Manuel Killert
Ratgeber · TYPO3 · Kosten

Was kostet ein TYPO3-Upgrade — und warum sagt das niemand vorher?

Die ehrliche Antwort lautet: Das hängt ab. Die unehrliche lautet: Es gibt einen Pauschalpreis. Was man aber sehr wohl vorher sagen kann, ist, wovon es abhängt — und mit welchen Angaben du in zwei Stunden eine belastbare Schätzung bekommst.

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Kurz gesagt

Der Kern eines Upgrades ist weitgehend Routine und dauert überschaubar lange. Teuer wird alles drumherum: Extensions, die nicht mitkommen, eigene Templates, die angepasst werden müssen, und Eigenentwicklungen, um die sich jahrelang niemand gekümmert hat. Am Markt werden für einen Sprung über mehrere Hauptversionen je nach Umfang mittlere vierstellige bis fünfstellige Beträge aufgerufen. Was in deinem Fall gilt, klärt eine Bestandsaufnahme — und die ist überschaubar.

Warum die Spanne so groß ist.

Zwei Installationen mit derselben Ausgangsversion können sich im Aufwand um den Faktor zehn unterscheiden. Die eine läuft mit Standard-Extensions, einem gekauften Theme und ohne eigenen Code — dort ist der Sprung in wenigen Tagen erledigt. Die andere hat zwölf Extensions, von denen fünf verwaist sind, dazu ein über Jahre gewachsenes eigenes Template und zwei Eigenentwicklungen ohne Dokumentation. Das ist dann kein Upgrade mehr, sondern ein Projekt.

Wer dir ohne Blick auf die Installation eine Zahl nennt, rät — und rechnet entweder zu hoch, um sicher zu sein, oder zu niedrig, um den Auftrag zu bekommen. Beides ist für dich schlecht.

Die sechs Aufwandstreiber.

TreiberWarum er kostetWas ihn senkt
Zahl der HauptversionenJeder Sprung bringt eigene Änderungen mitRegelmäßig springen statt sammeln
Extensions insgesamtJede muss geprüft und getestet werdenVorher ausmisten
Verwaiste ExtensionsErsetzen oder nachbauen statt aktualisierenFrühzeitig ablösen
Eigene TemplatesGeänderte Schnittstellen im ThemeNah am Standard bleiben
EigenentwicklungenNiemand aktualisiert sie außer dirDokumentieren, Umfang klein halten
DatenmengeMigrationsschritte dauern längerAufräumen vor dem Sprung

Die ersten drei Zeilen machen in der Praxis den Großteil aus. Wenn du vor einem Upgrade nur eine Sache tust, dann diese: die Extensions durchgehen und entfernen, was niemand nutzt. Das senkt den Aufwand oft spürbarer als jede Verhandlung (Extensions bewerten).

Die Bestandsaufnahme.

Bevor jemand einen Preis nennen kann, braucht er sechs Angaben. Die kannst du selbst zusammentragen, und damit wird jedes Angebot deutlich präziser:

  1. Aktuelle TYPO3-Version und ob es eine Composer-Installation ist.
  2. PHP-Version auf dem Server.
  3. Liste aller Extensions mit Version — steht im Erweiterungsmanager.
  4. Welche davon werden genutzt? Eine ehrliche Antwort spart richtig Geld.
  5. Gibt es Eigenentwicklungen? Wenn ja, von wem und dokumentiert?
  6. Gibt es eine Testumgebung und wer hat Serverzugang?

Diese Liste kostet dich eine Stunde und macht aus einem Schätzwert eine Kalkulation. Wer sie bekommt und trotzdem keine Spanne nennen will, ist nicht der Richtige.

Marktpreise zur Orientierung.

