Manuel Killert
Ratgeber · Hosting · DNS

DNS — das Adressbuch hinter deiner Website.

Ein halbes Dutzend Abkürzungen entscheidet darüber, ob deine Website erreichbar ist und ob Mails ankommen. Wer einmal verstanden hat, was sie tun, verliert die Angst vor dem Feld mit den kryptischen Zeilen.

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Kurz gesagt

Das DNS übersetzt deinen Domainnamen in eine Serveradresse. Du brauchst in der Praxis fünf Eintragsarten: A zeigt auf die Server-Adresse, CNAME leitet einen Namen auf einen anderen, MX bestimmt den Mailserver, TXT trägt Nachweise und Absenderprüfungen, und die Nameserver legen fest, wer das alles verwaltet. Die Gültigkeitsdauer entscheidet, wie schnell Änderungen wirken.

Sofort-Hilfe

Website down oder gehackt? Schreib mir per WhatsApp oder E-Mail mit Domain und kurzer Beschreibung — ich melde mich in der Regel innerhalb weniger Stunden, auch am Wochenende, wenn es brennt. Zugangsdaten bitte nie in der ersten Nachricht, sondern erst nach Absprache über einen sicheren Weg.

Das Prinzip.

Server haben Nummern, Menschen merken sich Namen. Das DNS ist das Verzeichnis, das zwischen beidem übersetzt. Ruft jemand deine Adresse auf, fragt sein Computer: Welche Nummer gehört zu diesem Namen? Die Antwort kommt aus den Einträgen deiner Domain.

Wichtig für das Verständnis: Diese Antworten werden unterwegs zwischengespeichert — beim Internetanbieter, im Betriebssystem, im Browser. Deshalb wirkt eine Änderung nicht sofort überall, sondern erst, wenn die alten Antworten abgelaufen sind. Das erklärt fast alle Verwirrungen rund um DNS.

Nameserver.

Die oberste Ebene. Sie legen fest, welcher Anbieter die Einträge deiner Domain verwaltet. Zeigen sie auf deinen Hoster, verwaltest du die Einträge dort. Zeigen sie auf einen anderen Dienst, verwaltest du sie dort.

Das ist der Hebel beim Hosterwechsel: Man kann entweder einzelne Einträge ändern oder die Nameserver komplett umstellen. Das Zweite ist bequemer, überträgt aber die Hoheit über alle Einträge an die neue Stelle — und wenn dort nicht alles hinterlegt ist, fehlt es. Nameserver umzustellen ist deshalb nie der erste Schritt, sondern der letzte (Hoster wechseln).

A und AAAA.

Der A-Eintrag verbindet einen Namen mit der Adresse eines Servers. Der AAAA-Eintrag macht dasselbe für die neuere Adressart. Wenn deine Website umzieht, ist das der Eintrag, der sich ändert.

Üblich sind zwei davon: einer für die Domain selbst und einer für die Variante mit vorangestelltem Kürzel. Beide sollten zum selben Ziel zeigen, und eine der beiden Varianten sollte per Weiterleitung auf die andere führen — sonst existiert die Website unter zwei Adressen, was Suchmaschinen verwirrt (Weiterleitungen).

CNAME.

Ein Verweis von einem Namen auf einen anderen Namen. Typische Anwendung: Eine Subdomain für einen externen Dienst — Shop, Newsletter, Buchungssystem — zeigt per CNAME auf dessen Adresse. Ändert der Dienst seine Server, muss man nichts anpassen.

Zwei Regeln: Ein CNAME darf nicht auf derselben Ebene mit anderen Einträgen stehen, deshalb geht er für die Hauptdomain in der Regel nicht. Und er zeigt auf einen Namen, nicht auf eine Nummer — das verwechseln viele.

MX.

Bestimmt, welcher Server die Mails für deine Domain annimmt. Es gibt meist mehrere mit unterschiedlicher Rangfolge; die niedrigere Zahl hat Vorrang, die anderen springen ein.

