Produktdaten importieren — einmal sauber statt dreimal nachbessern.
Der Import ist der Moment, in dem sich entscheidet, ob ein Shop später angenehm zu pflegen ist. Mit einer durchdachten Tabelle dauert er eine Stunde. Mit einer gewachsenen Exportdatei aus dem Altsystem können daraus Tage werden — und ein Katalog, den niemand mehr geradebiegen will.
WooCommerce bringt einen eigenen CSV-Import mit, der für die meisten Fälle reicht. Entscheidend ist die Vorbereitung: eindeutige Artikelnummern, saubere Trennung von Haupt- und Variantenzeilen, Bild-Adressen statt Dateinamen, richtige Steuerklassen. Vor dem echten Import immer ein Testlauf mit zwanzig Produkten auf einer Kopie — danach fällt auf, was fehlt.
Vorbereitung entscheidet.
Bevor eine einzige Zeile importiert wird, gehören drei Fragen beantwortet. Erstens: Was ist ein eigenes Produkt und was eine Variante? Diese Entscheidung bestimmt den ganzen Katalog und ist später nur mühsam zu ändern. Zweitens: Welche Attribute braucht der Kunde zum Filtern — und welche sind nur interne Informationen? Drittens: Welche Artikelnummer ist die eindeutige Kennung, auf die sich später Warenwirtschaft, Buchhaltung und Updates beziehen? Wer hier sauber arbeitet, spart sich hinterher die Hälfte der Arbeit.
Die CSV richtig aufbauen.
| Spalte | Inhalt | Hinweis |
|---|---|---|
| SKU | Eindeutige Artikelnummer | Pflicht für spätere Aktualisierungen |
| Typ | simple, variable, variation | Varianten stehen in eigenen Zeilen |
| Name | Produktname | Bei Varianten identisch mit dem Hauptprodukt |
| Übergeordnetes Produkt | SKU des Hauptprodukts | Nur bei Varianten |
| Beschreibung, Kurzbeschreibung | Text, HTML erlaubt | Zeilenumbrüche sauber halten |
| Regulärer Preis | Zahl mit Punkt | Kein Währungszeichen |
| Steuerklasse | leer für Standard, sonst Name | Für 7 Prozent die ermäßigte Klasse |
| Kategorien | Pfad mit > für Ebenen | Mehrere durch Komma trennen |
| Bilder | Vollständige Adressen | Erstes Bild ist das Hauptbild |
| Lagerbestand | Zahl | Nur wenn Lagerverwaltung aktiv ist |
Die Datei wird als CSV mit UTF-8-Kodierung gespeichert, sonst werden Umlaute zerstört. Excel ist dabei eine häufige Fehlerquelle — es speichert je nach Einstellung in einem anderen Format und macht aus Artikelnummern gern Zahlen mit abgeschnittenen Nullen. Sicherer sind Tabellenprogramme, in denen sich Kodierung und Trennzeichen explizit einstellen lassen.
Varianten und Attribute.
Variable Produkte bestehen aus einer Zeile für das Hauptprodukt und je einer Zeile pro Variante. Das Hauptprodukt trägt die Attribute mit allen möglichen Werten, die Varianten jeweils die konkrete Kombination. Zwei Stolpersteine: Attribute müssen exakt gleich geschrieben sein, sonst entstehen doppelte Ausprägungen wie „Blau“ und „blau“. Und für Filter im Shop müssen Attribute als globale Attribute angelegt sein, nicht nur als Text am Produkt. Beides lässt sich vor dem Import in der Tabelle geradeziehen, danach nur noch von Hand.
Bilder übernehmen.
Am einfachsten ist der Import über vollständige Bildadressen: WooCommerce lädt die Dateien beim Import herunter. Das setzt voraus, dass die Bilder online erreichbar sind — beim Umzug also der alte Shop noch läuft. Bei großen Mengen empfiehlt sich, die Bilder vorher zu optimieren, weil ein Katalog mit hunderten unkomprimierten Fotos den Shop ausbremst. Alternativ werden die Dateien per FTP hochgeladen und über einen Abgleich zugeordnet. Wichtig sind außerdem Alternativtexte für die Barrierefreiheit und die Bildersuche — sie lassen sich gleich mit importieren.
Preise, Steuern, Lager.
Preise werden ohne Währungszeichen und mit Punkt als Dezimaltrennzeichen geschrieben. Ob es Brutto- oder Nettopreise sind, hängt von der Shop-Einstellung ab — eine falsche Annahme verschiebt den ganzen Katalog um 19 Prozent (Mehrwertsteuer). Produkte mit ermäßigtem Satz brauchen die passende Steuerklasse in der Tabelle. Bei aktiver Lagerverwaltung kommen Bestand, Lagerstatus und Nachbestellregel dazu. Wenn die Bestände später aus der Warenwirtschaft kommen, sollten sie nur einmal initial importiert und danach ausschließlich von dort gepflegt werden (Schnittstellen).
Import aus Altsystemen.