Damit du einordnen kannst, was Angebote bedeuten: Für einen Sprung innerhalb einer Hauptversion fallen üblicherweise wenige Stunden an. Für einen Sprung über eine Hauptversion wird in der Branche ein Mindestaufwand im Bereich von etwa zwanzig Stunden genannt — bei einer typischen Agenturinstallation mit eigenem Template und mehreren Extensions landet man damit im mittleren bis hohen vierstelligen Bereich. Für Sprünge über mehrere Hauptversionen mit Anpassungsbedarf werden am Markt Beträge von etwa fünftausend bis zwanzigtausend Euro genannt.

Das sind fremde Marktangaben, keine Preise von mir — und sie sagen nichts über deinen konkreten Fall. Sie helfen aber dabei, ein Angebot einzuordnen: Wenn jemand für eine gewachsene Installation mit zwölf Extensions tausend Euro aufruft, ist entweder etwas nicht verstanden worden oder es kommt später nach.

Angebote vergleichbar machen.

Hol dir mehrere Angebote und achte darauf, dass sie dieselben Punkte abdecken. Diese sechs Fragen trennen ein belastbares Angebot von einer Hausnummer:

  • Welche Zielversion? Ein Sprung auf die vorletzte Version ist billiger und in zwei Jahren wieder fällig.
  • Welche Extensions sind enthalten, und was passiert mit denen, die keine neue Fassung haben?
  • Ist die Anpassung des Templates enthalten oder wird sie separat berechnet?
  • Wird in einer Testumgebung gearbeitet, und wer stellt sie bereit?
  • Was umfasst der Test vor dem Livegang — und wer prüft fachlich?
  • Was passiert, wenn danach etwas nicht funktioniert? Gibt es eine Nachbesserungsphase?

Der letzte Punkt wird fast immer vergessen und ist der teuerste: Ein Upgrade ohne vereinbarte Nachbesserung endet gern in einer Diskussion darüber, ob ein Fehler vorher schon da war.

Wo du wirklich sparst.

Nicht beim Stundensatz — sondern beim Umfang. Drei Hebel, in dieser Reihenfolge wirksam:

  1. Ausmisten. Jede Extension, die vorher verschwindet, muss nicht geprüft, angepasst und getestet werden.
  2. Entscheiden statt aufschieben. Eine verwaiste Extension, bei der niemand weiß, ob sie gebraucht wird, verursacht Aufwand, solange die Frage offen ist.
  3. Vorarbeit leisten. Bestandsaufnahme selbst machen, Testumgebung bereitstellen, Ansprechpartner benennen, der fachlich prüfen kann.

Was nichts spart: eine ältere Zielversion zu wählen, um billiger wegzukommen. Du zahlst dann in zwei Jahren erneut — und der zweite Sprung ist nicht günstiger als der erste (Version ohne Support).

Wann Neuaufbau günstiger ist.

Ab einem gewissen Rückstand kippt die Rechnung. Anzeichen: mehrere Hauptversionen Rückstand, mehr verwaiste als gepflegte Extensions, ein Template, das niemand mehr versteht, und ein Design, das ohnehin erneuert werden soll. Dann zahlst du beim Upgrade dafür, Altlasten in die Zukunft zu tragen.

Ein Neuaufbau mit Übernahme der Inhalte ist in solchen Fällen oft nicht teurer, aber das Ergebnis ist besser: aktuelle Grundlage, nichts Unverstandenes, moderne Struktur. Der ehrliche Haken ist, dass es ein Projekt mit Konzept und Abnahme wird, nicht ein technischer Vorgang (Was ein Relaunch kostet).

Was danach kommt.

Ein Upgrade ist kein Endpunkt. Danach fällt laufender Aufwand an: Sicherheitsupdates innerhalb der Hauptversion, Pflege der Extensions, Backups, und in einigen Jahren der nächste Sprung. Wer das von Anfang an einplant, erlebt keine Überraschung — und zahlt in Summe deutlich weniger, weil regelmäßige kleine Sprünge günstiger sind als ein großer alle fünf Jahre.

Rechne beim Vergleich von Angeboten deshalb immer die laufende Betreuung mit. Ein günstiges Upgrade ohne anschließende Pflege ist in drei Jahren wieder da, wo du heute stehst (TYPO3-Wartung).