Das ist der kritischste Eintrag überhaupt. Ist er falsch, kommen keine Mails an — und anders als bei einer kaputten Website merkt man das oft erst nach Tagen, weil nichts erkennbar kaputt aussieht. Prüfe ihn deshalb nach jeder Änderung an der Domain, auch wenn du nur an der Website etwas gemacht hast (Mailprobleme).

TXT.

Ein Eintrag für beliebigen Text, der für drei Dinge genutzt wird:

  • Nachweise: Ein Dienst will prüfen, dass dir die Domain gehört, und lässt dich eine Zeichenfolge eintragen.
  • Absenderprüfung: SPF legt fest, welche Server in deinem Namen Mails verschicken dürfen; DMARC sagt, was mit Nachrichten passieren soll, die durchfallen.
  • Signaturschlüssel: DKIM hinterlegt den öffentlichen Teil des Schlüssels, mit dem deine Mails signiert werden.

Die Einträge für den Mailversand sind heute kein Feinschliff mehr, sondern Voraussetzung dafür, dass Mails überhaupt zugestellt werden (SPF, DKIM, DMARC einrichten).

Weitere Einträge.

ArtWofür
SRVDienste mit eigenem Anschluss, etwa Telefonie
CAALegt fest, welche Stellen Zertifikate ausstellen dürfen
PTRRückwärtsauflösung, liegt beim Serveranbieter
ALIAS / ANAMECNAME-Ersatz für die Hauptdomain, anbieterabhängig
NS für SubdomainsVerwaltung einer Subdomain abgeben

Die zweite Zeile ist unterschätzt: Ein CAA-Eintrag verhindert, dass beliebige Stellen Zertifikate für deine Domain ausstellen. Das ist eine Zeile Aufwand und ein spürbarer Sicherheitsgewinn (SSL).

Die Gültigkeitsdauer.

Jeder Eintrag hat eine Angabe, wie lange die Antwort zwischengespeichert werden darf. Hoch bedeutet weniger Abfragen und träge Änderungen, niedrig bedeutet schnelle Änderungen und etwas mehr Last.

Die praktische Regel: Im Normalbetrieb ruhig lang. Einige Tage vor einer geplanten Änderung auf einen kurzen Wert senken, umschalten, prüfen, und nach ein paar Tagen wieder hochsetzen. Wer das vergisst, wundert sich, warum die halbe Welt noch auf dem alten Server landet.

Vor einer Umschaltung.

  1. Alle bestehenden Einträge exportieren oder abfotografieren.
  2. Gültigkeitsdauer senken, einige Tage vorher.
  3. Neues Ziel vorbereiten und unter einer Testadresse prüfen.
  4. Nur ändern, was sich ändern muss — Mail-Einträge nicht anfassen, wenn nur die Website umzieht.
  5. Umschalten und sofort prüfen.
  6. Mailempfang testen, mit einer echten Nachricht von außen.
  7. Nach einigen Tagen die Gültigkeitsdauer wieder hochsetzen.

Punkt vier ist die wichtigste Disziplin: Viele Ausfälle entstehen, weil jemand beim Umstellen der Website gleich die ganze Eintragsliste durch eine neue ersetzt hat — und darin fehlten die Mail-Einträge.

Typische Fehler.

  • Nameserver umgestellt, ohne vorher alle Einträge zu übernehmen.
  • Mail-Einträge überschrieben beim Websiteumzug.
  • Zwei SPF-Einträge — erlaubt ist einer, zwei machen die Prüfung ungültig.
  • CNAME auf der Hauptdomain, was zu Konflikten führt.
  • Punkt am Ende vergessen, wo der Anbieter ihn erwartet.
  • Subdomain vergessen, die auf einen externen Dienst zeigte.
  • Gültigkeitsdauer hoch gelassen und dann stundenlang gewartet.

Selbst prüfen.

