten.
Updates, Backups, Sicherheitscheck, Monitoring — Kleinigkeiten inklusive.
Orientierungswerte, keine Fixpreise — nach einem kurzen Gespräch bekommst du ein Festpreisangebot.
Wer hilft.
Ich bin Manuel Killert, WordPress-Entwickler aus Quakenbrück. Seit 2020 baue und betreue ich WordPress-Websites — für Handwerksbetriebe, Industrie, Gastronomie, Start-ups und Vereine —, entwickle eigene Plugins und unterrichte WordPress als Dozent an der KW Design Akademie. Das heißt: Ich kenne die typischen Fehler nicht nur aus Foren, sondern aus eigenen Projekten, und ich kann sie so erklären, dass du sie beim nächsten Mal selbst erkennst. Du erreichst mich direkt, ohne Ticketsystem.
Echte Projekte — live ansehen.
WordPress-Websites, die ich gebaut habe oder laufend betreue.

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Website ansehen ↗FAQ — Block-Kasse oder klassisch.
Woran erkenne ich, welche WooCommerce-Kasse aktiv ist?
An der Kassenseite im Editor: ein einzelner Baustein mit Kurzcode bedeutet klassische Kasse, mehrere Blöcke mit Feldern und Bestellübersicht bedeuten Block-Kasse.
Was ist der Vorteil der Block-Kasse?
Sie lädt schneller, aktualisiert Felder und Beträge ohne Neuladen, ist auf dem Handy deutlich besser bedienbar und lässt sich im Editor anpassen, ohne Theme-Dateien zu ändern.
Was ist das größte Risiko bei der Umstellung?
Dass Felder still verschwinden, weil eine Erweiterung die Block-Kasse nicht unterstützt. Der Shop läuft weiter, aber jede Bestellung ist unvollständig — das fällt oft erst beim Versand auf.
Wie stelle ich sicher, dass nichts fehlt?
Vorher alle abgefragten Felder notieren, die eingreifenden Erweiterungen auflisten und auf Unterstützung prüfen, dann in einer Kopie umstellen und vollständig durchtesten.
Kann ich zur klassischen Kasse zurück?
Ja, indem in den Einstellungen wieder die alte Kassenseite hinterlegt wird. Deshalb sollte sie beim Umstellen nicht gelöscht werden.
Wann sollte ich noch warten?
Wenn eine geschäftskritische Erweiterung die Block-Kasse nicht unterstützt, wenn die bestehende Kasse stark und undokumentiert angepasst ist, oder wenn gerade Hauptsaison ist.
Das bin ich – rechts im BildErzähl mir, was nicht funktioniert.
Domain und eine kurze Beschreibung reichen — du bekommst eine ehrliche Einschätzung, was los ist und was die Behebung kostet.
Antwort meist innerhalb von 24 Stunden · hallo@manuelkillert.de