Drupal 7 — das Ende kam, der Umzug steht aus.
Drupal 7 wurde über Jahre verlängert und ist seit Januar 2025 endgültig am Ende. Viele Installationen laufen trotzdem weiter — weil der Umstieg kein Update ist, sondern ein Projekt. Hier steht, wie es geordnet läuft.
Drupal 7 endete im Januar 2025, nach mehreren Verlängerungen. Der Weg nach vorn ist kein Update: Zwischen 7 und 8 wurde das System vollständig neu gebaut. Es gibt ein Migrations-Framework, das Inhalte, Felder, Benutzer und Taxonomie überführt — Theme, Module und eigener Code entstehen neu. Die Grundsatzfrage lautet deshalb: bei Drupal bleiben oder wechseln?
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Der Stand.
Drupal 7 erschien 2011 und wurde ungewöhnlich lange unterstützt — die Frist wurde mehrfach verlängert, zuletzt bis Januar 2025. Seitdem gibt es keine Sicherheitsupdates vom Projekt mehr.
Es gibt kommerzielle Anbieter, die eine verlängerte Versorgung anbieten. Das ist für große Installationen eine Brücke, aber keine dauerhafte Lösung — und es kostet laufend Geld, das in die Migration besser angelegt wäre.
Zur Einordnung: Eine Drupal-7-Installation ist heute über ein Jahr ohne Sicherheitsupdates und läuft auf PHP-Fassungen, die ihrerseits nicht mehr versorgt werden. Das ist bei personenbezogenen Daten schwer zu begründen (Sicherheit).
Warum kein Update.
Zwischen Drupal 7 und 8 wurde das System grundlegend neu gebaut: andere Architektur, anderes Templating, andere Modulstruktur, eine neue Abhängigkeitsverwaltung. Praktisch ist Drupal 8 und alles danach ein anderes System mit demselben Namen.
Daraus folgt: Es gibt keinen Aktualisierungspfad. Stattdessen wird eine neue Installation aufgesetzt, und die Inhalte werden überführt. Erscheinungsbild und Funktionen entstehen neu.
Die gute Nachricht an dieser Stelle: Seit Drupal 8 sind die Sprünge zwischen Hauptversionen deutlich einfacher geworden. Wer die Migration einmal gemacht hat, hat danach einen berechenbaren Rhythmus (Update auf Drupal 11).
Die Grundsatzfrage.
Weil ohnehin neu gebaut wird, stellt sich eine Frage, die bei einem normalen Update nicht aufkäme: Soll es wieder Drupal sein?
| Spricht für Drupal | Spricht für einen Wechsel |
|---|---|
| Komplexes Inhaltsmodell mit vielen Beziehungen | Einfache Website mit Seiten und Beiträgen |
| Differenzierte Rechte und Rollen | Wenige Redakteure, einfache Rechte |
| Mehrsprachigkeit | Einsprachig |
| Freigabe-Workflows | Direkt veröffentlichen |
| Große Datenmengen, viele Inhaltstypen | Überschaubarer Umfang |
| Vorhandenes Drupal-Wissen im Haus | Niemand kennt sich aus |
| Anbindung an Fachverfahren | Keine Schnittstellen |
Meine Erfahrung: Bei Drupal-7-Installationen in Behörden, Hochschulen und größeren Organisationen spricht meist die linke Spalte — dort wird genutzt, wofür Drupal gebaut ist. Bei kleineren Websites, die vor Jahren von einer Agentur auf Drupal gesetzt wurden, oft die rechte.
Das ist die wichtigste Entscheidung des ganzen Vorhabens, und sie gehört vor die Technikplanung (Wechsel zu WordPress).
Das Migrations-Framework.
Drupal bringt für diesen Fall ein eigenes Werkzeug mit — das ist eine Stärke des Systems und erklärt, warum eine Drupal-7-Migration geordneter läuft als vergleichbare Umstiege anderswo.
Das Framework liest die alte Datenbank, bildet die Strukturen auf die neue Installation ab und überführt die Daten. Es lässt sich mehrfach ausführen, einzelne Bestandteile lassen sich gezielt übertragen, und der Vorgang ist nachvollziehbar protokolliert.
Praktisch heißt das: Man kann die Migration proben, prüfen, korrigieren und wiederholen — statt einmal einen großen Schnitt zu machen. Bei umfangreichen Installationen ist das der entscheidende Vorteil.
Für Standardfälle gibt es eine geführte Oberfläche; für komplexe Strukturen schreibt man eigene Abbildungsregeln. Letzteres ist der Teil, der Zeit kostet — und der entscheidet, wie sauber das Ergebnis wird.