Es gibt Webdienste, die alle Einträge einer Domain anzeigen, und auf jedem Rechner Bordmittel, mit denen sich einzelne Einträge abfragen lassen. Praktisch ist dabei, gezielt einen öffentlichen Namensdienst zu befragen — dann sieht man, was der Rest der Welt sieht, und nicht, was im eigenen Zwischenspeicher liegt.

Nach einer Änderung lohnt eine Prüfung von zwei verschiedenen Netzen aus, etwa einmal vom Büro und einmal vom Mobilfunk. Unterschiedliche Antworten bedeuten schlicht, dass die Umstellung noch durchläuft.

Wenn du nicht weiterkommst.

Wenn du vor der Eintragsliste sitzt und nicht weißt, welche Zeile du anfassen darfst. Ich übernehme das: Einrichtung, Umzug oder Fehlersuche — und ich rede mit dem Hoster, damit du es nicht musst. Bei einem laufenden Ausfall hilft der Notfall-Support, dauerhaft begleitet die WordPress-Wartung.

Fehleranalyse & Erste Hilfeab ~150 €

Ursache finden, Website wieder zum Laufen bringen, kurzer Bericht — meist am selben Tag.

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Für Anpassungen, Fehlerbehebung und Beratung nach Aufwand, abgerechnet in 15-Minuten-Schritten.

Wartungab ~49 €/Monat

Updates, Backups, Sicherheitscheck, Monitoring — Kleinigkeiten inklusive.

Orientierungswerte, keine Fixpreise — nach einem kurzen Gespräch bekommst du ein Festpreisangebot.

Wer hilft.

Ich bin Manuel Killert, Webentwickler aus Quakenbrück. Ich betreue Websites und Shops und kümmere mich dabei um das, was darunter liegt: Server, Domains, Zertifikate, Mailversand. Das ist selten die Arbeit, über die jemand spricht — aber sie entscheidet darüber, ob die Website erreichbar ist und ob Mails ankommen.

Ich arbeite mit dem Hoster, den du hast, statt dir einen neuen zu verkaufen. Ich bekomme keine Provisionen von Hostern, und wenn dein jetziger Anbieter passt, sage ich das. Wenn er nicht passt, sage ich auch das — mit Begründung, nicht mit Empfehlungslink.

Was ich nicht mache: eigene Server vermieten oder deinen Betrieb dauerhaft als Rechenzentrum übernehmen. Ich richte ein, ziehe um, repariere und übergebe — und auf Wunsch überwache ich den Betrieb im Rahmen der laufenden Betreuung.

Häufige Fragen

FAQ — DNS verstehen.

Was macht ein A-Eintrag?

Er verbindet deinen Domainnamen mit der Adresse eines Servers. Wenn die Website umzieht, ist das der Eintrag, der sich ändert.

Wofür ist der MX-Eintrag?

Er bestimmt, welcher Server die Mails für deine Domain annimmt. Ist er falsch, kommen keine Mails an — und das merkt man oft erst nach Tagen, weil nichts sichtbar kaputt ist.

Warum wirkt eine DNS-Änderung nicht sofort?

Weil Antworten unterwegs zwischengespeichert werden — beim Internetanbieter, im Betriebssystem, im Browser. Erst wenn die alten Antworten abgelaufen sind, greift die Änderung überall.

Was ist die TTL und wie nutze ich sie?

Die Gültigkeitsdauer eines Eintrags. Im Normalbetrieb lang lassen, einige Tage vor einer geplanten Umschaltung auf einen kurzen Wert senken, umschalten, prüfen und danach wieder hochsetzen.

Darf ich zwei SPF-Einträge haben?

Nein. Erlaubt ist genau einer. Zwei machen die Prüfung ungültig, und dann landen Mails im Spam. Mehrere Versender werden innerhalb eines Eintrags aufgeführt.

Was ist der häufigste DNS-Fehler beim Umzug?

Die ganze Eintragsliste durch eine neue zu ersetzen, obwohl nur die Website umzieht — und dabei die Mail-Einträge zu verlieren. Ändere nur, was sich ändern muss.

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