Domain wechseln ohne Rankingverlust — neuer Name, gleiche Sichtbarkeit.
Umfirmierung, Namensänderung, endlich die passende Domain frei: Es gibt gute Gründe, die Adresse zu wechseln. Die Angst dabei ist berechtigt, denn schlecht gemacht kostet ein Domainwechsel Sichtbarkeit für Monate. Gut gemacht merkt man ihn kaum.
Ein Domainwechsel ist beherrschbar, wenn drei Dinge stimmen: Jede alte Adresse wird per dauerhafter Weiterleitung auf die passende neue geleitet, der Wechsel wird in der Search Console gemeldet, und die Weiterleitungen bleiben jahrelang bestehen. Dazu kommt alles, was außerhalb der Website liegt: E-Mail, Google-Unternehmensprofil, Verzeichnisse, Social Media, Rechnungen, Visitenkarten.
Was wirklich passiert.
Für Google ist eine andere Domain zunächst eine andere Website. Die Sichtbarkeit, die deine alte Adresse über Jahre aufgebaut hat, wird nicht automatisch übertragen — sie wird über Weiterleitungen und die Adressänderung in der Search Console vererbt. Dieser Vorgang dauert Wochen bis Monate. In dieser Zeit sind Schwankungen normal. Was nicht normal ist: ein dauerhafter Einbruch. Der entsteht fast immer durch unvollständige Weiterleitungen, nicht durch den Wechsel selbst.
Vorbereitung.
- Neue Domain sichern und prüfen: War sie früher schon einmal in Benutzung? Eine Domain mit Vorgeschichte kann belastet sein.
- Alle alten Adressen sammeln aus Sitemap, Search Console und Zugriffsprotokollen.
- Zuordnung bauen: Jede alte Adresse bekommt exakt eine neue.
- Wichtige Links erfassen: Wer verlinkt auf dich? Verbände, Partner, Presse, Verzeichnisse.
- Zeitpunkt wählen: ruhige Phase, nicht vor Urlaub oder Hauptsaison.
- Messung sichern: Zahlen der letzten Monate festhalten, um später vergleichen zu können.
Weiterleitungen: eins zu eins.
Die wichtigste Regel: Jede alte Adresse zeigt dauerhaft auf ihre inhaltlich passende neue Adresse — nicht pauschal auf die neue Startseite. Eine Sammelweiterleitung aller Seiten auf die Startseite wertet Google als weiche Fehlerseite und überträgt so gut wie nichts. Ebenso wichtig: keine Ketten. Wenn die alte Adresse erst auf eine Zwischenstation und dann zum Ziel führt, geht Kraft verloren und es dauert länger. Technisch gehört das auf Serverebene, damit es schnell ist (Weiterleitungen einrichten).
Search Console und Adressänderung.
Beide Domains gehören in die Search Console. Nach dem Umschalten wird dort die Funktion zur Adressänderung genutzt: Sie teilt Google mit, dass die Website dauerhaft umgezogen ist, und beschleunigt die Übertragung deutlich. Voraussetzung ist, dass beide Domains bestätigt sind und die Weiterleitungen laufen. Danach hilft es, die neue Sitemap einzureichen und die wichtigsten Seiten zur Indexierung anzustoßen. Die Berichte zeigen in den folgenden Wochen, wie die alte Domain aus dem Index verschwindet und die neue aufsteigt.
E-Mail nicht vergessen.
Der Punkt, der in der Hektik am häufigsten untergeht. Mit der neuen Domain kommen neue Postfächer, die alten müssen aber weiterlaufen — Kunden, Lieferanten und Behörden schreiben noch jahrelang an die alte Adresse. Bewährt: Neue Postfächer einrichten, alte Adressen als Weiterleitung auf die neuen schalten und in der Signatur nur noch die neue verwenden. Wichtig sind außerdem die technischen Einträge für zuverlässige Zustellung, sonst landen Mails von der neuen Domain im Spam (E-Mails kommen nicht an).
Alles außerhalb der Website.
| Bereich | Was zu tun ist |
|---|---|
| Google-Unternehmensprofil | Website-Adresse ändern, Name nur bei echter Umfirmierung |
| Branchenverzeichnisse | Einträge aktualisieren, gerade die mit Links |
| Social-Media-Profile | Links in Bio und Impressum ändern |
| Newsletter | Absenderadresse, Links, Fußzeile |
| Rechnungen und Angebote | Vorlagen anpassen |
| Drucksachen | Visitenkarten, Fahrzeuge, Schilder — mit Vorlauf planen |
| Partner und Verbände | Um Anpassung wichtiger Links bitten |
| Werbekonten | Anzeigen, Zielseiten und Conversion-Messung umstellen |
Zeitplan.