Wenn du nicht weiterkommst.

Schick mir die sechs Angaben aus der Bestandsaufnahme — dann sage ich dir, in welcher Größenordnung sich dein Fall bewegt und ob ich der Richtige bin. Schreib mir mit Domain, TYPO3-Version und einer kurzen Beschreibung — du bekommst eine ehrliche Einschätzung, ob ich der Richtige bin. Den Überblick über alle Themen gibt TYPO3-Fehler beheben. Wenn sich am Ende herausstellt, dass ein Wechsel die bessere Lösung ist: TYPO3 zu WordPress.

Fehleranalyse & Erste Hilfeab ~150 €

Ursache finden, Website wieder zum Laufen bringen, kurzer Bericht — meist am selben Tag.

Stundensatz~95 €

Für Anpassungen, Fehlerbehebung und Beratung nach Aufwand, abgerechnet in 15-Minuten-Schritten.

Wartungab ~49 €/Monat

Updates, Backups, Sicherheitscheck, Monitoring — Kleinigkeiten inklusive.

Orientierungswerte, keine Fixpreise — nach einem kurzen Gespräch bekommst du ein Festpreisangebot.

Wer hilft.

Ich bin Manuel Killert, Web-Entwickler aus Quakenbrück. Mein Schwerpunkt liegt auf WordPress — an TYPO3-Installationen arbeite ich dort, wo es um Betrieb und Fehlersuche geht: Ausfälle, Serverthemen, Datenbank, Mailversand, Updates und die Frage, wie es mit einer alten Installation weitergehen soll. Das sind die Probleme, bei denen die Ursache meist nicht im System selbst liegt, sondern darunter. Geht es um tiefe Entwicklung in TYPO3 — eigene Extensions, komplexe Mehrsprachigkeit, große Redaktionssysteme —, sage ich dir das offen und empfehle jemanden, der genau das macht. Ehrlich beraten heißt für mich auch, eine Anfrage abzugeben.

Häufige Fragen

FAQ — Was ein Upgrade kostet.

Was kostet ein TYPO3-Upgrade?

Das hängt stark von der Installation ab. Am Markt werden für Sprünge über mehrere Hauptversionen Beträge von etwa fünftausend bis zwanzigtausend Euro genannt, für einen einzelnen Sprung ein Mindestaufwand um zwanzig Stunden. Entscheidend sind Extensions, Templates und Eigenentwicklungen.

Warum nennt mir niemand einen Preis?

Weil zwei Installationen mit derselben Ausgangsversion sich im Aufwand um den Faktor zehn unterscheiden können. Mit einer Bestandsaufnahme aus sechs Angaben wird aus dem Schätzwert eine Kalkulation.

Welche Angaben braucht jemand für ein Angebot?

TYPO3-Version und Installationsart, PHP-Version, Liste aller Extensions mit Version, welche davon genutzt werden, ob es Eigenentwicklungen gibt und ob eine Testumgebung vorhanden ist.

Wo lässt sich beim Upgrade sparen?

Nicht beim Stundensatz, sondern beim Umfang: vorher ausmisten, offene Fragen zu verwaisten Extensions entscheiden und Vorarbeit wie Bestandsaufnahme und Testumgebung selbst leisten.

Lohnt es sich, auf eine ältere Zielversion zu gehen?

Nein. Das spart einmalig wenig und kostet in zwei Jahren erneut, weil der nächste Sprung dann fällig wird und nicht günstiger ausfällt.

Wann ist ein Neuaufbau günstiger als ein Upgrade?

Bei mehreren Hauptversionen Rückstand, mehr verwaisten als gepflegten Extensions und einem Design, das ohnehin erneuert werden soll. Dann zahlt man beim Upgrade dafür, Altlasten mitzunehmen.

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Beschreib kurz das Problem und nenn mir die TYPO3-Version — du bekommst eine ehrliche Einschätzung, woran es liegt und was es kostet.

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