Relaunch statt Upgrade — ab wann sich der Schnitt lohnt.
Es gibt einen Punkt, an dem das Upgrade teurer wird als der Neubau — weil man dafür bezahlt, Altlasten in die Zukunft zu tragen. Diesen Punkt zu erkennen, spart mehr Geld als jede Verhandlung über Stundensätze.
Der Kipppunkt liegt dort, wo die Summe aus Versionsabstand, verwaisten Extensions, gewachsenem Template und veraltetem Design so groß wird, dass das Upgrade nur den technischen Teil löst — und du danach trotzdem alles anfassen musst. Dann ist der Relaunch nicht teurer, sondern liefert ein besseres Ergebnis für ähnliches Geld. Die Kosten bestimmen nicht die Technik, sondern Konzept, Design und Inhalte.
Der Kipppunkt.
Fünf Anzeichen. Je mehr zutreffen, desto eher ist der Relaunch die wirtschaftlichere Entscheidung:
| Anzeichen | Warum es für den Relaunch spricht |
|---|---|
| Mehrere Hauptversionen Rückstand | Mehrere Migrationsschritte, hoher Testaufwand |
| Mehr verwaiste als gepflegte Extensions | Jede muss ersetzt oder nachgebaut werden |
| Template seit Jahren gewachsen | Niemand versteht es mehr, Anpassung schwer kalkulierbar |
| Design ist überholt | Wird ohnehin erneuert — doppelte Arbeit beim Upgrade |
| Struktur passt nicht mehr | Inhalte müssten ohnehin neu sortiert werden |
Treffen nur ein oder zwei Punkte zu, ist das Upgrade in der Regel günstiger und schneller (Upgrade-Kosten). Ab drei lohnt es sich, beide Angebote nebeneinanderzulegen — und zwar mit demselben Ergebnis vor Augen, nicht Technik gegen Projekt.
Woraus sich die Kosten zusammensetzen.
Beim Relaunch ist die Technik selten der größte Posten. Die Verteilung sieht typischerweise so aus:
- Konzept und Struktur: Was soll die Website leisten, welche Seiten gibt es, wie findet man sich zurecht?
- Design: Entwurf, Abstimmung, Umsetzung für alle Seitentypen und Bildschirmgrößen.
- Umsetzung: Aufbau im System, Inhaltselemente, Funktionen.
- Inhalte: Übernehmen, überarbeiten oder neu schreiben — der am meisten unterschätzte Posten.
- Datenübernahme: Inhalte, Bilder, Dokumente, teils Strukturen aus der alten Installation.
- Technik: Hosting, Adressen, Weiterleitungen, Rechtstexte, Messung.
Die vierte Zeile entscheidet über Zeitplan und Zufriedenheit. In fast jedem Projekt, das sich verzögert, liegt es an den Inhalten — nicht an der Technik.
Inhalte übernehmen oder neu schreiben.
Drei Wege, und meist ist es eine Mischung. Übernehmen ist schnell, trägt aber alles mit: veraltete Texte, uneinheitliche Ansprache, Seiten, die niemand liest. Überarbeiten ist der Normalfall — Struktur und Kern bleiben, Formulierungen und Länge werden angepasst. Neu schreiben lohnt bei den Seiten, die wirklich zählen: Startseite, Leistungen, Kontakt.
Ein Schritt lohnt sich vorher immer: Schau nach, welche Seiten überhaupt aufgerufen werden. Erfahrungsgemäß entfällt ein erheblicher Teil des Bestands auf Seiten, die seit Jahren niemand besucht. Die muss man nicht migrieren — man kann sie weglassen. Das ist der wirksamste Hebel auf die Projektkosten überhaupt.
Dabei das System wechseln?
Wenn ohnehin neu gebaut wird, stellt sich die Frage von selbst. Sie gehört an den Anfang, nicht ans Ende — denn sie entscheidet über Aufwand, laufende Kosten und darüber, wer die Website künftig pflegen kann.
Bleib bei TYPO3, wenn mehrere Redakteure mit abgestuften Rechten arbeiten, es mehrere Mandanten gibt oder strenge Mehrsprachigkeit nötig ist. Prüf einen Wechsel, wenn die Website von einer Person gelegentlich gepflegt wird, niemand im Haus das Backend mag und ein Bruchteil der Möglichkeiten genutzt wird. Die Abwägung im Detail steht in TYPO3 oder WordPress, der Ablauf eines Wechsels in TYPO3 zu WordPress.
Zeitplan.
- Konzept und Struktur: zwei bis vier Wochen, abhängig von Abstimmungsrunden.
- Design: drei bis sechs Wochen inklusive Freigaben.
- Umsetzung: vier bis zehn Wochen, je nach Umfang.
- Inhalte: läuft parallel — und ist meist der Engpass.
- Test und Abnahme: zwei Wochen, nicht kürzen.
- Livegang und Nachlauf: eine Woche aktive Beobachtung.
Für einen typischen Mittelstandsauftritt ergibt das drei bis fünf Monate Durchlaufzeit. Wer das in sechs Wochen zusagt, hat die Inhalte nicht eingerechnet.
Worauf im Angebot achten.
- Ist die Datenübernahme enthalten — und welche Inhalte genau?
- Wer schreibt die Texte? Der häufigste Streitpunkt überhaupt.
- Sind Weiterleitungen enthalten? Ohne sie verlierst du Sichtbarkeit (siehe unten).
- Wie viele Abstimmungsrunden sind im Design vorgesehen?
- Was passiert nach dem Livegang? Nachbesserungsphase und Betreuung.
- Wem gehört das Ergebnis? Nutzungsrechte an Design und Code.
- Werden Rechtstexte gestellt oder musst du dich darum kümmern?
Rankings halten.