Was übernommen wird.
- Inhalte aller Inhaltstypen samt Feldern.
- Felddefinitionen und ihre Zuordnung.
- Taxonomie mit Begriffen und Zuordnungen.
- Benutzer mit Rollen — Passwörter je nach Verfahren.
- Dateien und Bilder samt Verknüpfungen.
- Menüs und Pfadaliase.
- Kommentare, falls genutzt.
Die vorletzte Zeile ist wichtig für die Sichtbarkeit: Wenn die Pfadaliase mitwandern, bleiben die Adressen gleich — und damit die Rankings. Das ist bei dieser Migration erreichbar und sollte ausdrücklich eingeplant werden.
Was neu entsteht.
- Das Theme. Drupal-7-Themes funktionieren nicht; das Erscheinungsbild wird neu gebaut.
- Beigesteuerte Module. Nachfolger suchen, Alternativen finden oder Funktion streichen.
- Eigene Module. Neu schreiben nach aktueller Architektur.
- Ansichten. Lassen sich teils übernehmen, oft ist Neuanlegen sauberer.
- Konfiguration von Modulen.
- Formulare, je nach eingesetztem Modul.
Punkt zwei ist der Posten, der über den Aufwand entscheidet. Eine angenehme Erkenntnis dabei: Vieles, wofür in Drupal 7 ein Modul nötig war, kann der aktuelle Kern selbst — Felder, Ansichten, Mehrsprachigkeit, Medienverwaltung. Die Modulliste schrumpft bei der Migration regelmäßig erheblich (Module).
Ablauf.
- Bestandsaufnahme: Inhaltstypen, Felder, Module, Ansichten, eigener Code, Datenmenge.
- Grundsatzentscheidung: Drupal oder anderes System.
- Aufräumen vorher — Inhalte, die niemand braucht, müssen nicht mitwandern.
- Neue Installation aufsetzen und Inhaltsmodell anlegen.
- Migration probeweise ausführen und prüfen.
- Abbildungsregeln verfeinern, Vorgang wiederholen.
- Theme bauen, Module einrichten.
- Adressen abgleichen und Weiterleitungen vorbereiten.
- Letzte Migration mit dem aktuellen Stand und umschalten.
Schritt drei lohnt sich doppelt: Weniger Inhalte bedeuten kürzere Migrationsläufe und eine aufgeräumte neue Website. Bei einer Installation mit fünfzehn Jahren Historie ist das oft die Hälfte.
Adressen und Sichtbarkeit.
Der Teil, der über den Erfolg nach außen entscheidet. Wenn sich Adressen ändern und niemand weiterleitet, bricht der Suchverkehr ein — unabhängig davon, wie gut die neue Website ist.
- Alle bestehenden Adressen erfassen aus Sitemap, Serverprotokollen, Search Console und einem Crawler.
- Pfadaliase mitmigrieren, wo möglich — dann bleiben Adressen gleich.
- Für geänderte Adressen eine Zuordnung bauen.
- Weiterleitungen einrichten, dauerhaft weiterleitend.
- Nach dem Umschalten Fehlerseiten täglich prüfen.
Punkt zwei ist der Unterschied zwischen einer sanften Umstellung und einem Einbruch (Weiterleitungen).
Was es bedeutet.
Eine Drupal-7-Migration ist ein Projekt, kein Nachmittag. Was den Aufwand treibt: viele Inhaltstypen und Felder; viele beigesteuerte Module; eigene Module; ein individuell gebautes Theme; Mehrsprachigkeit; große Datenmengen; Anbindungen an Fachverfahren.
Was ihn senkt: ein überschaubares Inhaltsmodell; die Bereitschaft, Inhalte und Funktionen wegzulassen; ein Theme, das ohnehin erneuert werden soll; und die Entscheidung, Kernfunktionen statt Modulen zu nutzen.
Nenn mir die Zahl der Inhaltstypen, die Modulliste und die Datenmenge — daraus sage ich dir, in welcher Größenordnung wir uns bewegen. Diese Einschätzung kostet nichts.
Bis dahin.
Solange die Migration nicht steht, gehört die alte Installation abgesichert — befristet:
- Verlängerte Versorgung über einen kommerziellen Anbieter erwägen.
- Zugriff auf den Verwaltungsbereich beschränken.
- Nicht genutzte Module entfernen.
- Vorgeschaltete Filterung gegen bekannte Angriffsmuster.
- Sicherungen prüfen und eine Rückspielung proben (Backups).
- Festen Termin setzen.
Entscheidungshilfe.
- Wie viele Inhaltstypen und Felder hat die Installation wirklich?
