Website-Migration — umziehen, ohne bei null anzufangen.
Das alte System wird nicht mehr gepflegt, niemand kennt sich noch aus, jede Änderung kostet Geld: Irgendwann ist ein Wechsel fällig. Die Angst dabei ist immer dieselbe — verlieren wir Inhalte, Rankings oder Kunden? Mit sauberem Vorgehen lautet die Antwort nein.
Eine Migration ist ein Neuaufbau mit Datenübernahme. Übernommen werden Inhalte, Bilder, Struktur und, wo vorhanden, Produkte, Kunden und Bestellungen. Neu entstehen Design und Technik. Über allem steht die Adresszuordnung: Jede alte Adresse muss auf die passende neue zeigen, sonst verlierst du Sichtbarkeit. Der alte Auftritt bleibt bis zum Livegang unangetastet.
Wann ein Wechsel sinnvoll ist.
- Das System wird nicht mehr gepflegt oder die Version ist so alt, dass Updates nicht mehr möglich sind — ein echtes Sicherheitsproblem.
- Niemand kann Inhalte pflegen, weil die Bedienung zu kompliziert ist oder der frühere Dienstleister weg ist.
- Jede Änderung kostet, weil sie nur der Hersteller oder eine bestimmte Agentur umsetzen kann.
- Monatliche Miete für einen Baukasten, aus dem du nicht herauskommst.
- Die Seite ist langsam oder auf dem Handy unbrauchbar und lässt sich nicht sinnvoll reparieren.
- Du brauchst Funktionen, die das System nicht kann: Shop, Mehrsprachigkeit, Schnittstellen, Mitgliederbereich.
Kein guter Grund ist dagegen „das ist alt“. Wenn ein System läuft, gepflegt wird und alle damit arbeiten können, ist ein Wechsel verschwendetes Geld. Das sage ich auch, bevor ein Angebot entsteht.
Von welchem System zu WordPress.
| Ausgangssystem | Typische Ausgangslage | Seite |
|---|---|---|
| Typo3 | Gewachsener Firmenauftritt, teure Pflege, alte Version | Typo3 zu WordPress |
| Joomla | Seit Jahren ungepflegt, Sicherheitsdruck | Joomla zu WordPress |
| Jimdo, Wix, Squarespace | Baukasten mit Monatsmiete, begrenzte Möglichkeiten | Baukasten zu WordPress |
| Shopify | Mietshop mit App-Kosten | Shopify zu WooCommerce |
| Shopware, Magento | Zu groß, zu teuer oder zu aufwendig im Betrieb | Shopware oder Magento zu WooCommerce |
| Drupal | Aufwendige Versionssprünge, schwer zu besetzen | Drupal zu WordPress |
| Contao | Agentur von damals nicht mehr verfügbar | Contao zu WordPress |
| WordPress.com | Tarif begrenzt Plugins und Funktionen | WordPress.com zu eigenem WordPress |
| Statische HTML-Seite | Vor Jahren gebaut, niemand kann sie ändern | HTML-Website zu WordPress |
| WordPress zu WordPress | Serverwechsel, Domainwechsel, Zusammenlegung | WordPress-Umzug |
| Neue Domain | Umfirmierung oder Rebranding | Domain wechseln ohne Rankingverlust |
| Mehrere Domains | Zwei Auftritte, doppelte Pflege, Selbstkonkurrenz | Websites zusammenführen |
Was übernommen wird.
Bei Inhaltsseiten sind das Texte, Bilder, Dokumente, Struktur und Menüführung. Bei Shops kommen Produkte mit Varianten, Kategorien, Kunden und Bestellhistorie dazu (Produktdaten importieren). Nicht übernommen werden Passwörter — sie liegen verschlüsselt vor und lassen sich technisch nicht überführen. Kunden setzen sie einmalig neu, was in der Umzugskommunikation angekündigt wird. Ebenfalls neu entstehen Design, Formulare und alles, was im alten System über Erweiterungen lief.
Ein Umzug ist übrigens der beste Zeitpunkt zum Ausmisten. Fast jede gewachsene Website schleppt Seiten mit, die seit Jahren niemand aufruft. Statt alles blind zu übernehmen, sehen wir uns die Zugriffszahlen an und entscheiden bewusst, was mitkommt, was zusammengefasst wird und was verschwindet.
Adressen: der kritische Teil.
Jedes System baut Adressen anders. Ohne Zuordnung landen Google-Treffer, Links von Partnern und Lesezeichen deiner Kunden im Nichts. Deshalb wird vor dem Umzug eine Liste aller alten Adressen erstellt — aus Sitemap, Search Console und den Zugriffsprotokollen der letzten Monate — und jeder Adresse ein inhaltlich passendes Ziel zugewiesen. Seiten, die ersatzlos wegfallen, bekommen entweder ein sinnvolles Ersatzziel oder ein klares Signal, dass sie nicht mehr existieren. Nach dem Livegang werden Stichproben geprüft und die Fehlerberichte beobachtet. Wie das technisch aussieht: Weiterleitungen einrichten.
Ablauf.
- Bestandsaufnahme: System, Umfang, Funktionen, Schnittstellen, Adressen, Zugriffszahlen.
- Entscheidung: Was kommt mit, was fällt weg, was wird zusammengefasst?
- Export der Inhalte und Prüfung auf Lücken.
