Manuel Killert
Ratgeber · Technisches SEO · Sitemap

Die Sitemap — eine Einladung, keine Garantie.

Eine Sitemap sorgt nicht dafür, dass Seiten indexiert werden. Sie hilft dabei, dass sie gefunden werden. Dieser Unterschied erklärt, warum viele Sitemaps nichts bringen — sie enthalten das Falsche.

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Kurz gesagt

In die Sitemap gehören genau die Adressen, die im Index stehen sollen — keine weitergeleiteten, keine mit noindex, keine gesperrten, keine Fehlerseiten. Sie meldet außerdem, wann eine Seite zuletzt geändert wurde; dieses Datum muss stimmen, sonst wird es ignoriert. Prioritätsangaben und Änderungshäufigkeit werden nicht ausgewertet — sie können weg.

Sofort-Hilfe

Website down oder gehackt? Schreib mir per WhatsApp oder E-Mail mit Domain und kurzer Beschreibung — ich melde mich in der Regel innerhalb weniger Stunden, auch am Wochenende, wenn es brennt. Zugangsdaten bitte nie in der ersten Nachricht, sondern erst nach Absprache über einen sicheren Weg.

Wozu sie dient.

Sie ist eine Liste der Adressen, die du für wichtig hältst. Suchmaschinen nutzen sie, um Seiten zu entdecken, die sie über Links schlecht erreichen — und um zu sehen, wann sich etwas geändert hat.

Was sie nicht tut: Sie erzwingt keine Indexierung. Eine Seite in der Sitemap, die inhaltlich nicht überzeugt, wird genauso wenig aufgenommen wie ohne. Und eine gut verlinkte Seite wird auch ohne Sitemap gefunden.

Am meisten bringt sie bei großen Websites, bei schlecht verlinkten Bereichen und bei neuen Seiten, die noch niemand verlinkt hat (Indexierung).

Was hineingehört.

Genau die Adressen, die indexiert werden sollen. Jede davon muss:

  • Erreichbar sein und den Status „in Ordnung“ liefern.
  • Indexierbar sein — kein noindex.
  • Auf sich selbst verweisen im Canonical (Canonical).
  • Nicht gesperrt sein in der robots.txt.
  • Die bevorzugte Schreibweise haben.

Eine Sitemap, in der die Hälfte der Adressen gegen eine dieser Regeln verstößt, ist ein Widerspruch: Du meldest Seiten als wichtig, die du gleichzeitig ausschließt. Das kostet keine Strafe, aber Vertrauen in die Datei — und sie wird weniger beachtet.

Was nicht hineingehört.

Nicht aufnehmenWarum
Weitergeleitete AdressenDas Ziel gehört hinein, nicht der Ausgangspunkt
Seiten mit noindexWiderspruch
In robots.txt gesperrte AdressenKönnen nicht abgerufen werden
FehlerseitenNichts zu indexieren
Seiten mit fremdem CanonicalNicht die maßgebliche Fassung
Filter- und SortieradressenBeliebig viele, kein Mehrwert
Interne SuchergebnisseDasselbe
Anmelde- und KontoseitenGehören nicht in den Index

Zeile eins ist der häufigste Fund bei bestehenden Websites: Nach einem Umbau stehen alte Adressen weiter in der Sitemap, obwohl sie längst weiterleiten. Das Plugin aktualisiert sie nicht automatisch, wenn die Weiterleitung außerhalb von WordPress läuft.

Das Änderungsdatum.

Die nützlichste Angabe in der Sitemap — wenn sie stimmt. Sie sagt, wann sich der Inhalt zuletzt tatsächlich geändert hat, und hilft dabei, Seiten erneut abzurufen, bei denen sich etwas getan hat.

Drei Fehler machen sie wertlos. Erstens: Das Datum wird bei jedem Seitenaufbau auf heute gesetzt — dann ist es bedeutungslos. Zweitens: Es ändert sich bei Kleinigkeiten wie einem neuen Kommentar oder einer geänderten Fußzeile. Drittens: Es ändert sich nie, obwohl Inhalte überarbeitet werden.

Richtig ist: Das Datum spiegelt eine inhaltliche Änderung. Wird es verlässlich gepflegt, ist es ein starkes Signal; wird es unzuverlässig, ignorieren Suchmaschinen es — und dann nützt auch die korrekte Pflege später nichts mehr.

