WordPress-Umzug — ohne Ausfall, ohne Ranking-Verlust.
Neuer Hoster, neue Domain, endlich HTTPS oder die Testseite soll live: Ein WordPress-Umzug ist Routine — wenn man die Reihenfolge kennt. Falsch gemacht, sind Bilder weg, Links kaputt und Rankings verschwunden. Hier steht, wie er sauber abläuft.
Ein Umzug hat immer dieselben Schritte: Dateien und Datenbank kopieren, URLs in der Datenbank ersetzen (auch in serialisierten Daten), wp-config anpassen, Permalinks speichern, testen über die Hosts-Datei, dann DNS umstellen. Bei Domainwechsel zusätzlich 301-Weiterleitungen und Search Console. Das Alte erst abschalten, wenn das Neue nachweislich läuft.
Welche Art Umzug?
| Umzug | Besonderheit |
|---|---|
| Hoster-Wechsel, Domain bleibt | Kein URL-Wechsel, aber DNS und E-Mail-Postfächer mitziehen |
| Domainwechsel | URLs ersetzen, Weiterleitungen, Search Console — SEO-kritisch |
| HTTPS-Umstellung | URLs von http auf https, Mixed Content beheben |
| Subdomain oder Unterordner auf Hauptdomain | Typisch nach Relaunch oder Testphase |
| Lokal oder Staging auf live | Oft mit Zusammenführung von Inhalten, die inzwischen live geändert wurden |
| Zusammenlegen mehrerer Websites | Inhalte importieren, Weiterleitungen je Seite |
Der Ablauf Schritt für Schritt.
- Bestandsaufnahme: WordPress- und PHP-Version, Plugins, Größe, Besonderheiten (Shop, Mehrsprachigkeit, Cronjobs, E-Mail-Versand).
- Einfrieren: Ab jetzt keine Änderungen an der alten Seite — oder sie werden später nachgezogen.
- Vollständiges Backup von Dateien und Datenbank.
- Zielumgebung vorbereiten: Hosting, PHP-Version, Datenbank, SSL-Zertifikat.
- Kopieren: Dateien per SFTP oder Migrations-Plugin, Datenbank importieren.
- wp-config.php: Datenbankzugang, ggf. Site-URL, Sicherheitsschlüssel.
- URLs ersetzen in der Datenbank (siehe unten), Permalinks speichern.
- Testen über die Hosts-Datei: Die neue Seite unter der echten Domain prüfen, bevor DNS umgestellt wird — Bilder, Formulare, Shop, Anmeldung, mobil.
- DNS umstellen zu ruhiger Zeit, TTL vorher senken.
- Nachlauf: Cronjobs, E-Mail-Versand, Caching, Monitoring prüfen; alte Umgebung erst nach einigen Tagen abschalten.
URLs richtig ersetzen.
WordPress speichert die Adresse an vielen Stellen — auch in serialisierten Daten von Themes, Page-Buildern und Widgets, in denen die Zeichenlänge mitgespeichert ist. Ein einfaches Suchen-und-Ersetzen in einem SQL-Dump zerstört diese Einträge: Einstellungen gehen verloren, Layouts brechen. Deshalb entweder ein Werkzeug, das Serialisierung versteht, oder WP-CLI:
# Erst ansehen, was sich ändern würde
wp search-replace 'https://alte-domain.de' 'https://neue-domain.de' --all-tables --dry-run
# Dann wirklich ersetzen (Serialisierung wird korrekt behandelt)
wp search-replace 'https://alte-domain.de' 'https://neue-domain.de' --all-tables --precise
# Auch Varianten ohne Protokoll und mit www prüfen
wp search-replace '//alte-domain.de' '//neue-domain.de' --all-tables
# Permalinks neu schreiben, Caches leeren
wp rewrite flush
wp cache flushWP-CLI ist bei vielen Hostern per SSH verfügbar. Ohne SSH erledigt ein Plugin wie Better Search Replace dieselbe Arbeit. Immer vorher Backup, und die Reihenfolge beachten: erst https-Varianten, dann protokolllose.
DNS, E-Mail und Ausfallzeit.
Ein Umzug muss keinen Ausfall bedeuten: Die neue Umgebung wird komplett fertig getestet, dann zeigt der DNS-Eintrag auf den neuen Server. Vorher die TTL des Eintrags auf wenige Minuten senken, damit die Umstellung schnell greift. Wichtig und oft vergessen: E-Mail-Postfächer. Wechseln sie den Hoster mit, müssen Postfächer neu angelegt, Mails übertragen und die MX-Einträge angepasst werden — sonst gehen Mails verloren. Bleiben sie beim alten Anbieter, dürfen die MX-Einträge nicht angefasst werden.
Domainwechsel: Rankings sichern.
Bei einer neuen Domain fängt Google nicht bei null an — wenn du es richtig machst:
- 301-Weiterleitungen von jeder alten URL auf die entsprechende neue, nicht pauschal auf die Startseite. Die alte Domain bleibt dafür mindestens ein Jahr registriert.
- Adressänderung in der Search Console für beide Properties.
- Sitemap der neuen Domain einreichen.