Der Punkt, an dem Relaunches am häufigsten Geld kosten — nicht im Projekt, sondern danach. Wenn sich Adressen ändern und niemand weiterleitet, fallen Suchtreffer ins Leere, und die über Jahre aufgebaute Sichtbarkeit ist weg. Das fällt erst Wochen später auf, wenn die Anfragen ausbleiben.
Was dazugehört: alle bestehenden Adressen erfassen, jede alte Adresse einer neuen zuordnen, dauerhafte Weiterleitungen einrichten und nach dem Livegang die Fehlerseiten beobachten. Das ist überschaubarer Aufwand mit großer Wirkung — und gehört ausdrücklich ins Angebot. TYPO3 bringt für die Weiterleitungen eine eigene Verwaltung mit (Adressen und Weiterleitungen, Relaunch allgemein).
Die teuersten Fehler.
- Inhalte zu spät angehen. Sie sind der Engpass, nicht die Technik.
- Alles mitnehmen, statt vorher auszumisten.
- Weiterleitungen vergessen.
- Keine Abnahmephase eingeplant — Fehler fallen dann live auf.
- Zu viele Entscheider ohne klare Zuständigkeit.
- Nach dem Livegang niemand zuständig für Pflege und Updates.
Nach dem Relaunch.
Ein Relaunch ist kein Abschluss, sondern ein Neustart. Drei Dinge gehören direkt danach geregelt: wer die Inhalte pflegt und ob diese Person eingewiesen wurde; wer die Technik betreut, inklusive Updates und Backups; und wie gemessen wird, ob die neue Website besser funktioniert als die alte.
Der letzte Punkt wird fast immer vergessen. Notiere vor dem Umbau die wichtigsten Zahlen — Besucher, Anfragen, meistbesuchte Seiten — und vergleiche nach drei Monaten. Nur so weißt du, ob sich die Investition gelohnt hat (TYPO3-Wartung).
Wenn du nicht weiterkommst.
Wenn du zwischen Upgrade und Relaunch stehst, rechne ich beide Wege durch — inklusive der ehrlichen Frage, ob das System bleiben sollte. Schreib mir mit Domain, TYPO3-Version und einer kurzen Beschreibung — du bekommst eine ehrliche Einschätzung, ob ich der Richtige bin. Den Überblick über alle Themen gibt TYPO3-Fehler beheben. Wenn sich am Ende herausstellt, dass ein Wechsel die bessere Lösung ist: TYPO3 zu WordPress.
Ursache finden, Website wieder zum Laufen bringen, kurzer Bericht — meist am selben Tag.
Für Anpassungen, Fehlerbehebung und Beratung nach Aufwand, abgerechnet in 15-Minuten-Schritten.
Updates, Backups, Sicherheitscheck, Monitoring — Kleinigkeiten inklusive.
Orientierungswerte, keine Fixpreise — nach einem kurzen Gespräch bekommst du ein Festpreisangebot.
Wer hilft.
Ich bin Manuel Killert, Web-Entwickler aus Quakenbrück. Mein Schwerpunkt liegt auf WordPress — an TYPO3-Installationen arbeite ich dort, wo es um Betrieb und Fehlersuche geht: Ausfälle, Serverthemen, Datenbank, Mailversand, Updates und die Frage, wie es mit einer alten Installation weitergehen soll. Das sind die Probleme, bei denen die Ursache meist nicht im System selbst liegt, sondern darunter. Geht es um tiefe Entwicklung in TYPO3 — eigene Extensions, komplexe Mehrsprachigkeit, große Redaktionssysteme —, sage ich dir das offen und empfehle jemanden, der genau das macht. Ehrlich beraten heißt für mich auch, eine Anfrage abzugeben.
FAQ — Relaunch statt Upgrade.
Wann lohnt sich ein Relaunch statt eines TYPO3-Upgrades?
Wenn mehrere Hauptversionen Rückstand bestehen, mehr Extensions verwaist als gepflegt sind, das Template niemand mehr versteht und das Design ohnehin erneuert werden soll. Ab drei dieser Punkte lohnt der Vergleich beider Angebote.
Was kostet beim Relaunch am meisten?
Nicht die Technik, sondern Konzept, Design und vor allem die Inhalte. Letztere sind der am meisten unterschätzte Posten und in fast jedem verzögerten Projekt der Engpass.
Wie senke ich die Kosten am wirksamsten?
Indem du vorher ausmistest. Ein erheblicher Teil der Seiten einer gewachsenen Website wird seit Jahren nicht aufgerufen — die muss man nicht migrieren, man kann sie weglassen.
Wie lange dauert ein TYPO3-Relaunch?
Für einen typischen Mittelstandsauftritt drei bis fünf Monate Durchlaufzeit. Wer sechs Wochen zusagt, hat die Inhalte nicht eingerechnet.
Wie verhindere ich Rankingverluste?
Alle bestehenden Adressen erfassen, jede alte einer neuen zuordnen, dauerhafte Weiterleitungen einrichten und nach dem Livegang die Fehlerseiten beobachten. Das gehört ausdrücklich ins Angebot.
Sollte ich beim Relaunch das System wechseln?
Diese Frage gehört an den Anfang. Bleib bei TYPO3 bei mehreren Redakteuren, Mandanten oder strenger Mehrsprachigkeit. Prüf einen Wechsel, wenn eine Person gelegentlich pflegt und nur ein Bruchteil der Möglichkeiten genutzt wird.
Das bin ich – rechts im BildErzähl mir, was an deinem TYPO3 klemmt.
Beschreib kurz das Problem und nenn mir die TYPO3-Version — du bekommst eine ehrliche Einschätzung, woran es liegt und was es kostet.
Antwort meist innerhalb von 24 Stunden · hallo@manuelkillert.de