Manuel Killert
Leistung · Barrierefreiheit

Barrierefreie Website — ohne Panik und ohne Widget.

Seit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz wird viel Angst verkauft und noch mehr Unsinn angeboten. Hier steht nüchtern, wen es betrifft, was wirklich zu tun ist und in welcher Reihenfolge — und zu jedem Punkt, wo es ausführlich weitergeht.

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Hinweis

Ich bin Webentwickler, kein Rechtsanwalt. Was hier steht, ist mein Verständnis der Rechtslage nach Stand Oktober 2026 und ersetzt keine Rechtsberatung. Ob und wie das Gesetz auf dein Unternehmen zutrifft, klärst du im Zweifel anwaltlich — ich kümmere mich um die technische Umsetzung.

Der Kern in drei Sätzen

Das Gesetz betrifft bestimmte Angebote für Verbraucher, vor allem alles mit Verkauf oder Buchung — nicht automatisch jede Website. Die Umsetzung ist Handwerk: ordentliche Struktur, Tastaturbedienung, Kontraste, Formulare, die Fehler erklären. Und sie geht in Etappen: Wer die echten Ausschlüsse zuerst behebt, erreicht mit einem Bruchteil des Aufwands den größten Teil der Wirkung.

Sofort-Hilfe

Website down oder gehackt? Schreib mir per WhatsApp oder E-Mail mit Domain und kurzer Beschreibung — ich melde mich in der Regel innerhalb weniger Stunden, auch am Wochenende, wenn es brennt. Zugangsdaten bitte nie in der ersten Nachricht, sondern erst nach Absprache über einen sicheren Weg.

Betrifft es dich?

Deine LageEinschätzung
Onlineshop für VerbraucherJa, erfasst
Buchung oder Terminvereinbarung mit AbschlussIn der Regel erfasst
Reine Firmenwebsite ohne VerkaufIn der Regel nicht erfasst
Dienstleistung, unter 10 Beschäftigte und ≤ 2 Mio. €Ausnahme möglich
Nur Verkauf an UnternehmenMeist nicht erfasst, wenn echt abgegrenzt
Öffentliche StelleEigenes, älteres Regelwerk
Hersteller erfasster ProdukteErfasst, keine Kleinstunternehmensausnahme

Die vierte Zeile wird am häufigsten missverstanden: Beide Bedingungen müssen gleichzeitig erfüllt sein, und die Ausnahme gilt nur für Dienstleistungen. Die Einzelheiten samt Fristen, Kontrolle und möglichen Folgen stehen unter Wer ist betroffen.

Worum es eigentlich geht.

Ich fange mit der Pflicht an, weil die meisten deswegen hier landen. Der eigentliche Grund ist ein anderer: Ein nennenswerter Teil der Menschen kann Websites nicht so benutzen, wie sie gebaut sind — wegen einer Sehschwäche, einer motorischen Einschränkung, einer Hörbehinderung oder einfach, weil die Hände gerade beschäftigt sind und der Bildschirm in der Sonne liegt.

Das Gute daran: Fast alles, was Barrierefreiheit ausmacht, nützt allen. Klare Struktur hilft jedem Eiligen. Ordentliche Formulare senken Abbrüche. Gute Kontraste helfen auf dem Handy draußen. Und Suchmaschinen wie KI-Systeme lesen Websites über dieselbe Struktur, auf die auch Screenreader angewiesen sind — gute Struktur zahlt also doppelt ein.

Was gefordert ist.

Vier Grundsätze: wahrnehmbar, bedienbar, verständlich, robust. Konkret wird es über eine europäische Norm, die für Webinhalte im Kern auf die Stufe AA der internationalen Zugänglichkeitsrichtlinien verweist.

Praktisch sind es immer dieselben zehn Punkte, die den Unterschied machen: Tastaturbedienung, sichtbarer Fokus, beschriftete Formularfelder, verständliche Fehlermeldungen, ausreichende Kontraste, sinnvolle Alternativtexte, eine echte Überschriftenstruktur, aussagekräftige Linktexte, angesagte Statusmeldungen und keine Information allein über Farbe. Ausführlich unter Die Anforderungen im Klartext.

Erst prüfen.

Der erste Schritt ist nie Umbauen, sondern Wissen. Und er beginnt mit etwas, das du heute selbst machen kannst: Leg die Maus weg und geh deinen wichtigsten Weg — Kauf, Buchung oder Kontakt — nur mit der Tastatur durch. Jede Stelle, an der du nicht weiterkommst, ist für jemanden das Ende deiner Website.