Grenzen und Aufteilung.

Eine Sitemap darf höchstens 50.000 Adressen und 50 Megabyte ungepackt enthalten. Darüber wird aufgeteilt und über eine Übersichtsdatei verbunden, die auf die einzelnen Dateien verweist.

Unabhängig von den Grenzen ist eine Aufteilung nach Inhaltstypen sinnvoll — Seiten, Beiträge, Produkte, Kategorien je eine Datei. Der Grund ist praktisch: In der Search Console lässt sich je Sitemap sehen, wie viele Adressen eingereicht und wie viele indexiert sind. Bei getrennten Dateien sieht man sofort, welcher Bereich klemmt.

Bei sehr großen Websites lohnt eine feinere Aufteilung, etwa nach Jahr oder nach Kategorie. Dann ist die Zuordnung noch genauer.

Bilder und Videos.

Für Bilder gibt es eine eigene Erweiterung des Formats. Sinnvoll ist sie, wenn die Bildersuche für dich relevant ist — bei Produktfotos, Rezepten, Immobilien, Handwerksleistungen. Für eine typische Unternehmenswebsite ist der Gewinn klein, weil Bilder meist ohnehin über die Seiten gefunden werden.

Bei Videos ist der Fall anders: Eine Video-Sitemap mit Titel, Beschreibung, Dauer und Vorschaubild ist eine der wenigen Möglichkeiten, Videos ordentlich erfassen zu lassen. Wenn Videos ein wesentlicher Teil des Angebots sind, lohnt sie (Strukturierte Daten).

Mehrsprachige Websites.

Zwei Wege: je Sprache eine eigene Sitemap, oder eine gemeinsame, in der zu jeder Adresse die Sprachvarianten angegeben sind.

Die zweite Variante hat einen Vorteil: Die Zuordnung der Sprachfassungen steht dann zentral und muss nicht in jeder Seite gepflegt werden. In der Praxis setzen die meisten Übersetzungs-Plugins auf getrennte Sitemaps plus Angaben in den Seiten — das funktioniert ebenfalls, nur muss beides zusammenpassen (Mehrsprachigkeit).

Einreichen.

  1. In der robots.txt eintragen — wirkt für alle Suchmaschinen (robots.txt).
  2. In der Search Console einreichen, die Übersichtsdatei genügt.
  3. Bei anderen Suchmaschinen ebenfalls, wenn sie Besucher bringen.
  4. Nach einem Relaunch neu einreichen, auch wenn die Adresse gleich blieb.
  5. Alte Sitemaps entfernen, die nicht mehr existieren.

Punkt fünf wird vergessen: Nach einem Systemwechsel ändert sich oft die Adresse der Sitemap, und die alte bleibt in der Search Console stehen und meldet dauerhaft Fehler.

Fehler lesen.

Meldung sinngemäßUrsache
Konnte nicht abgerufen werdenAdresse falsch, gesperrt oder Server antwortet nicht
Fehlerhaftes FormatUngültige Zeichen oder kaputte Struktur
Enthält gesperrte AdressenWiderspruch zur robots.txt
Falsches VerzeichnisSitemap listet Adressen außerhalb ihres Bereichs
Zu großGrenze überschritten, aufteilen
Eingereicht, aber nicht indexiertKein Fehler, Qualitätsfrage

Zeile zwei entsteht häufig durch Zeichen, die in XML maskiert werden müssen — etwa ein kaufmännisches Und in einer Adresse mit Parametern. Zeile sechs ist kein Fehler der Sitemap, sondern eine Rückmeldung zum Inhalt.

Typisch WordPress.

WordPress erzeugt seit einigen Versionen selbst eine Sitemap. Die ist brauchbar, aber einfach: Sie enthält auch Autorenseiten und berücksichtigt die Einstellungen eines SEO-Plugins nicht unbedingt.

Wenn ein SEO-Plugin im Einsatz ist, sollte dessen Sitemap genutzt und die eingebaute abgeschaltet werden — sonst existieren zwei, die Unterschiedliches behaupten. Prüf das einmal: Ruf beide Adressen auf und sieh nach, ob zwei verschiedene Listen zurückkommen.

Weitere typische Punkte: Autoren- und Datumsarchive gehören bei den meisten Websites nicht hinein; Anhangseiten für einzelne Bilder ebenfalls nicht, und sie sollten am besten ganz abgeschaltet werden; Kategorien gehören hinein, wenn sie als Einstiegsseiten gedacht sind, sonst nicht.