- Externe Links und Profile aktualisieren: Google-Unternehmensprofil, Verzeichnisse, Social Media, E-Mail-Signaturen.
- Interne Links auf die neue Domain umstellen, nicht auf Weiterleitungen laufen lassen.
Mehr zum Schutz bestehender Rankings: Website-Relaunch.
HTTPS-Umstellung.
Zertifikat beim Hoster aktivieren, WordPress-Adresse auf https umstellen, URLs in der Datenbank ersetzen, Weiterleitung von http auf https in der .htaccess, Mixed Content beheben (Bilder und Skripte, die noch über http geladen werden), Search Console und Analytics anpassen. Das Schloss im Browser fehlt fast immer wegen einzelner http-Bilder in alten Beiträgen — die URL-Ersetzung löst das.
Typische Fehler.
- Suchen-und-Ersetzen ohne Rücksicht auf Serialisierung — Layouts und Einstellungen weg.
- DNS umgestellt, bevor die neue Seite getestet war.
- E-Mail vergessen — Postfächer verschwinden mit dem alten Hoster.
- Uploads-Ordner unvollständig kopiert — fehlende Bilder.
- Alte Seite weiter erreichbar und indexiert — doppelte Inhalte.
- Cronjobs und Lizenzschlüssel (Premium-Plugins an Domain gebunden) nicht mitgezogen.
- Andere PHP-Version am Ziel — Plugins brechen.
Kosten.
Ein Hoster-Wechsel einer normalen Website ohne Domainwechsel liegt meist bei 300 bis 500 Euro, inklusive Test und DNS-Begleitung. Domainwechsel mit Weiterleitungsplan, Shops, Mehrsprachigkeit oder große Datenmengen liegen darüber. Vorab gibt es eine Einschätzung. Hilfe nach einem misslungenen Umzug: WordPress-Hilfe.
Ursache finden, Website wieder zum Laufen bringen, kurzer Bericht — meist am selben Tag.
Für Anpassungen, Fehlerbehebung und Beratung nach Aufwand, abgerechnet in 15-Minuten-Schritten.
Updates, Backups, Sicherheitscheck, Monitoring — Kleinigkeiten inklusive.
Orientierungswerte, keine Fixpreise — nach einem kurzen Gespräch bekommst du ein Festpreisangebot.
Wer hilft.
Ich bin Manuel Killert, WordPress-Entwickler aus Quakenbrück. Seit 2020 baue und betreue ich WordPress-Websites — für Handwerksbetriebe, Industrie, Gastronomie, Start-ups und Vereine —, entwickle eigene Plugins und unterrichte WordPress als Dozent an der KW Design Akademie. Das heißt: Ich kenne die typischen Fehler nicht nur aus Foren, sondern aus eigenen Projekten, und ich kann sie so erklären, dass du sie beim nächsten Mal selbst erkennst. Du erreichst mich direkt, ohne Ticketsystem.
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Wie ziehe ich eine WordPress-Website zu einem neuen Hoster um?
Backup anlegen, Zielumgebung mit passender PHP-Version vorbereiten, Dateien und Datenbank kopieren, wp-config.php anpassen, URLs in der Datenbank sicher ersetzen, Permalinks speichern, die neue Seite über die Hosts-Datei unter der echten Domain testen und erst dann den DNS-Eintrag umstellen.
Warum sind nach dem Umzug Layout und Einstellungen kaputt?
Meist wurde die Adresse per einfachem Suchen-und-Ersetzen im SQL-Dump geändert. WordPress speichert URLs auch in serialisierten Daten mit Längenangabe, die dabei zerstört werden. Werkzeuge wie WP-CLI search-replace oder ein passendes Plugin behandeln das korrekt.
Gibt es beim Umzug eine Ausfallzeit?
Nicht, wenn die neue Umgebung vollständig getestet ist, bevor der DNS-Eintrag umgestellt wird. Eine vorher gesenkte TTL sorgt dafür, dass die Umstellung innerhalb weniger Minuten greift.
Was passiert mit meinen E-Mails beim Hoster-Wechsel?
Wechseln die Postfächer mit, müssen sie neu angelegt, die Mails übertragen und die MX-Einträge angepasst werden. Bleiben sie beim alten Anbieter, dürfen die MX-Einträge nicht verändert werden. E-Mail wird beim Umzug am häufigsten vergessen.
Verliere ich bei einem Domainwechsel meine Google-Rankings?
Nicht, wenn jede alte URL per 301 auf die passende neue weitergeleitet wird, die Adressänderung in der Search Console eingetragen, die neue Sitemap eingereicht und externe Profile aktualisiert werden. Die alte Domain sollte mindestens ein Jahr bestehen bleiben.
Was kostet ein WordPress-Umzug?
Ein Hoster-Wechsel einer normalen Website ohne Domainwechsel liegt meist zwischen 300 und 500 Euro inklusive Test und DNS-Begleitung. Domainwechsel, Shops, Mehrsprachigkeit oder große Datenmengen liegen darüber.
Das bin ich – rechts im BildErzähl mir von deiner neuen Website.
Beschreib kurz, was du vorhast — du bekommst eine ehrliche Einschätzung zu Umfang, Zeit und Kosten.
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