ZUGFeRD oder XRechnung — welches Format brauchst du?
Beide erfüllen dieselbe Norm, beide sind zulässig, und trotzdem ist die Wahl nicht egal. Der Unterschied liegt darin, wer die Rechnung am Ende ansieht: ein Mensch, eine Maschine oder beides. Hier steht, was die Formate können und welches in deiner Situation passt.
XRechnung ist eine reine XML-Datei — perfekt für Maschinen, für Menschen ohne Viewer unlesbar. Standard im Geschäft mit Behörden. ZUGFeRD ab Version 2.0.1 ist ein PDF, in das dieselben Daten als XML eingebettet sind — der Empfänger sieht eine normale Rechnung, seine Software liest die Daten. Für Shops und Dienstleister meist die bessere Wahl. Beide erfüllen die europäische Norm EN 16931.
Stand dieser Seite: September 2026. Die Fristen beruhen auf dem Wachstumschancengesetz und den Anpassungen durch das Jahressteuergesetz 2024. Dieser Ratgeber erklärt die technische Umsetzung und ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Ob und ab wann welche Pflicht für dich gilt, klärt deine Steuerkanzlei.
Die Formate im Vergleich.
| XRechnung | ZUGFeRD (ab 2.0.1) | |
|---|---|---|
| Aufbau | Reines XML | PDF/A-3 mit eingebettetem XML |
| Für Menschen lesbar | Nur mit Viewer | Ja, sieht aus wie eine normale Rechnung |
| Typischer Einsatz | Rechnungen an Behörden | B2B, Shops, Dienstleister |
| Norm | EN 16931 | EN 16931 (in den passenden Profilen) |
| Herkunft | Deutscher Standard für die Verwaltung | Deutsche Initiative von Wirtschaft und Verwaltung |
| Versand | Oft über Portale, auch per Mail | Meist per E-Mail wie bisher |
ZUGFeRD im Detail.
ZUGFeRD ist ein hybrides Format: Was ankommt, ist ein PDF im Format PDF/A-3. Öffnet es ein Mensch, sieht er die gewohnte Rechnung mit Logo und Layout. Öffnet es eine Buchhaltungssoftware, findet sie im selben Dokument eine XML-Datei mit allen Werten und kann sie ohne Abtippen übernehmen. Genau das macht ZUGFeRD im Shop-Alltag so praktisch: Du änderst für Kunden, die das Thema nicht interessiert, praktisch nichts, erfüllst aber die Anforderungen für die, die es brauchen. Wichtig ist die Version — Pflichtkonform sind die Profile ab ZUGFeRD 2.0.1, ältere Fassungen und sehr reduzierte Profile reichen nicht.
XRechnung im Detail.
XRechnung ist der Standard für Rechnungen an öffentliche Auftraggeber in Deutschland. Sie enthält ausschließlich strukturierte Daten, kein Layout. Dazu gehören Pflichtangaben, die im normalen Geschäft unbekannt sind — allen voran die Leitweg-Identifikationsnummer, mit der die Rechnung intern der richtigen Stelle zugeordnet wird. Ohne sie wird die Rechnung abgelehnt. Eingeliefert wird meist über ein Portal des Bundes oder des jeweiligen Landes, teils auch per Mail oder über das Peppol-Netzwerk. Wer öffentliche Auftraggeber beliefert, kommt an XRechnung nicht vorbei — für dich als Entwickler oder Handwerksbetrieb mit Kommunalaufträgen ist das Alltag.
Factur-X und das Ausland.
Factur-X ist das französische Gegenstück zu ZUGFeRD und technisch weitgehend identisch: PDF mit eingebettetem XML nach derselben Norm. Wer nach Frankreich fakturiert, wird dem Begriff begegnen. Im europäischen Austausch spielt außerdem das Peppol-Netzwerk eine Rolle — ein Transportweg, über den Rechnungen zwischen registrierten Teilnehmern direkt ausgetauscht werden, statt sie per Mail zu schicken. Für viele Shops ist Peppol heute noch nicht nötig, für Lieferanten größerer Konzerne und Behörden zunehmend schon.
Profile: nicht jedes ist erlaubt.
ZUGFeRD kennt mehrere Ausbaustufen, von sehr reduziert bis sehr detailliert. Für die deutsche Pflicht zählen nur die Profile, die der Norm EN 16931 entsprechen — die stark reduzierten Varianten enthalten zu wenige Felder und gelten nicht als E-Rechnung im Sinne des Gesetzes. In der Praxis heißt das: Beim Einrichten des Plugins muss das richtige Profil gewählt werden. Genau das ist eine der Stellen, an denen es in der Praxis klemmt, weil die Voreinstellung nicht immer passt.