- Aufbau auf einer Testumgebung: Design, Struktur, Funktionen (Staging).
- Import und Nacharbeit an Formatierungen, Bildern und internen Links.
- Adresszuordnung bauen und testen.
- Abnahme durch dich, mit Zeit zum Durchklicken.
- Livegang zu ruhiger Zeit, danach Prüfliste (Livegang).
- Nachkontrolle über vier Wochen: Fehlerseiten, Rankings, Anfragen.
Dauer und Zeitpunkt.
Eine überschaubare Unternehmenswebsite ist in vier bis sechs Wochen umgezogen, ein Shop oder ein großer Auftritt braucht acht bis zwölf. Den Takt bestimmen selten technische Fragen, sondern Entscheidungen und Inhalte auf deiner Seite. Guter Zeitpunkt: eine ruhige Phase im Geschäftsjahr, nicht kurz vor der Hauptsaison und nicht vor dem Urlaub der Person, die Inhalte pflegt.
Risiken und wie ich sie ausschließe.
| Risiko | Gegenmaßnahme |
|---|---|
| Rankings brechen ein | Vollständige Adresszuordnung, Prüfung vor und nach dem Livegang |
| Inhalte gehen verloren | Export, Abgleich per Liste, Abnahme vor dem Umschalten |
| Ausfallzeit | Aufbau parallel, alte Seite bleibt bis zuletzt online |
| Formulare fehlen | Alle Eingangswege werden vorher erfasst und nach dem Umzug getestet |
| E-Mails kommen nicht mehr an | Postfächer und Versand getrennt geprüft (E-Mail-Prüfung) |
| Kein Rückweg | Sicherung des alten Stands, Umschaltung erst nach Test |
Kosten.
Eine Migration kostet ungefähr so viel wie ein Neubau in derselben Größe, weil sie in der Praxis ein Neuaufbau mit Datenübernahme ist. Dazu kommt der Aufwand für Adresszuordnung und Datenprüfung, der mit der Zahl der Seiten wächst.
Eine Seite mit allen Kerninfos, Kontakt, Rechtstexten — ideal für den Start.
5–15 Seiten, individuelles Design, SEO-Grundlagen, pflegbar in WordPress.
WooCommerce mit Zahlungsarten, Versand und Rechtstexten.
Viele Seiten, Mehrsprachigkeit, Schnittstellen, eigene Funktionen.
Orientierungswerte, keine Fixpreise — nach einem kurzen Gespräch bekommst du ein Festpreisangebot.
Wie es weitergeht.
Nenn mir das alte System und die Adresse deiner Website. Danach weißt du, was der Umzug bringt und was er kostet. Den Überblick über alle Umzugsthemen gibt die Seite Website-Migration. Geht es nur um ein neues Design auf demselben System, passt eher der Relaunch.
Wer das macht.
Ich bin Manuel Killert, Web- und WordPress-Entwickler aus Quakenbrück. Umzüge gehören für mich zum Alltag: bestehende Auftritte ablösen, Inhalte übernehmen, Adressen sauber umlenken und dafür sorgen, dass danach niemand etwas vermisst — weder Kunden noch Google. Ich betreibe selbst mehrere Plattformen und habe sie mehr als einmal auf neue Systeme und neue Server gebracht. Du sprichst direkt mit dem Entwickler, ohne Projektleitung dazwischen.
Auftritte, die einen Vorgänger hatten.
Zwei Projekte, bei denen eine bestehende Website abgelöst wurde — mit Übernahme der Inhalte und ohne Bruch für Kunden und Google.
FAQ — Website-Migration.
Verliere ich bei einer Website-Migration meine Google-Rankings?
Nicht, wenn jede alte Adresse per Weiterleitung auf ein inhaltlich passendes Ziel zeigt. Diese Zuordnung entsteht vor dem Umzug und wird danach kontrolliert.
Wie lange ist meine Website während des Umzugs offline?
Gar nicht. Der neue Auftritt entsteht auf einer Testumgebung, die alte Seite bleibt bis zum Livegang erreichbar. Umgeschaltet wird zu einer ruhigen Zeit.
Welche Inhalte werden übernommen?
Texte, Bilder, Dokumente, Struktur und Menüs, bei Shops zusätzlich Produkte, Kategorien, Kunden und Bestellungen. Passwörter lassen sich nicht übernehmen, sie werden einmalig neu gesetzt.
Wie lange dauert eine Migration?
Eine überschaubare Unternehmenswebsite vier bis sechs Wochen, ein Shop oder großer Auftritt acht bis zwölf. Der Takt hängt vor allem an Entscheidungen und Inhalten auf Kundenseite.
Was kostet ein Systemwechsel?
Ungefähr so viel wie ein Neubau derselben Größe, weil eine Migration ein Neuaufbau mit Datenübernahme ist. Dazu kommt Aufwand für Adresszuordnung und Datenprüfung.
Wann lohnt sich ein Wechsel nicht?
Wenn das System gepflegt wird, alle damit arbeiten können und keine Funktionen fehlen. Allein das Alter ist kein Grund für einen Wechsel.
Das bin ich – rechts im BildErzähl mir, was umziehen soll.
Nenn mir das alte System, den Umfang und was dir wichtig ist. Du bekommst eine ehrliche Einschätzung, ob sich der Wechsel lohnt und was er kostet.
Antwort meist innerhalb von 24 Stunden · hallo@manuelkillert.de