- Welche Module werden tatsächlich genutzt?
- Braucht ihr die Drupal-Stärken — Rechte, Workflows, Mehrsprachigkeit, Beziehungen?
- Wer pflegt das System danach?
- Soll das Design ohnehin erneuert werden?
- Gibt es Schnittstellen zu anderen Systemen?
Wenn Frage drei mit nein beantwortet wird und Frage vier niemanden nennt, ist ein Wechsel in ein einfacheres System die ehrlichere Antwort. Wenn Frage drei mit ja beantwortet wird, bleib bei Drupal — dort bekommst du diese Dinge ohne Nachbau.
Wenn du nicht weiterkommst.
Wenn du auf Drupal 7 sitzt und wissen musst, welcher Weg bei dir der richtige ist. Ich finde die Ursache, behebe sie und erkläre dir, was passiert ist. Bei einem laufenden Ausfall hilft der Notfall-Support, dauerhaft begleitet die Drupal-Wartung.
Ursache finden, Website wieder zum Laufen bringen, kurzer Bericht — meist am selben Tag.
Für Anpassungen, Fehlerbehebung und Beratung nach Aufwand, abgerechnet in 15-Minuten-Schritten.
Updates, Backups, Sicherheitscheck, Monitoring — Kleinigkeiten inklusive.
Orientierungswerte, keine Fixpreise — nach einem kurzen Gespräch bekommst du ein Festpreisangebot.
Wer hilft.
Ich bin Manuel Killert, Webentwickler aus Quakenbrück. Content-Management-Systeme sind mein Fachgebiet — ich arbeite seit Jahren damit, unterrichte das Thema als Dozent und kenne die Systeme nicht nur aus der Anwendung, sondern von innen: Datenmodell, Rechtekonzept, Templating, Modularchitektur, Caching, Betrieb.
Bei Drupal zahlt sich das besonders aus, weil das System konsequenter durchkonstruiert ist als die meisten anderen: Alles ist Entität, alles hat Felder, alles läuft über definierte Schnittstellen. Wer dieses Modell verstanden hat, findet Fehler schnell — und sieht auch, wo eine Installation gegen das Modell gebaut wurde.
Was du bekommst: eine Diagnose in verständlicher Sprache, eine Behebung, die hält, und eine ehrliche Einschätzung dazu, ob deine Installation weiterbetrieben, aktualisiert oder abgelöst gehört — auch wenn die Antwort lautet, dass alles so bleiben kann.
Echte Projekte — live ansehen.
WordPress-Websites, die ich gebaut habe oder laufend betreue.

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Wird Drupal 7 noch unterstützt?
Nein, das Ende war im Januar 2025 nach mehreren Verlängerungen. Es gibt kommerzielle Anbieter für verlängerte Versorgung — das ist eine Brücke für große Installationen, keine dauerhafte Lösung.
Warum ist der Umstieg kein Update?
Weil Drupal zwischen 7 und 8 grundlegend neu gebaut wurde: andere Architektur, anderes Templating, andere Modulstruktur. Praktisch ist alles ab Drupal 8 ein anderes System mit demselben Namen.
Was übernimmt das Migrations-Framework?
Inhalte samt Feldern, Felddefinitionen, Taxonomie, Benutzer und Rollen, Dateien, Menüs und Pfadaliase. Theme, Module und eigener Code entstehen neu.
Bleiben meine Adressen und Rankings erhalten?
Wenn die Pfadaliase mitmigriert werden, bleiben die Adressen gleich — das ist erreichbar und sollte ausdrücklich eingeplant werden. Für geänderte Adressen braucht es Weiterleitungen.
Soll ich bei Drupal bleiben oder wechseln?
Bleib bei Drupal, wenn du komplexe Inhaltsmodelle, differenzierte Rechte, Mehrsprachigkeit oder Freigabe-Workflows nutzt. Wechsle, wenn die Website im Kern aus Seiten und Beiträgen besteht und niemand Drupal kennt.
Wie kann ich den Aufwand senken?
Vorher aufräumen — Inhalte, die niemand braucht, müssen nicht mitwandern. Und prüfen, welche Module durch Kernfunktionen überflüssig werden: Felder, Ansichten, Mehrsprachigkeit und Medien kann Drupal heute selbst.
Das bin ich – rechts im BildErzähl mir, was an deinem Drupal klemmt.
Schreib mir die Adresse, die Drupal-Version und was passiert ist. Bei einem laufenden Ausfall schreib das in die erste Zeile — dann sehe ich es sofort.
Antwort meist innerhalb von 24 Stunden · hallo@manuelkillert.de