Welches Format für wen.
| Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Shop mit Firmen- und Privatkunden | ZUGFeRD — Kunden sehen weiter ein normales PDF |
| Rechnungen an Behörden, Kommunen, Ämter | XRechnung mit Leitweg-ID |
| Dienstleister mit wenigen Geschäftskunden | ZUGFeRD, auf Wunsch zusätzlich XML |
| Lieferant eines Konzerns | Nach Vorgabe des Kunden, oft Peppol |
| Kunden im EU-Ausland | Formatvorgabe des Landes prüfen, Factur-X in Frankreich |
Viele Rechnungs-Plugins können beides erzeugen. Dann ist die pragmatische Lösung: ZUGFeRD als Standard, XRechnung dort, wo der Empfänger es verlangt. Welche Plugins das beherrschen: E-Rechnung-Plugins im Vergleich.
Prüfen, ob es stimmt.
Bevor die erste echte Rechnung rausgeht, gehört jede erzeugte Datei durch eine Validierung. Es gibt kostenlose Prüfwerkzeuge im Netz, die eine Datei gegen die Norm testen und genau anzeigen, welches Feld fehlt oder falsch belegt ist. Typische Funde: fehlende Steuernummer, ein Leistungsdatum, das nicht gesetzt wird, falsch berechnete Steuersummen oder ein Profil, das nicht zulässig ist. Diese Prüfung dauert zehn Minuten und erspart Rückweisungen durch Kunden, die alles automatisiert einlesen.
Wie es weitergeht.
Wenn unklar ist, welches Format deine Kunden erwarten, klären wir das im Gespräch und richten beides ein. Einen Überblick über alle Shop-Themen gibt die Seite WooCommerce-Entwicklung, Preisrahmen stehen unter Was kostet ein WooCommerce-Shop. Läuft dein Shop schon und es klemmt nur etwas: WooCommerce-Support.
Wer das macht.
Ich bin Manuel Killert, WordPress- und WooCommerce-Entwickler aus Quakenbrück. Ich baue Shops nicht nur zusammen, sondern entwickle die Funktionen, die es als Plugin nicht fertig gibt — für Markenfest individuelle Shop-Funktionen, für eine Lernplattform mit über 300 Lektionen den Verkauf digitaler Zugänge samt eigenem Plugin. Du sprichst direkt mit dem Entwickler, ohne Projektmanager dazwischen. Für Unternehmen im Raum Osnabrück bin ich auch vor Ort erreichbar.
Shops, die ich gebaut und betreut habe.
Drei sehr unterschiedliche WooCommerce-Projekte: ein Marken-Shop, ein Food-Startup und eine Lernplattform mit eigenem Plugin. Alle drei laufen live.

Markenfest
Stärkerer Online-Shop: Webdesign, Content und individuelle Shop-Funktionen.
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Nosefood
Frischer Markenauftritt mit Shop — vom ersten Eindruck bis zur Bestellung.
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Spanisch lernen
Lernplattform mit über 300 Lektionen, Verkauf digitaler Zugänge und eigenem Plugin.
Plattform ansehen ↗FAQ — ZUGFeRD oder XRechnung?.
Was ist der Unterschied zwischen ZUGFeRD und XRechnung?
XRechnung ist eine reine XML-Datei für die maschinelle Verarbeitung, Standard im Geschäft mit Behörden. ZUGFeRD ist ein PDF mit eingebetteten XML-Daten, das Menschen normal lesen können. Beide erfüllen die Norm EN 16931.
Welches Format sollte ein Online-Shop nutzen?
Meist ZUGFeRD, weil der Kunde weiterhin ein gewohntes PDF erhält und die Buchhaltung trotzdem die Daten automatisch einlesen kann. XRechnung zusätzlich dort, wo der Empfänger es verlangt.
Was ist die Leitweg-ID?
Eine Kennung, mit der Rechnungen an öffentliche Auftraggeber intern der richtigen Stelle zugeordnet werden. Ohne sie wird eine XRechnung an eine Behörde in der Regel abgelehnt.
Reicht jedes ZUGFeRD-Profil für die Pflicht?
Nein. Nur Profile, die der Norm EN 16931 entsprechen, gelten als E-Rechnung. Stark reduzierte Varianten enthalten zu wenige Felder. Beim Einrichten muss das richtige Profil gewählt werden.
Was ist Factur-X?
Das französische Gegenstück zu ZUGFeRD, technisch weitgehend identisch: PDF mit eingebettetem XML nach derselben Norm.
Wie prüfe ich, ob meine E-Rechnung korrekt ist?
Mit einem Validierungswerkzeug, das die Datei gegen die Norm testet und anzeigt, welches Pflichtfeld fehlt oder falsch belegt ist. Das gehört vor die erste echte Rechnung.
Das bin ich – rechts im BildErzähl mir von deinem Shop.
Ob neuer Shop, Umzug oder eine Funktion, die fehlt: Beschreib kurz, worum es geht — du bekommst eine ehrliche Einschätzung zu Umfang, Zeit und Kosten.
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