Prüfen.

  1. Sitemap aufrufen und ansehen — lädt sie, ist sie lesbar?
  2. Stichprobe: Zehn Adressen aufrufen, Status und noindex prüfen.
  3. Zahlen vergleichen: eingereicht gegen indexiert in der Search Console.
  4. Änderungsdatum prüfen — stimmt es bei einem gerade bearbeiteten Beitrag?
  5. Doppelte Sitemaps ausschließen.
  6. Nach jedem Umbau erneut prüfen.

Punkt drei ist die wichtigste laufende Kennzahl. Eine große Lücke zwischen eingereicht und indexiert ist ein Hinweis — entweder stehen Dinge drin, die nicht hineingehören, oder es gibt ein Qualitätsthema (Dünne Inhalte).

Wenn du nicht weiterkommst.

Wenn deine Sitemap Fehler meldet oder die Lücke zwischen eingereicht und indexiert groß ist. Ich prüfe, was tatsächlich im Weg steht, und behebe es: technisches SEO. Geht es um Tempo, hängt das mit dran (Core Web Vitals). Damit es so bleibt, gehört die regelmäßige Kontrolle in die laufende Betreuung.

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Wer hilft.

Ich bin Manuel Killert, Webentwickler aus Quakenbrück. Technisches SEO ist bei mir kein Marketingangebot, sondern die Fortsetzung der Entwicklungsarbeit: ordentliche Adressen, saubere Weiterleitungen, korrekte Auszeichnungen, erreichbare Inhalte. Das sind Dinge, die man im Quelltext prüft und behebt — nicht in einem Konzept beschreibt.

Was ich nicht mache: Inhaltsstrategie, Keyword-Recherche als Dauerleistung, Linkaufbau oder monatliche Berichte mit grünen Pfeilen. Dafür gibt es Leute, die das besser können. Wenn dein Problem heißt „wir brauchen mehr Themen“, bist du bei einer SEO-Agentur richtig; wenn es heißt „unsere Seiten sind nicht im Index“, bei mir.

Und ich verspreche keine Platzierungen. Wer dir Platz eins garantiert, weiß entweder nicht, wovon er redet, oder meint ein Keyword, nach dem niemand sucht.

Häufige Fragen

FAQ — Sitemap.

Sorgt eine Sitemap dafür, dass Seiten indexiert werden?

Nein. Sie hilft beim Entdecken, erzwingt aber keine Aufnahme. Eine Seite, die inhaltlich nicht überzeugt, wird mit Sitemap genauso wenig aufgenommen wie ohne.

Was gehört nicht in die Sitemap?

Weitergeleitete Adressen, Seiten mit noindex, in der robots.txt gesperrte Adressen, Fehlerseiten, Filter- und Sortieradressen, interne Suchergebnisse sowie Anmelde- und Kontoseiten.

Wie wichtig ist das Änderungsdatum?

Sehr, wenn es stimmt. Wird es bei jedem Seitenaufbau auf heute gesetzt oder bei Kleinigkeiten geändert, ist es wertlos — und wird dann dauerhaft ignoriert.

Brauche ich Prioritätsangaben?

Nein, sie werden nicht ausgewertet — ebenso wenig wie die angegebene Änderungshäufigkeit. Beides kann weg.

Ab wann muss ich aufteilen?

Ab 50.000 Adressen oder 50 Megabyte. Sinnvoll ist eine Aufteilung nach Inhaltstypen schon vorher, weil man dann je Bereich sieht, wie viele Adressen indexiert sind.

Soll ich die WordPress-Sitemap oder die vom Plugin nutzen?

Die vom Plugin, und die eingebaute abschalten. Sonst existieren zwei Sitemaps, die Unterschiedliches behaupten. Ruf beide Adressen auf und prüf, ob zwei verschiedene Listen kommen.

Manuel Killert (rechts im Bild) mit einem FreundDas bin ich – rechts im Bild
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Erzähl mir, welche Seiten nicht gefunden werden.

Schick mir die Adresse und was dir auffällt — Seiten verschwinden aus dem Index, Besucher brechen weg, oder du weißt nach einem Relaunch nicht, was kaputtgegangen ist. Ich sehe nach, woran es liegt.

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