Der Import bricht ab — oder legt 400 falsche Produkte an.
Ein Produktimport ist schnell gestartet und schwer rückgängig zu machen. Bricht er ab, hast du einen halben Datenbestand. Läuft er falsch durch, hast du hunderte Artikel mit kaputten Umlauten, falschen Preisen oder doppelten Einträgen.
Die vier Ursachen in dieser Reihenfolge: Zeichensatz und Trennzeichen der Datei passen nicht, die Spaltenzuordnung stimmt nicht, der Import läuft in eine Zeitüberschreitung, oder Varianten sind falsch aufgebaut. Vor jedem echten Import gehören zwei Dinge: ein Backup und ein Testlauf mit fünf Zeilen.
Website down oder gehackt? Schreib mir per WhatsApp oder E-Mail mit Domain und kurzer Beschreibung — ich melde mich in der Regel innerhalb weniger Stunden, auch am Wochenende, wenn es brennt. Zugangsdaten bitte nie in der ersten Nachricht, sondern erst nach Absprache über einen sicheren Weg.
Vor dem Import.
- Backup von Dateien und Datenbank, abrufbar außerhalb des Servers (Backup erstellen).
- Testlauf mit fünf Zeilen aus der echten Datei — nicht mit erfundenen Beispieldaten.
- Diese fünf Produkte vollständig prüfen: Preis, Bestand, Kategorie, Attribute, Bild, Steuerklasse.
- Erst dann die vollständige Datei, am besten außerhalb der Verkaufszeiten.
Der Testlauf ist der Schritt, der am häufigsten übersprungen und am meisten gebraucht wird. Fünf Minuten dort sparen im Zweifel einen halben Tag Aufräumen.
Zeichensatz und Trennzeichen.
Zwei kleine Dinge mit großer Wirkung. Die Datei muss als UTF-8 gespeichert sein, sonst werden Umlaute zu Zeichenmüll — ein Fehler, der sich über das ganze Sortiment zieht und nur durch erneuten Import zu beheben ist. Und als Trennzeichen erwartet WooCommerce standardmäßig das Komma; Tabellenprogramme in deutscher Spracheinstellung speichern aber gern mit Semikolon.
| Symptom | Ursache |
|---|---|
| Umlaute als Fragezeichen oder Kästchen | Datei nicht als UTF-8 gespeichert |
| Alles in einer Spalte | Falsches Trennzeichen |
| Preise als Null importiert | Komma statt Punkt als Dezimaltrennzeichen |
| Zeilen fehlen | Zeilenumbrüche in Textfeldern ohne Anführungszeichen |
| Führende Nullen weg | Tabellenprogramm hat Artikelnummern als Zahl behandelt |
Die letzte Zeile ist besonders tückisch: Artikelnummern wie 00123 werden beim Öffnen in einem Tabellenprogramm zu 123, und das fällt erst auf, wenn niemand sie mehr findet. Solche Spalten vor dem Bearbeiten als Text formatieren — oder die Datei gar nicht erst mit einem Tabellenprogramm öffnen.
Spaltenzuordnung.
Im zweiten Schritt des Imports ordnest du jede Spalte einem Feld zu. WooCommerce rät gut, aber nicht perfekt — besonders bei eigenen Feldern und bei Spalten mit ähnlichen Namen. Nimm dir hier Zeit und prüfe jede Zeile. Was besonders oft schiefgeht: Preise werden auf das Angebotsfeld statt auf den regulären Preis gelegt; Bestandsspalten werden mitgenommen, obwohl nur Preise aktualisiert werden sollen; und Kategoriespalten werden ignoriert, sodass alle Produkte unzugeordnet landen.
Spalten, die du nicht brauchst, setzt du bewusst auf „nicht importieren“. Das ist sicherer, als sich darauf zu verlassen, dass sie ignoriert werden (Lagerbestand stimmt nicht).
Import bricht ab.
Bei großen Dateien stößt der Import an Serverlimits: Ausführungszeit, Arbeitsspeicher, maximale Dateigröße beim Hochladen. Symptome sind ein Abbruch mitten im Fortschrittsbalken, eine weiße Seite oder ein Serverfehler. Abhilfe in dieser Reihenfolge: die Zahl der Zeilen pro Durchlauf im Import verringern, die Datei in mehrere kleinere teilen, die Serverwerte erhöhen (Speicherlimit erhöhen), und bei sehr großen Sortimenten den Import über die Kommandozeile laufen lassen, wo die Zeitgrenzen des Webservers nicht greifen.
Prüfe außerdem den freien Speicherplatz — ein voller Webspace lässt jeden Import scheitern, oft ohne klare Meldung (Webspace voll).
Varianten importieren.
Hier liegt der anspruchsvollste Teil. Variable Produkte brauchen eine Zeile für das Hauptprodukt und je eine Zeile für jede Variation, verbunden über eine eindeutige Kennung. Die Variationszeilen tragen den Typ „variation“, verweisen auf das Hauptprodukt und enthalten ihre Attributwerte. Fehlt eine dieser Angaben, entstehen entweder lose Produkte ohne Zuordnung oder Variationen ohne Preis, die sich nicht kaufen lassen.
Dazu kommt: Die Attribute müssen am Hauptprodukt als für Variationen verwendet markiert sein, sonst erscheint keine Auswahl. Prüfe nach dem Import mindestens drei variable Produkte vollständig durch (Variationen funktionieren nicht).
Dubletten vermeiden.