- Zwei Wochen vorher: Zuordnung fertig, Testumgebung unter neuer Domain, E-Mail vorbereitet.
- Tag X: Umschalten, Weiterleitungen aktiv, Adressen in der Website korrigiert, alle Caches geleert.
- Tag X plus 1: Adressänderung in der Search Console, Sitemap einreichen, Stichproben prüfen.
- Erste Woche: täglich Fehlerseiten und Anfragen beobachten.
- Erster Monat: wöchentlich Rankings und Zugriffe vergleichen.
- Danach: Weiterleitungen bestehen lassen — mindestens ein Jahr, besser dauerhaft.
Was danach passiert.
In den ersten Tagen sinken die Zugriffe oft leicht, weil Google beide Adressen parallel verarbeitet. Nach zwei bis sechs Wochen sollte die neue Domain die Positionen der alten übernommen haben. Kleinere Verschiebungen bleiben, das ist normal. Sorgen machen musst du dir, wenn nach sechs bis acht Wochen die Zugriffe deutlich unter dem alten Niveau liegen — dann fehlen meist Weiterleitungen oder es gibt Ketten und Schleifen (zu viele Weiterleitungen).
Die klassischen Fehler.
- Alles auf die neue Startseite umgeleitet.
- Weiterleitungen nach ein paar Monaten abgeschaltet.
- Alte Domain gekündigt — damit sind alle Links tot.
- Interne Links zeigen weiter auf die alte Adresse.
- Adressänderung in der Search Console vergessen.
- E-Mail-Postfächer zu früh abgeschaltet.
- Umstellung kurz vor der Hauptsaison.
Behalte die alte Domain, solange sie bezahlbar ist. Sie kostet wenige Euro im Jahr und hält Jahre alte Links am Leben.
Wie es weitergeht.
Bei einem Domainwechsel übernehme ich Zuordnung, Umschaltung und Nachkontrolle — inklusive der Dinge außerhalb der Website. Den Überblick über alle Umzugsthemen gibt die Seite Website-Migration. Geht es nur um ein neues Design auf demselben System, passt eher der Relaunch.
Wer das macht.
Ich bin Manuel Killert, Web- und WordPress-Entwickler aus Quakenbrück. Umzüge gehören für mich zum Alltag: bestehende Auftritte ablösen, Inhalte übernehmen, Adressen sauber umlenken und dafür sorgen, dass danach niemand etwas vermisst — weder Kunden noch Google. Ich betreibe selbst mehrere Plattformen und habe sie mehr als einmal auf neue Systeme und neue Server gebracht. Du sprichst direkt mit dem Entwickler, ohne Projektleitung dazwischen.
Auftritte, die einen Vorgänger hatten.
Zwei Projekte, bei denen eine bestehende Website abgelöst wurde — mit Übernahme der Inhalte und ohne Bruch für Kunden und Google.
FAQ — Domain wechseln ohne Rankingverlust.
Verliere ich beim Domainwechsel meine Rankings?
Nicht dauerhaft, wenn jede alte Adresse dauerhaft auf die passende neue weiterleitet, der Wechsel in der Search Console gemeldet wird und die Weiterleitungen bestehen bleiben. Schwankungen in den ersten Wochen sind normal.
Darf ich alle alten Seiten auf die neue Startseite leiten?
Nein. Google wertet das als weiche Fehlerseite und überträgt kaum Sichtbarkeit. Jede Adresse braucht ein inhaltlich passendes Ziel.
Wie lange müssen die Weiterleitungen bestehen bleiben?
Mindestens ein Jahr, besser dauerhaft. Alte Links in Verzeichnissen, Presseartikeln und Lesezeichen leben oft viele Jahre.
Was mache ich mit den alten E-Mail-Adressen?
Neue Postfächer einrichten und die alten Adressen als Weiterleitung weiterlaufen lassen. Kunden und Behörden schreiben noch jahrelang an die alte Adresse.
Wie lange dauert es, bis Google den Wechsel verarbeitet hat?
Meist zwei bis sechs Wochen. Liegen die Zugriffe nach sechs bis acht Wochen deutlich unter dem alten Niveau, fehlen in der Regel Weiterleitungen oder es gibt Ketten.
Sollte ich die alte Domain kündigen?
Nein, solange sie bezahlbar ist. Sie kostet wenige Euro im Jahr und hält alle bestehenden Links funktionsfähig.
Das bin ich – rechts im BildErzähl mir, was umziehen soll.
Nenn mir das alte System, den Umfang und was dir wichtig ist. Du bekommst eine ehrliche Einschätzung, ob sich der Wechsel lohnt und was er kostet.
Antwort meist innerhalb von 24 Stunden · hallo@manuelkillert.de