Automatische Werkzeuge kommen danach. Sie finden einen Teil der Probleme und liefern dabei lange Listen, in denen die wichtigsten Punkte untergehen. Deshalb gehört zu jeder Prüfung die Sortierung nach Wirkung: echte Ausschlüsse, schwere Hürden, Hürden, formale Mängel. Mehr unter Website prüfen.

Die Reihenfolge.

  1. Prüfen und nach Wirkung sortieren.
  2. Echte Ausschlüsse beheben — meist wenige Stellen im Theme oder in einem Plugin.
  3. Formulare und Fehlermeldungen (Formulare).
  4. Kontraste und Fokus zentral setzen (Farben und Kontraste).
  5. Theme und Bausteine nacharbeiten (WordPress barrierefrei).
  6. Erklärung veröffentlichen mit dem erreichten Stand (Erklärung).
  7. Inhalte nacharbeiten, über Monate, Wichtigstes zuerst.
  8. Redaktion einweisen, damit es so bleibt.

Die Schritte eins bis vier sind ein überschaubares Paket und bringen den Großteil der Wirkung. Schritt sieben ist der lange Teil — und der gehört in den normalen Redaktionsbetrieb, nicht in ein Projekt (Aufwand und Kosten).

Was nicht hilft.

Das Widget unten rechts, das in fünf Minuten eingebunden ist und Barrierefreiheit verspricht. Es kann die Darstellung ändern — Schrift größer, Kontrast stärker. Es kann nicht wissen, was ein Bild zeigt, wie ein Formularfehler zu erklären ist oder wie ein selbstgebautes Bedienelement funktioniert. Genau dort liegen aber die Probleme.

Verbände und Fachleute aus dem Bereich lehnen diese Werkzeuge überwiegend ab, weil Betroffene ihre Hilfsmittel längst haben und eingerichtet sind. Und rechtlich ändert ein Widget an den zugrunde liegenden Mängeln nichts. Ausführlich mit Belegen unter Warum Overlays nicht reichen.

Alle Anleitungen.

Wenn du nicht betroffen bist.

Dann hast du den angenehmeren Fall: Du kannst entscheiden, wie weit du gehst, ohne Frist im Nacken. Mein Rat wäre trotzdem, die ersten vier Schritte zu machen — sie kosten wenig, und sie betreffen genau die Stellen, an denen auch zahlende Kunden abspringen.

Besonders der Tastaturtest am eigenen Kontaktformular lohnt. Es ist erstaunlich, wie oft dort schon der Absendeknopf nicht erreichbar ist — und niemand merkt es, weil niemand es je ohne Maus versucht hat.

Vier verbreitete Irrtümer.

  • „Barrierefrei heißt schlicht und grau.“ Die Norm regelt keine Gestaltung. Deine Website darf aussehen, wie du willst — sie muss bedienbar bleiben.
  • „Wir müssen die Marke ändern.“ Fast nie. Üblich ist eine abgedunkelte Variante der Markenfarbe für Text, die niemandem auffällt.
  • „Das betrifft uns nicht, wir sind klein.“ Die Ausnahme hat zwei Bedingungen gleichzeitig und gilt nicht für Produkte — und sie entfällt, sobald du wächst.
  • „Das ist ein Riesenprojekt.“ Die Ausschlüsse sind meist eine Handvoll Stellen. Das Große ist die inhaltliche Nacharbeit, und die läuft nebenher.

Wie ich arbeite.

  1. Ich sehe mir die Website an und gehe die wichtigsten Wege ohne Maus durch.
  2. Ich lasse ein Werkzeug laufen und fasse gleichartige Befunde zu Ursachen zusammen.
  3. Du bekommst eine sortierte Liste — nach Wirkung, mit konkreten Lösungen, nicht nach Kriteriennummern.
  4. Wir legen fest, wie weit du gehst, und ich sage dir, wo die Grenze zwischen Wirkung und Papier verläuft.
  5. Ich setze um, Ausschlüsse zuerst.
  6. Ich weise deine Redaktion ein, damit der Zustand hält.

Was ich nicht mache: Rechtsberatung und förmliche Prüfberichte von einer anerkannten Prüfstelle. Wenn dein Fall das braucht — öffentliche Stelle, Ausschreibung, Nachweis gegenüber Dritten —, sage ich dir das und vermittle lieber weiter, statt etwas anzubieten, was nicht passt.

Und ich arbeite ohne Overlay-Werkzeuge. Wenn dir jemand eines verkauft hat, sehe ich mir gern an, was deine Website ohne das Widget tatsächlich leistet.