Exporte aus Shopware, Magento, Shopify oder einer Warenwirtschaft passen nie direkt auf das Format von WooCommerce. Dazwischen liegt immer eine Aufbereitung: Spalten umbenennen und zuordnen, Kategorien übersetzen, Attribute vereinheitlichen, HTML aus Beschreibungen säubern, Preise und Steuerklassen prüfen. Das ist der eigentliche Aufwand einer Shop-Migration. Bei wiederkehrenden Importen lohnt ein Skript, das die Umwandlung automatisch erledigt — dann lässt sich der Import beliebig oft wiederholen, ohne jedes Mal von vorn zu beginnen.
Dubletten und Updates.
WooCommerce erkennt vorhandene Produkte an der Artikelnummer und aktualisiert sie, statt neue anzulegen — vorausgesetzt, die Option zum Aktualisieren ist gesetzt und die Nummern sind eindeutig. Fehlt die Artikelnummer, entstehen bei jedem Import Dubletten. Für regelmäßige Preisaktualisierungen genügt eine schmale Datei mit Artikelnummer und Preis, statt jedes Mal den ganzen Katalog zu schicken. Das ist schneller und weniger fehleranfällig.
Nach dem Import prüfen.
- Stichprobe von zehn Produkten: Preis, Varianten, Bilder, Kategorie, Steuerklasse.
- Anzahl der Produkte mit der Quelle abgleichen.
- Produkte ohne Bild, ohne Preis oder ohne Kategorie herausfiltern.
- Filter im Shop testen — funktionieren die Attribute?
- Testbestellung mit einem variablen Produkt durchführen.
- Suche prüfen, ob Artikelnummern gefunden werden (Suche verbessern).
Sehr große Kataloge.
Ab einigen tausend Produkten wird der Import selbst zum technischen Thema: Er läuft in Paketen, braucht Zeit und Arbeitsspeicher und bricht bei zu knappen Servergrenzen ab (Zeitüberschreitung). Dann wird über die Kommandozeile importiert, in Blöcken und außerhalb der Stoßzeiten. Ebenso wichtig: Nach dem Import brauchen große Kataloge Aufmerksamkeit bei Suche, Filtern und Ladezeit (WooCommerce langsam).
Wie es weitergeht.
Schick mir deine Produktdatei, und ich sage dir, was fehlt, bevor irgendetwas importiert wird. Den Überblick über alle Umzugsthemen gibt die Seite Website-Migration. Geht es nur um ein neues Design auf demselben System, passt eher der Relaunch.
Wer das macht.
Ich bin Manuel Killert, Web- und WordPress-Entwickler aus Quakenbrück. Umzüge gehören für mich zum Alltag: bestehende Auftritte ablösen, Inhalte übernehmen, Adressen sauber umlenken und dafür sorgen, dass danach niemand etwas vermisst — weder Kunden noch Google. Ich betreibe selbst mehrere Plattformen und habe sie mehr als einmal auf neue Systeme und neue Server gebracht. Du sprichst direkt mit dem Entwickler, ohne Projektleitung dazwischen.
Auftritte, die einen Vorgänger hatten.
Zwei Projekte, bei denen eine bestehende Website abgelöst wurde — mit Übernahme der Inhalte und ohne Bruch für Kunden und Google.
FAQ — Produktdaten in WooCommerce importieren.
Wie importiere ich Produkte in WooCommerce?
Über den eingebauten CSV-Import. Die Datei braucht eindeutige Artikelnummern, die richtige Trennung von Haupt- und Variantenzeilen, vollständige Bildadressen und passende Steuerklassen. Vorher ein Testlauf auf einer Kopie.
Wie importiere ich variable Produkte mit Varianten?
Das Hauptprodukt bekommt eine Zeile mit allen möglichen Attributwerten, jede Variante eine eigene Zeile mit Verweis auf die Artikelnummer des Hauptprodukts und der konkreten Kombination.
Warum sind nach dem Import die Umlaute kaputt?
Weil die Datei nicht als UTF-8 gespeichert wurde. Excel ist dafür eine häufige Ursache. Besser ein Programm nutzen, in dem sich Kodierung und Trennzeichen ausdrücklich einstellen lassen.
Wie vermeide ich doppelte Produkte?
Mit eindeutigen Artikelnummern und der Option, vorhandene Produkte zu aktualisieren. Ohne Artikelnummer legt jeder Import neue Produkte an.
Kann ich Bilder mitimportieren?
Ja, über vollständige Bildadressen, die WooCommerce beim Import herunterlädt. Dafür müssen die Bilder online erreichbar sein, beim Umzug also der alte Shop noch laufen.
Was mache ich bei mehreren tausend Produkten?
In Paketen importieren, am besten über die Kommandozeile und außerhalb der Stoßzeiten, weil der Import sonst an Servergrenzen scheitert. Danach Suche, Filter und Ladezeit prüfen.
Das bin ich – rechts im BildErzähl mir, was umziehen soll.
Nenn mir das alte System, den Umfang und was dir wichtig ist. Du bekommst eine ehrliche Einschätzung, ob sich der Wechsel lohnt und was er kostet.
Antwort meist innerhalb von 24 Stunden · hallo@manuelkillert.de

