Manuel Killert
Leistung · Drupal · Migration

Von Drupal zu WordPress — weniger Apparat, mehr Arbeiten.

Drupal ist stark, wenn Strukturen komplex sind. Es wird zur Last, wenn niemand mehr da ist, der es beherrscht. Genau dieser Punkt kommt in vielen Organisationen nach ein paar Jahren — spätestens beim nächsten großen Versionssprung.

Referenzen ansehen →Projekt anfragen
Kurz erklärt

Bei Drupal stecken Inhalte in Nodes mit eigenen Feldern und in Taxonomien. Diese Struktur wird auf WordPress abgebildet: Nodes werden zu Beiträgen, Seiten oder eigenen Inhaltstypen, Felder zu Zusatzfeldern, Taxonomien zu Kategorien und Schlagwörtern. Der Import läuft über einen Export oder direkt aus der Datenbank. Der Aufwand hängt fast vollständig davon ab, wie viele Inhaltstypen und Felder es gibt.

Warum Organisationen wechseln.

  • Versionssprünge sind bei Drupal regelmäßig echte Projekte mit eigenem Budget.
  • Personalfrage: Entwickler mit Drupal-Erfahrung sind teurer und seltener als WordPress-Kenner.
  • Redaktion: Das Backend überfordert Gelegenheitsnutzer, Inhalte bleiben liegen.
  • Überdimensioniert: Die Website nutzt einen Bruchteil dessen, wofür Drupal gebaut ist.
  • Module am Ende: Erweiterungen werden nicht mehr gepflegt und blockieren Updates.

Und ganz ehrlich: Es gibt Fälle, in denen Drupal bleiben sollte. Sehr große Portale mit vielen Inhaltstypen, komplexen Rechten, mehreren Mandanten und einem Team, das damit arbeitet, sind dort besser aufgehoben. Das sage ich vor dem Angebot.

Nodes, Felder, Taxonomien.

In DrupalIn WordPress
Node vom Typ Artikel oder SeiteBeitrag oder Seite
Eigener InhaltstypEigener Inhaltstyp (Custom Post Types)
Felder am InhaltstypZusatzfelder, meist über ein Feldplugin
TaxonomieKategorie oder Schlagwort, auch eigene Taxonomien
ViewsAbfragen im Theme oder über Blöcke
Blöcke und RegionenWidgets, Blöcke, Theme-Bereiche
Rollen und BerechtigungenRollen, bei Bedarf eigene (Rollen und Rechte)

Wie die Übernahme läuft.

Erst wird eine Landkarte erstellt: Welche Inhaltstypen gibt es, wie viele Inhalte je Typ, welche Felder sind gefüllt und welche werden nur mitgeschleppt? Diese Analyse entscheidet über alles Weitere. Danach werden die Inhalte exportiert — je nach Drupal-Version über ein Exportmodul, über die eingebaute Schnittstelle oder direkt aus der Datenbank. Für den Import entsteht ein Skript, das Felder gezielt zuordnet, Bilder übernimmt und interne Verweise umschreibt. Bei überschaubaren Beständen ist die manuelle Übertragung mit anschließender Qualitätsprüfung oft schneller und liefert saubere Inhalte.

Was mit Modulen passiert.

Für Standardmodule wie Formulare, Newsletter, Veranstaltungen, Downloads, Mitgliederbereiche und Suche gibt es Entsprechungen. Individuell entwickelte Module werden geprüft: Wird die Funktion noch gebraucht? Wenn ja, wird sie als eigenes Plugin nachgebaut, sauber dokumentiert und ohne Abhängigkeit von einem einzelnen Dienstleister (Plugin entwickeln lassen). Erfahrungsgemäß schrumpft die Funktionsliste beim Umzug deutlich, weil vieles historisch gewachsen und heute ungenutzt ist.

Mehrsprachigkeit.

Drupal kann Sprachen von Haus aus, in WordPress übernimmt das ein Plugin. Vor dem Umzug wird festgelegt, welche Sprachen bleiben, wie die Adressen aufgebaut sind und welche Inhalte übersetzt vorliegen. Beim Import werden die Sprachversionen einander zugeordnet, damit die Umschaltung funktioniert und Google die Beziehungen versteht. Mehr dazu: WordPress mehrsprachig machen.

Große Bestände.

Ab einigen tausend Inhalten wird der Import selbst zum Thema: Er läuft in Paketen über die Kommandozeile, Bilder werden gestapelt übernommen, und zwischendurch wird geprüft, ob Felder korrekt ankommen. Wichtig ist eine Zählung vorher und nachher je Inhaltstyp. Nichts ist ärgerlicher als der Verdacht, dass etwas fehlt, ohne es beweisen zu können. Genauso wichtig: Vor dem Import wird entschieden, welche Altinhalte gar nicht mitkommen. Häufig sind das Nachrichten aus zehn Jahren, die niemand mehr aufruft.