Wie es weitergeht.

Schreib mir die Adresse deiner Website und zwei Sätze zu deiner Lage: Verkaufst du an Verbraucher, wie groß ist das Unternehmen, und gibt es einen Anlass — eine Beschwerde, eine Ausschreibung, ein Relaunch. Darauf bekommst du eine ehrliche erste Einschätzung, ob und was zu tun ist.

Wenn du schon weiter bist und nur die Umsetzung brauchst, geht es direkt los. Dauerhaft begleitet die laufende Betreuung — dort kann die regelmäßige Kurzprüfung mit drinstehen, damit neue Inhalte keine neuen Barrieren bringen.

Fehleranalyse & Erste Hilfeab ~150 €

Ursache finden, Website wieder zum Laufen bringen, kurzer Bericht — meist am selben Tag.

Stundensatz~95 €

Für Anpassungen, Fehlerbehebung und Beratung nach Aufwand, abgerechnet in 15-Minuten-Schritten.

Wartungab ~49 €/Monat

Updates, Backups, Sicherheitscheck, Monitoring — Kleinigkeiten inklusive.

Orientierungswerte, keine Fixpreise — nach einem kurzen Gespräch bekommst du ein Festpreisangebot.

Wer hilft.

Ich bin Manuel Killert, Webentwickler aus Quakenbrück. Ich baue Websites und Shops mit WordPress und repariere, was andere hinterlassen haben. Barrierefreiheit ist dabei kein Zusatzmodul, sondern Handwerk: ordentliches HTML, Beschriftungen, die stimmen, Bedienbarkeit per Tastatur, ausreichende Kontraste und Formulare, die Fehler verständlich melden.

Was ich mache: bestehende Websites prüfen, die Mängel nach Wirkung sortieren, sie beheben und dir zeigen, worauf deine Redaktion künftig achten muss. Was ich nicht mache: Rechtsberatung und Zertifikate. Für eine förmliche Prüfung durch eine Prüfstelle oder eine anwaltliche Einschätzung bist du woanders besser aufgehoben — und ich sage dir das, wenn dein Fall dort hingehört.

Ich arbeite ohne Overlay-Werkzeuge. Die versprechen eine schnelle Lösung und liefern sie nicht; warum, steht ausführlich auf einer eigenen Seite.

Häufige Fragen

FAQ — Barrierefreie Website.

Muss meine Website barrierefrei sein?

Das hängt davon ab, was du anbietest. Erfasst sind bestimmte Angebote für Verbraucher, vor allem alles mit Verkauf oder Buchung. Eine reine Firmenwebsite ohne Abschluss fällt in der Regel nicht darunter.

Was ist der erste Schritt?

Nicht umbauen, sondern prüfen — und das kannst du heute selbst anfangen: Leg die Maus weg und geh deinen wichtigsten Weg nur mit der Tastatur durch. Jede Stelle, an der du nicht weiterkommst, ist für jemanden das Ende der Website.

Muss ich alles auf einmal machen?

Nein. Prüfen, echte Ausschlüsse beheben, Formulare, Kontraste — das ist ein überschaubares Paket mit dem Großteil der Wirkung. Die inhaltliche Nacharbeit läuft über Monate im normalen Redaktionsbetrieb.

Hilft ein Barrierefreiheits-Widget?

Nein. Es kann die Darstellung ändern, aber nicht wissen, was ein Bild zeigt oder wie ein selbstgebautes Bedienelement funktioniert. Fachleute und Verbände lehnen diese Werkzeuge überwiegend ab, und rechtlich ändern sie nichts.

Muss eine barrierefreie Website schlicht aussehen?

Nein, die Norm regelt keine Gestaltung. Und die Markenfarbe muss fast nie weichen — üblich ist eine abgedunkelte Variante für Text, die niemandem auffällt.

Machst du auch Rechtsberatung und Prüfberichte?

Nein. Ich bin Webentwickler und kümmere mich um die technische Umsetzung. Für eine anwaltliche Einschätzung oder einen förmlichen Prüfbericht einer anerkannten Prüfstelle vermittle ich weiter.

Manuel Killert (rechts im Bild) mit einem FreundDas bin ich – rechts im Bild
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Erzähl mir, wo deine Website Menschen ausschließt.

Schreib mir die Adresse und was du über deine Lage weißt — Branche, Größe, ob du an Verbraucher verkaufst. Ich sage dir, ob das BFSG dich betrifft und was konkret zu tun ist.

Antwort meist innerhalb von 24 Stunden · hallo@manuelkillert.de