Der Import erkennt bestehende Produkte an der Kennung oder an der Artikelnummer. Fehlt beides in der Datei, legt er bei jedem Lauf neue Produkte an — zweimal importiert bedeutet doppeltes Sortiment. Sorge deshalb dafür, dass jede Zeile eine eindeutige Artikelnummer trägt, und setz im Import den Haken, dass bestehende Produkte aktualisiert statt neu angelegt werden. Sind bereits Dubletten entstanden, lassen sie sich über die Artikelnummer in der Produktliste finden und löschen — vorher prüfen, ob an einer der beiden Fassungen schon Bestellungen hängen.
Bilder beim Import.
Bildspalten enthalten entweder Adressen, von denen WooCommerce die Dateien herunterlädt, oder Dateinamen von bereits hochgeladenen Bildern. Der Download ist der häufigere Weg und der fehleranfälligere: Er dauert, kann in Zeitüberschreitungen laufen und scheitert, wenn die Quelle den Zugriff blockiert. Bei großen Sortimenten ist es oft schneller, die Bilder vorab per FTP hochzuladen und im Import nur die Dateinamen zu verwenden. Prüfe nach dem Import, ob Produkte ohne Bild zurückgeblieben sind (Produktbilder fehlen).
Bestehende Produkte aktualisieren.
Für reine Preis- oder Bestandsaktualisierungen gilt eine einfache Regel: Die Datei enthält nur die Spalten, die geändert werden sollen, plus die Artikelnummer zur Zuordnung. Jede zusätzliche Spalte ist ein Risiko, weil sie bestehende Werte überschreibt — ein Klassiker ist die Lieferantenliste, die nebenbei alle Produkttexte durch Herstellerfloskeln ersetzt. Weniger Spalten bedeutet weniger Schaden.
Nach dem Import prüfen.
- Stichprobe von zehn Produkten vollständig durchsehen.
- Produkte ohne Kategorie und ohne Bild über Filter suchen.
- Preise auf Null oder unplausible Werte prüfen.
- Bestände gegen die Quelle abgleichen.
- Drei variable Produkte im Shop durchklicken.
- Nachschlagetabellen im Shop-Status neu aufbauen (Filter).
- Caches leeren und im privaten Fenster prüfen.
Rückweg nach einem Fehlimport.
Wenn der Import Schaden angerichtet hat, ist die Wiederherstellung aus dem Backup fast immer schneller und sauberer als das Aufräumen von Hand — vorausgesetzt, seitdem sind keine Bestellungen eingegangen. Genau deshalb gehört ein Import nicht in die Hauptverkaufszeit. Sind inzwischen Bestellungen entstanden, wird es aufwendig: Dann muss selektiv korrigiert werden, meist über einen erneuten Import mit den richtigen Werten. Auch dafür braucht es die ursprünglichen Daten — ein weiterer Grund für das Backup vorher (Produktdaten importieren).
Wenn du nicht weiterkommst.
Wenn ein Import schiefgegangen ist oder du ein großes Sortiment übernehmen musst, übernehme ich das inklusive Testlauf und Prüfung. Ich finde die Ursache, behebe sie und erkläre dir, was passiert ist: WooCommerce-Support, bei einem Ausfall im laufenden Verkauf der Notfall-Support. Damit es gar nicht erst so weit kommt: WooCommerce-Wartung.
Ursache finden, Website wieder zum Laufen bringen, kurzer Bericht — meist am selben Tag.
Für Anpassungen, Fehlerbehebung und Beratung nach Aufwand, abgerechnet in 15-Minuten-Schritten.
Updates, Backups, Sicherheitscheck, Monitoring — Kleinigkeiten inklusive.
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Wer hilft.
Ich bin Manuel Killert, WordPress-Entwickler aus Quakenbrück. Seit 2020 baue und betreue ich WordPress-Websites — für Handwerksbetriebe, Industrie, Gastronomie, Start-ups und Vereine —, entwickle eigene Plugins und unterrichte WordPress als Dozent an der KW Design Akademie. Das heißt: Ich kenne die typischen Fehler nicht nur aus Foren, sondern aus eigenen Projekten, und ich kann sie so erklären, dass du sie beim nächsten Mal selbst erkennst. Du erreichst mich direkt, ohne Ticketsystem.
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Warum sind nach dem Import alle Umlaute kaputt?
Weil die Datei nicht als UTF-8 gespeichert wurde. Das zieht sich durch das ganze Sortiment und lässt sich nur durch einen erneuten Import mit korrekt gespeicherter Datei beheben.
Warum landen alle Daten in einer Spalte?
Weil das Trennzeichen nicht passt. WooCommerce erwartet standardmäßig das Komma, deutsche Tabellenprogramme speichern oft mit Semikolon.
Warum werden Preise als Null importiert?
Weil in der Datei ein Komma statt eines Punktes als Dezimaltrennzeichen steht. Der Wert wird dann nicht als Zahl erkannt.
Warum bricht der Import bei großen Dateien ab?
Wegen Serverlimits für Ausführungszeit, Arbeitsspeicher oder Dateigröße. Weniger Zeilen pro Durchlauf, die Datei teilen, Limits erhöhen oder über die Kommandozeile importieren.
Wie vermeide ich doppelte Produkte?
Jede Zeile braucht eine eindeutige Artikelnummer, und im Import muss eingestellt sein, dass bestehende Produkte aktualisiert statt neu angelegt werden.
Was ist beim Aktualisieren von Preisen zu beachten?
Die Datei sollte nur die zu ändernden Spalten plus die Artikelnummer enthalten. Jede zusätzliche Spalte überschreibt bestehende Werte — etwa Produkttexte durch Herstellerfloskeln.
Das bin ich – rechts im BildErzähl mir, was nicht funktioniert.
Domain und eine kurze Beschreibung reichen — du bekommst eine ehrliche Einschätzung, was los ist und was die Behebung kostet.
Antwort meist innerhalb von 24 Stunden · hallo@manuelkillert.de