Adressen.

Drupal arbeitet intern mit Knotennummern und legt darüber sprechende Adressen. Nach dem Umzug sehen die Adressen anders aus, deshalb wird jede alte Adresse zugeordnet — inklusive der numerischen Varianten, die oft noch in Verlinkungen stecken. Ausführlich: Weiterleitungen und Website-Migration.

Ablauf und Dauer.

Analyse, Feldzuordnung, Aufbau, Import, Nacharbeit, Adresszuordnung, Abnahme, Livegang, Nachkontrolle. Bei überschaubaren Portalen sechs bis zehn Wochen, bei vielen Inhaltstypen und Sprachen deutlich länger. Der Zeitplan hängt weniger an der Menge der Inhalte als an der Zahl der unterschiedlichen Strukturen.

Kosten.

One-Pagerab ~1.500 €

Eine Seite mit allen Kerninfos, Kontakt, Rechtstexten — ideal für den Start.

Unternehmenswebsitemeist 3.000–7.000 €

5–15 Seiten, individuelles Design, SEO-Grundlagen, pflegbar in WordPress.

Online-Shopab ~3.500 €

WooCommerce mit Zahlungsarten, Versand und Rechtstexten.

Umfangreich / individuellab ~8.000 €

Viele Seiten, Mehrsprachigkeit, Schnittstellen, eigene Funktionen.

Orientierungswerte, keine Fixpreise — nach einem kurzen Gespräch bekommst du ein Festpreisangebot.

Wie es weitergeht.

Nenn mir die Drupal-Version, die Zahl der Inhaltstypen und ungefähr die Menge der Inhalte. Den Überblick über alle Umzugsthemen gibt die Seite Website-Migration. Geht es nur um ein neues Design auf demselben System, passt eher der Relaunch.

Wer das macht.

Ich bin Manuel Killert, Web- und WordPress-Entwickler aus Quakenbrück. Umzüge gehören für mich zum Alltag: bestehende Auftritte ablösen, Inhalte übernehmen, Adressen sauber umlenken und dafür sorgen, dass danach niemand etwas vermisst — weder Kunden noch Google. Ich betreibe selbst mehrere Plattformen und habe sie mehr als einmal auf neue Systeme und neue Server gebracht. Du sprichst direkt mit dem Entwickler, ohne Projektleitung dazwischen.

Häufige Fragen

FAQ — Drupal zu WordPress.

Lässt sich eine Drupal-Website nach WordPress migrieren?

Ja. Nodes werden zu Beiträgen, Seiten oder eigenen Inhaltstypen, Felder zu Zusatzfeldern und Taxonomien zu Kategorien oder Schlagwörtern. Der Import läuft über einen Export oder direkt aus der Datenbank.

Warum wechseln Organisationen von Drupal zu WordPress?

Wegen der aufwendigen Versionssprünge, der schwierigeren Personalsuche, eines für Gelegenheitsredakteure zu komplexen Backends und weil viele Websites nur einen Bruchteil der Möglichkeiten nutzen.

Was passiert mit unseren Drupal-Modulen?

Standardmodule haben Entsprechungen in WordPress. Individuell entwickelte Module werden geprüft und nur nachgebaut, wenn die Funktion noch gebraucht wird.

Kann WordPress unsere Feldstruktur abbilden?

Ja, über eigene Inhaltstypen und Zusatzfelder. Die Zuordnung der Felder wird vor dem Import festgelegt und ist der wichtigste Teil der Planung.

Wie geht es mit Mehrsprachigkeit weiter?

Über ein etabliertes Plugin. Vor dem Umzug werden Sprachen, Adressstruktur und vorhandene Übersetzungen festgelegt, beim Import werden die Sprachversionen einander zugeordnet.

Wann sollte Drupal bleiben?

Bei sehr großen Portalen mit vielen Inhaltstypen, komplexen Rechten, mehreren Mandanten und einem Team, das das System beherrscht.

Manuel Killert (rechts im Bild) mit einem FreundDas bin ich – rechts im Bild
Kontakt

Erzähl mir, was umziehen soll.

Nenn mir das alte System, den Umfang und was dir wichtig ist. Du bekommst eine ehrliche Einschätzung, ob sich der Wechsel lohnt und was er kostet.

Antwort meist innerhalb von 24 Stunden · hallo@manuelkillert.de